Wie Viele U-Boote Hat Deutschland?

Wie Viele U-Boote Hat Deutschland
10. Dezember 2021 | Kilian Marx – Bundeswehr Ein U-Boot der Klasse 212 A an der Wasseroberfläche. Eine große U-Boot-Flotte hat Deutschland nicht. Lediglich sechs Stück besitzt die deutsche Marine. Punkten können deutsche Modelle viel mehr als Exportschlager, denn sie haben einen entscheidenden Vorteil: Dank ihres Wasserstoffbetriebs fahren sie nahezu geräuschlos.

  • Während des Ersten und des Zweiten Weltkriegs gehörte die deutsche U-Boot-Flotte zu den Besten ihrer Zeit.
  • Heutzutage verfügt Deutschland nur noch über sechs U-Boote und hält damit nicht mehr mit anderen großen Marinen der Welt mit.
  • Womit die deutsche Marine allerdings punkten kann, ist die Modellreihe ihrer sechs U-Boote.

Das Modell Klasse 212 A ist mit nur 75 Metern kürzer als gewöhnliche Modelle anderer Länder, hat aber einen entscheidenden Vorteil gegenüber üblichen U-Booten: Es fährt mit Wasserstoff und ist daher sehr leise, wenn es an der Wasseroberfläche auftaucht.

Diesen Vorteil macht sich nicht nur die deutsche Marine zunutze. Neben den sechs deutschen Booten besitzt die italienische Marine ebenfalls vier Stück. Zudem soll Polen Interesse angemeldet haben, zwei Klasse 212 A-Boote zu leasen. Kostenpunkt eines solchen U-Boots: 371 Millionen Euro. Doch nicht nur die U-Boote der Klasse 212 A genießen einen guten Ruf.

Die Boote des Typs 214 basieren auch auf Brennstoffzellen-Technik und können mehrtägige Unterwassermanöver fahren. Davon Gebrauch machen bisher die Marinen in Griechenland, Portugal, Südkorea und der Türkei. Vergleicht man Geschwindigkeit, Ausdauer und Waffenladungen der kleinen deutschen Wasserstoff-U-Boote mit großen nuklearbetriebenen U-Booten aus Russland und den USA, dann können diese nicht mithalten.

Wie viele U-Boote sind in Deutschland einsatzbereit?

Kostenpflichtig  Nur zwei von sechs U-Booten sind einsatzbereit – Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Bildunterschrift anzeigen Bildunterschrift anzeigen Die deutschen U-Boote sind kaum auf dem Wasser zu sehen. © Quelle: Frank Behling Für Ministerin Christine Lambrecht war der Antrittsbesuch bei der Marine ein Signal. In der Eckernförder Bucht ging sie an Bord von „U 34″, einem der wenigen einsatzbereiten deutschen U-Boote. Sie hatte ein Versprechen mit im Gepäck. Share-Optionen öffnen Share-Optionen schließen Mehr Share-Optionen zeigen Mehr Share-Optionen zeigen Eckernförde. Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht (SPD) hat mit ihrem Besuch des Stützpunktes Eckernförde Hoffnungen auf eine bessere Ausstattung der deutsche Marine geschürt.

Welches Land hat die meisten U-Boote?

September 2000 Friedensforum 5/00

Reaktoren von russischen Atom-U-Booten sind großes Umweltrisiko von Steffen Wagner Die Admirale der sowjetische Marine hatten einen Sinn für das Symbolische: Das erste Atom-U-Boot der sowjetischen Flotte, die K-3 Leninsky Komsomol, nahm ihre Reaktoren zum ersten Mal am 4.

Juli 1958 in Betrieb, während die Amerikaner mit Bier und Hamburgern ihren Unabhängigkeitstag feierten.1989 hatte die Sowjetunion mit 196 die höchste Zahl von Atom-U-Boote im Einsatz. Heute hat Rußland noch 52 Atom-U-Boote. Das nukleare Erbe der Flotte stellt das Land vor riesige wirtschaftliche, technische und politische Probleme.

Die umweltgerechte Entsorgung der Reaktoren und der nuklearen Brennstoffe ist eine Aufgabe, die Rußland nur mit internationaler Hilfe lösen kann. Die Unterstützung aus dem Westen fließt noch spärlich. Währenddessen wächst der nukleare Müllhaufen unaufhaltsam weiter.

Der Untergang der Kursk hat die Öffentlichkeit wieder auf die Umweltrisiken, die mit dem Einsatz dieser schwimmenden Atomkraftwerke verbunden sind, aufmerksam gemacht. Die Hauptgefahr geht nicht von havarierten Schiffen aus: ein viel größerer Risikofaktor sind die zahlreichen in den vergangenen Jahren ausgemusterten Atom-U-Boote mit ihren zumeist zwei Reaktoren, den festen und flüssigen nuklearen Brennstoffe und den radioaktiv kontaminierten Bauteilen des Brennstoffkreises.

Technische Probleme bei der dringend notwendigen Verschrottung der Schiffe ergeben sich vor allem durch

geringe Arbeitskapazitäten der existierenden Abwrackeinrichtungen; mangelhafte Lager- und Transportkapazitäten für verbrauchte Brennstoffe; Probleme bei der Filterung und Lagerung flüssiger nuklearer Abfallstoffe; das Fehlen von Einrichtungen zur langfristigen Lagerung von hoch-radioaktivem Material.

Das Engpässe im Abwrackungsprozeß sind das Zerlegen der Schiffe und die spätere Lagerung des nuklearen Materials. Gegenwärtig warten eine Reihe von U-Booten in den Werften von Murmansk, Severodvinsk und Bolshoy Kamen darauf zerlegt zu werden. Zur Zeit kann Rußland etwa drei bis sechs Schiffe im Jahr fachgerecht auseinandernehmen.

  • Bedenkt man, daß allein seit 1989 mehr als 140 Atom-U-Boote aus dem Dienst genommen worden sind, von denen mehr als 110 noch funktionsfähige Reaktoren an Bord haben, wird die dramatische Lage offensichtlich.
  • Die Arbeiten in den Werften werden aus Mitteln des Expanded Cooperative Threat Reduction Program (ECTR) 1 der USA mit finanziert.

In diesem Programm sind Aktivitäten des amerikanischen Außen-, des Verteidigungs- und des Energieministeriums in Rußland und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion im Bereich der nuklearen Nichtproliferation zusammengefaßt. Das gesamte ECTR-Budget beträgt in diesem Jahr US$ 999,7 Millionen.

  • Für das Haushaltsjahr 2001 hat Präsident Clinton US$ 973,6 Millionen beantragt.
  • Der Großteil der Gelder fließt jedoch in die Abrüstung von Atom- und C-Waffen.
  • Speziell für das Abwracken von U-Booten wurden in diesem Jahr US$ 25 Millionen bereitgestellt.
  • Jedoch sollen in 2001 auch aus anderen ETCR-Töpfen Gelder für die Verschrottung fließen, unter anderem für den Ausbau der Lagerkapazitäten und bessere Überwachung der Anlagen.

Insgesamt sollen mit Mitteln des ECTR 30 Atom-U-Boote verschrottet werden. Für die Beseitigung der nuklearen Altlasten der Flotte wurden von den USA und anderen westlichen Ländern etwa US$ 100 Millionen zur Verfügung gestellt. Experten kritisieren den Betrag als zu niedrig und weisen darauf hin, daß bisher die Abrüstung der ebenfalls nukleargetriebenen russischen Angriffs-U-Boote vernachlässigt worden ist.

  1. Sind die Schiffe zerlegt, fällt zusätzliches nukleares Material an, das transportiert und gelagert werden muß.
  2. Dabei handelt es sich auch um bis zu 45 Prozent hochangereichertes Uran-235.
  3. Ein Beispiel für die Probleme, die entstehen, bietet die größte russische Marinebasis für Atom-U-Boote Zapadnaya Litsa,

Der Litsa Fjord im äußersten Westen der Kola Halbinsel ist nur rund 45 Kilometer von der norwegischen Grenze entfernt. Unter den Gesichtspunkten nuklearer Sicherheit ist das Lager für feste und flüssige nukleare Abfallstoffe und radioaktiv kontaminierte Bauteile aller Art in der Andreeva Bucht im Litsa Fjord am bedeutsamsten.

Hier lagern in drei großen Betontanks etwa 21.000 verbrauchte Brennelemente, hinzu kommen etwa 12.000 Kubikmeter an festem und flüssigen nuklearem Abfall. Die radioaktive Belastung des Nuklearmülls variiert von sehr schwach bis sehr hoch. Die Lagerkapazitäten in der Andreeva Bucht sind ausgeschöpft. Deshalb werden feste und flüssige Abfälle seit Jahren in offenen Containern und Behältern gelagert.

Um das Problem der Lagerung von verbrauchten nuklearen Brennstoffen zu mildern, hat der U.S.-Kongreß im vergangenen Jahr zugestimmt, ein Teil der ECTR-Mittel auch für die Aufbereitung von verbrauchtem Brennstoff von bis zu 15 Atom-U-Booten in der Wiederaufbereitungsanlage in Mayak in Westsibirien zu verwenden.

  1. Die Wiederaufbereitungskapazitäten sind jedoch ebenfalls begrenzt, da Rußland nur fünf spezielle Eisenbahnwaggons zum sicheren Transport der nuklearen Fracht besitzt.
  2. Nicht nur technische Faktoren gefährden die Nuklearsicherheit bei Rußlands Abrüstungsbemühungen.
  3. Der wichtigste ist sicherlich die Finanzkrise des russischen Staates.

Die notwendigen Mittel zur Abrüstung der Atom-U-Boote werden auf rund US$ 2,2 Milliarden geschätzt. Davon entfallen allein 1,4 Milliarden auf die Nordmeerflotte. Rußland hat davon bis Ende 1998 nur rund US$ 500 Millionen im Haushalt eingestellt. Wieviel davon wirklich zur Verfügung stand und in Zukunft steht, ist unklar.

Das russische Ministerium für Atomenergie (MINATOM), das seit 1998 für die Abrüstungsfragen verantwortlich ist, hat angegeben, daß teilweise nur rund 50 Prozent der Gelder geflossen sind. Deutlich ist, daß Rußland die Aufgabe überfordert, ein umfassendes System zur Abrüstung seiner Atom-U-Boot-Flotte zu schaffen.

Die von der maroden Flotte ausgehenden Gefahren sind kein russisches, sondern ein internationales Problem, wie der Untergang der Kursk erneut gezeigt hat. Gefragt sind jetzt vor allem die Partner Rußlands in der G-8 und die skandinavischen Länder. Sie haben auf dem G-8 Gipfel in Okinawa im Juli signalisiert, daß sie bereit sind, über bisherige Hilfsangebote hinauszugehen.

  1. Auch die EU greift das Problem der nuklearen Sicherheit in ihrer «Gemeinsamen Strategie gegenüber Rußland» und in ihrer «Initiative zur Nördlichen Dimension» auf.
  2. Gerade die europäischen Länder sind jetzt aufgefordert, Mittel nicht wie bereits geschehen bilateral zu geben, sondern die Mittel in einem umfassenden Programm zu bündeln.

Dabei muß besonders um das Vertrauen Rußlands geworben werden. Das ECTR-Programm der USA wird häufig dadurch behindert, daß die russische Seite sich der notwendigen Transparenz aus Angst vor Spionage verweigert. Alle Beteiligten wissen, daß gehandelt werden muß: Wenn der technische und personelle Verfall auf den Stützpunkten und Werften weiter fortschreitet, ist der nächste Unfall oder die nächste Umweltkatastrophe nur eine Frage der Zeit.1 Im Vorgängerprogramm CTR wurden von 1991-99 ingesamt US$ 2,3 Milliarden bewilligt.

Literaturhinweise: fast schon ein Standardwerk zum Thema ist: Nilsen, Thomas; Kudrik, Igor; Nikitin, Alexandr. The Russian Northern Fleet. Sources of Radioactive Contamination. Bellona Report Vol.2. Oslo, 1996. Aktuelle Artikel zum Thema finden man regelmäßig in den Zeitschriften Arms Control Today und The Bullletin of the Atomic Scientists.

Eine wichtige Quelle im Internet ist die Homepage des Russian-American Nuclear Advisory Council (RANSAC) Steffen Wagner ist Diplom-Politologe und Mitarbeiter am Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit (BITS).

Wer hat die besten U-Boote der Welt?

U-Boot-Klasse 212 A Salvatore-Todaro-Klasse

Italienisches U-Boot Salvatore Todaro

Brennstoffzellen Jagd- U-Boot
Schiffsdaten
Land Deutschland : 6 geplant, davon 6 in Dienst gestellt (Stand März 2021) Italien : 8 geplant, davon 4 in Dienst (Stand November 2018)
Schiffsart U-Boot
Bauwerft HDW, Kiel Fincantieri, La Spezia
Bauzeitraum Seit 1998
Stapellauf des Typschiffes 20. März 2002
Gebaute Einheiten 10
Dienstzeit Seit 2005

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Schiffsdaten
Klasse 212 A Salvatore-Todaro-Klasse
Bestellung 6. Juli 1994

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Schiffsmaße und Besatzung
Länge 56 m ( Lüa )
Breite 6,8  − 7 m
Tiefgang max.6,0 − 6,4 m
Verdrängung
  • aufgetaucht: 1450 t getaucht: 1830 t
  • aufgetaucht: 1524 t getaucht: 1830
Besatzung 27  − 28 Mann

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Maschinenanlage
Maschine 1 × Dieselgenerator 1 × Elektrofahrmotor 1 × Brennstoffzelle Batterieanlage
Maschinen- leistung 1 × 1050 kW 1 × 2850 kW

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Einsatzdaten U-Boot
Aktionsradius 8000 NM bei 8 kn Überwasser, ca.280 NM bei 4 kn getaucht sm
Einsatzdauer 30 Tage
Tauchtiefe, max. 250  − ≤ 400 m, Zerstörungstauchtiefe ≈700 m m
Höchst- geschwindigkeit getaucht 20 kn
Höchst- geschwindigkeit aufgetaucht 12 kn

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Bewaffnung
6 × 533-mm- Torpedorohr
Sensoren
  • Atlas Elektronik DBQS-40FTC
  • Kelvin Hughes 1007 Schiffsradar
  • EADS Systems & Defence Electronics and Thales Defence FL1800U
  • Torpedo-Abwehrsystem (TCM) HDW/WASS (Whitehead Alenia Sistemi Subacquei) C303/S mit 40 Täuschkörpern

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Die U-Boote der Klasse 212 A, auch U 31-Klasse, sind die modernsten U-Boote der Deutschen Marine und der italienischen Marina Militare, Sie sind weltweit die ersten außenluftunabhängigen Boote, deren Antriebsanlage für Tauchfahrten auf Brennstoffzellen basiert.

Wie viele Schiffe haben deutsche U-Boote versenkt?

– Der Großteil der im Zweiten Weltkrieg rund 780 versenkten deutschen U-Boote mit knapp 27.000 getöteten Besatzungsmitgliedern ging nach dem Mai 1943 verloren. Bis zur im Mai 1945 versenkten deutsche U-Boote rund 2.800 alliierte Handelsschiffe mit insgesamt 15 Millionen Bruttoregistertonnen. lo : Gerade auf LeMO gesehen: LeMO Kapitel: Zweiter Weltkrieg

Wie viel U-Boote hat China?

Ein U-Boot der Jin-Klasse. China hat sechs U-Boote dieser Klasse, die ballistische Raketen mit Atomsprengköpfen abschiessen können. – Kyodo / Imago China baut sein Atomwaffenarsenal stark aus. Gegenwärtig hat die Volksbefreiungsarmee laut amerikanischen Schätzungen über 400 Atomsprengköpfe.2030 könnten es 1000, 2035 bereits 1500 sein.

Wie viel U-Boote hat Polen?

Flotte –

Schiffsklasse Herkunft Foto Schiffe Anmerkungen
Kampfeinheiten
Oliver-Hazard-Perry Vereinigte Staaten ORP Gen.K. Pułaski (272) ORP Gen.T. Kościuszko (273) Fregatte
Projekt 620 (Kaszub-Klasse) Polen ORP Kaszub (240) Korvette
MEKO A-100 (Gawron-Klasse) Deutschland / Polen ORP Ślązak (241) Patrouillen Korvette
Orkan Deutschland / Polen ORP Orkan (421) ORP Piorun (422) ORP Grom (423) Schnellboot
U-Boote
Projekt 877E (Kilo-Klasse) Sowjetunion ORP Orzeł (291)
Minenabwehreinheiten
Projekt 258 (Kormoran-2-Klasse) Polen ORP Kormoran (601) ORP Albatros (602) Eine weitere Einheiten (ORP Mewa ) in Ausrüstung, weitere drei Einheiten geplant
Projekt 206FM (Krogulec-Klasse) Polen ORP Czajka (624)
Projekt 207DM (Gopło-Klasse) Polen ORP Gopło (630)
Projekt 207P (Gardno-Klasse) Polen ORP Gardno (631) ORP Bukowo (632) ORP Dąbie (633) ORP Jamno (634) ORP Mielno (635) ORP Wicko (636) ORP Resko (637) ORP Sarbsko (638) ORP Necko (639) ORP Nakło (640) ORP Drużno (641) ORP Hańcza (642)
Projekt 207M (Mamry-Klasse) Polen ORP Mamry (643) ORP Wigry (644) ORP Śniardwy (645) ORP Wdzydze (646)
Hilfsschiffe
Projekt 767 (Lublin-Klasse) Polen ORP Lublin (821) ORP Gniezno (822) ORP Kraków (823) ORP Poznań (824) ORP Toruń (825) Minenleger und Panzerlandungsschiff
Projekt 890 Polen ORP Kontradmirał Xawery Czernicki (511) logistisches Unterstützungsschiff
Projekt 863 (Nawigator-Klasse) Polen ORP Nawigator (262) ORP Hydrograf (263) Fernmelde- und Elektronisches Aufklärungsschiff
Projekt 874 (Heweliusz-Klasse) Polen ORP Heweliusz (265) ORP Arctowski (266) Vermessungsschiff
Projekt 870 (Piast-Klasse) Polen ORP Piast (281) ORP Lech (282) Bergungsschiff
Projekt 5002 (Zbyszko-Klasse) Polen ORP Zbyszko (R-14) ORP Maćko (R-15) Bergungsschiff
Projekt ZP-1200 Polen ORP Bałtyk (Z-1) Tanker
Projekt 888 (Wodnik-Klasse) Polen ORP Wodnik (251) Schulschiff
Projekt B79/II Polen ORP Iskra (253) Segelschulschiff

Wie viele aktive U-Boote hat die USA?

Die zurzeit größten US-Raketen-U-Boote gehören zur Ohio-Klasse und sind mit Trident-II-Raketen bewaffnet. Sie werden daher auch „Tridents» genannt. Die USA haben insgesamt 18 Tridents gebaut, die alle mit unterschiedlichem Einsatzstatus verfügbar sind.

  1. Die U-Boote sind atombetrieben, haben jeweils vier Decks und 171 Mann Besatzung und können Vorräte für 90 Tage an Bord nehmen.
  2. Es können bis zu zwölf U-Boote zeitgleich weltweit im Einsatz sein.
  3. Jedes U-Boot trägt 24 Atomraketen mit Feststoffantrieb, die jeweils mit bis zu 17 einzelnen – durch Satellitensteuerung – lenkbaren Sprengköpfen mit einer Vernichtungsenergie von ca.75 Kilotonnen beladen werden können.

Dadurch kann jedes einzelne U-Boot 408 verschiedene Ziele gleichzeitig mit einer Vernichtungsenergie von jeweils sechs Hiroshimabomben angreifen. Die vorgesehene Reichweite der einzelnen Sprengköpfe beträgt mindestens 7.830 km und ihre Treffgenauigkeit (CEP) liegt bei ca.10 m.

Wie viel U-Boot hat Russland?

Putins U-Boot-Flotte im Vergleich zu den USA – Doch: Wo steht Putins U-Boot-Flotte im Vergleich zu den Kapazitäten der USA, dem großen weltpolitischen Gegenspieler? Die Zahlen variieren je nach Quelle. Viele Medien ziehen seit dem Ausbruch des Ukraine-Kriegs (24.

  • Februar 2022) den „Global Firepower Index» heran, um die Größe verschiedener Streitkräfte zu beschreiben.
  • Demnach kämen die USA auf 70 und Russland auf 68 U-Boote.
  • Zum Vergleich: Die deutsche Marine hat derzeit sechs U-Boote, bei denen gemutmaßt wird, wie viele überhaupt einsatzfähig sind.
  • Die Royal Navy Großbritanniens hat zehn U-Boote, von denen eines mit Atomsprengköpfen an Bord zur Abschreckung stets in den Meeren rund um das Vereinigte Königreich unterwegs ist.

Was öffentlich bekannt ist.

Was ist das stärkste U-Boot der Welt?

Projekt 941

Schiffsmaße und Besatzung
Breite 23,3 m
Tiefgang max.11,0 m
Verdrängung aufgetaucht: 23.200 t getaucht: 48.000 t
Besatzung 160 Mann

Wie viel U-Boote hat die Ukraine?

»Das Beste haben die russischen Streitkräfte bekommen» Archiv Manche Russen verfluchen noch heute Nikita Chruschtschow, weil dieser 1954 aus einer Geberlaune heraus die gesamte Halbinsel Krim der Ukraine zugeschlagen hatte. Damals wurde die großzügige Geste allseits akzeptiert.

Schließlich zählte die Ukraine zu den treuen Sowjetrepubliken, und Grenzen spielten ohnehin kaum eine Rolle. Aber heute?! Ohne das Geschenk des Kreml-Chefs gäbe es vermutlich noch eine intakte einheitliche Schwarzmeerflotte – und zwar unter russischer Flagge. Und Sewastopolj, der Heimathafen der Flotte am Südwest-Ufer der Krim, wäre womöglich ein russisches Gibraltar an einer wichtigen strategische Nahtstelle.

Hermann Vinke | 22.01.2002 Manche Russen verfluchen noch heute Nikita Chruschtschow, weil dieser 1954 aus einer Geberlaune heraus die gesamte Halbinsel Krim der Ukraine zugeschlagen hatte. Damals wurde die großzügige Geste allseits akzeptiert. Schließlich zählte die Ukraine zu den treuen Sowjetrepubliken, und Grenzen spielten ohnehin kaum eine Rolle. Aber heute?! Ohne das Geschenk des Kreml-Chefs gäbe es vermutlich noch eine intakte einheitliche Schwarzmeerflotte – und zwar unter russischer Flagge. Und Sewastopolj, der Heimathafen der Flotte am Südwest-Ufer der Krim, wäre womöglich ein russisches Gibraltar an einer wichtigen strategische Nahtstelle. Doch die Schwarzmeerflotte von einst existiert nicht mehr. Geblieben sind russische Marineeinheiten, die diesen Namen zwar tragen, aber nur noch ein Schatten der ursprünglichen Armada sind. Und daneben gibt es ukrainische Schiffsverbände unter der Bezeichnung «Seestreitkräfte der Ukraine», die über ein eigenes Oberkommando in Sewastopol verfügen. Der Hafen von Sewastopolj kündet längst nicht mehr von der ruhmreichen Vergangenheit der Schwarzmeerflotte, die vor 250 Jahren gegründet worden war und zwei Weltkriege überstanden hat. Die Hafenanlagen verbreiten in diesen Wintertagen eher ein trostloses Bild. Eine Fähre aus Istanbul legt gerade an und sorgt immerhin für eine Geräuschkulisse im Hafen, in dem sich sonst wenig bewegt. Die meisten russischen Kriegsschiffe verschwinden fast völlig in Nebel und Dunst.Die ukrainischen Marinefahrzeuge muss man ohnehin lange suchen, denn sie begnügen sich in den weiter entfernt liegenden Buchten mit den weniger attraktiven Anlegeplätzen. Vor fünf Jahren wurde die Schwarzmeerflotte zwischen Russland und der Ukraine aufgeteilt. Vorausgegangen war ein jahrelanger, erbitterter Streit, der sofort nach der Unabhängigkeit der Ukraine 1991 begann und den Zerfall der Schwarzmeerflotte einleitete. Unter dem Deckmantel einer staatlichen Abwrack-Aktion wurden über dunkle Kanäle Schiffe, Hubschrauber und Munition verscherbelt. Selbst Betriebe, die zum Versorgungssystem der Schwarzmeerflotte gehörten – zum Beispiel eine Bäckerei, eine Wäscherei, sogar ein Flugplatz – wechselten den Besitzer, wurden «privatisiert». Mit den Teilungsverträgen von 1997 gab Russland im Ergebnis seine territorialen Ansprüche auf Sewastopolj und die Krim auf; ein Drittel der Halbinsel war von der früheren Sowjetunion militärisch genutzt worden. Immerhin: Für 20 Jahre sicherte sich Moskau militärische Nutzungsrechte gegen eine jährliche Pachtgebühr von 100 Millionen Dollar, die mit ukrainischen Schulden für russische Erdgaslieferungen verrechnet werden. Die Ukraine zahlte ihrerseits auch einen hohen Preis für die Rückgewinnung der Souveränität über Sewastopolj und die Halbinsel Krim: Denn das Land übernahm überwiegend schrottreife Kriegsschiffe und erbte gewaltige Umweltlasten. «Russland hat seine Präsenz hier (in Sewastopolj) selbst veranlasst. Die Beziehungen zwischen der russischen und der ukrainischen Flotte gestalten sich heute auf der Grundlage des Vertrages über Freundschaft und Zusammenarbeit. Drei Einzelverträge regeln die Aufteilung der Schwarzmeerflotte. Wir versuchen, das Verhältnis zu den Russen partnerschaftlich zu gestalten. Es gibt Aufgaben, die wir zusammen lösen. Vor kurzem haben wir das Manöver 2001 gemeinsam durchgeführt. In Verteidigungsfragen sollten unsere beiden Länder zusammenarbeiten. Wir sind Nachbarn zu Wasser und zu Lande. Unser Verhältnis ist partnerschaftlich, nicht brüderlich. Hätten wir brüderliche Beziehungen, würde dies bedeuten: Alles gehört Russland, nichts der Ukraine. Bislang gelingt uns diese Partnerschaft ganz gut.» Kapitänleutnant Miroslaw Mamtschak dient in der ukrainischen Marine seit deren Gründung vor einem Jahrzehnt. Mamtschak war einer der ersten Offiziere, die damals freiwillig für die Ukraine votierten. Deswegen wurde er von seinen Kameraden heftig kritisiert und als Nationalist gescholten. Heute ist er in leitender Funktion für den in Sewastopol stationierten Militärsender «Brise» tätig. Nach Ansicht von Mamtschak sollte sich die Ukraine auf die Nato zu bewegen und ihre eigenen Interessen notfalls ohne Rücksicht auf Russland durchsetzen. «Wir machen unsere eigene Politik – eine Politik, die sich in mehrere Richtungen orientiert, wie unser Präsident Leonid Kutschma öfters gesagt hat. Das heißt, wir bewegen uns in verschiedene Richtungen – allerdings mehr in Richtung Europa als in Richtung Magadan (am Ochotskischen Meer), wo wir schon einmal waren. Ich weiß, dass russische Matrosen und Offiziere gerne an allen Manövern der Nato teilgenommen hätten, die hier stattgefunden haben. Das gilt vor allem für Sea-Breeze, das Manöver der «Nato-Partnerschaft für den Frieden». Oder Kosakensteppe: Das war ein Manöver der Ukraine mit britischer Beteiligung. Auch die russischen Marinesoldaten wären gern dabei gewesen. Doch bei denen ist diese Frage politisch nicht gelöst. Heute ist klar – und Russland sieht das inzwischen auch selbst so, dass es viel verliert, wenn es abseits bleibt: Prestige sowie politische und wirtschaftliche Vorteile. Wir sind auf dem Weg zum gemeinsamen Haus Europa. Und das kann es ohne die Ukraine nicht geben.» Die Ukraine Mitglied der Nato und Sewastopol ein Stützpunkt des westlichen Verteidigungsbündnisses – gegenwärtig sind solche Vorstellungen noch nicht realistisch; dass sie aber offen diskutiert werden, das weist auf Veränderungen hin. Offensichtlich haben die Terroranschläge vom 11. September gegen die USA das politische und strategische Denken auch in der Schwarzmeerregion verändert. Globale Verschiebungen sind es nicht allein, die ukrainische Militärs bewegen, mehr in Richtung Westen zu denken. Vor allem vor Ort auf der Krim gewinnt der Ablösungsprozess von Russland an Tempo. Diese Entwicklung steht vordergründig im Gegensatz zu bisher vorherrschenden Tendenzen: Die Krim – einst, im 18. Jahrhundert, von der Zarin Katharina II. annektiert – strebt seit der Unabhängigkeit 1991 mal mehr, mal weniger lautstark nach Autonomie. Und zwar – ähnlich wie die Ost-Ukraine – in enger Anlehnung an Russland. Schließlich sind zwei Drittel der Bevölkerung auf der Krim russischer Abstammung. Tatsächlich haben jedoch Umstände und Ergebnis der Teilung der Schwarzmeerflotte auch eine andere Entwicklung befördert. Die russische Marine diktierte von Beginn an die Aufteilung der Flotte und sicherte sich den Löwenanteil, während die Ukraine in jeder Beziehung benachteiligt wurde. Ukrainische Offiziere berichten, ihre russischen Kameraden hätten nicht nur die besseren Schiffe bekommen, sondern darüber hinaus alles mitgenommen, was mitzunehmen war: Steckdosen, Armaturen, Einrichtungsgegenstände. Das bittere Gefühl, benachteiligt, diskriminiert und letztlich betrogen worden zu sein, sitzt tief. «Den Zustand des Offiziersclubs der ukrainischen Marine zu beschreiben, in dem wir uns gerade befinden, ist eigentlich unmöglich. Das Gebäude ist baufällig. Vielleicht wäre besser, es abzureißen, statt es zu renovieren. Für unsere Seestreitkräfte steckt hier das Problem: Das Beste haben die russischen Streitkräfte bekommen. Für uns blieben nur noch die Reste übrig. Uns geht es nicht darum, über diese Menschen zu richten. Hauptsache, dass wir hier sind. Aber die Situation ist beschämend für all diejenigen, die hier arbeiten, und für die Seeleute, die sich hier doch ein interessantes Kultur-Programm ansehen wollen.» Alina Dag ist Oberleutnant zur See und zugleich Presseoffizier. Die zierliche Frau in der blauen Uniform kommt regelmäßig in den Offiziersclub, um über diverse Veranstaltungen zu berichten. Den Zustand des Gebäudes, in dem es an mehreren Stellen durchregnet, der Fußboden sich auflöst und nicht geheizt wird, empfindet sie immer wieder als eine Zumutung. Die Schwarzmeerflotte auseinander zu dividieren, beide Teile dann aber weiter nebeneinander existieren zu lassen – das konnte nicht gut gehen. Spannungen blieben nicht aus. Aber: Auch wenn die russischen Offiziere vielleicht über den besseren Offiziersclub verfügen, das nötige Geld für Diesel-Treibstoff fehlt beispielsweise auch ihnen. Der Zustand der russischen Schiffe unterscheidet sich kaum von dem der ukrainischen Boote. Der braune Rost wird zum Einheitskleid der geteilten Flotte. Die Marineführung der Ukraine hat längst einen Teil der überlassenen Schiffe ausgemustert und verschrottet. Andere Fahrzeuge wurden eingemottet, um sie vielleicht später wieder einmal in Betrieb zu nehmen. Insgesamt jedenfalls nutzt die ukrainische Marine heute nur noch einen Bruchteil der ursprünglich über 400 Schiffe, die neben Jagdbombern, Aufklärungsflugzeugen und Helikoptern zur sowjetischen Schwarzmeerflotte gehört hatten. «Wir befinden uns jetzt in Balaklawa. Hier ist das einzige U-Boot der Ukraine stationiert. Zur Zeit wird es überholt. Der Schiffsrumpf muss von Muscheln und anderen Gewächsen gereinigt werden. Außerdem fehlen dem U-Boot die Batterien. Die Behörden versuchen zur Zeit, das Geld für neue Akkumulatoren aufzutreiben.» Balaklawa, wenige Kilometer südlich von Sewastopolj gelegen, ist schon seit Jahrhunderten eine Anlaufstelle für Kriegsschiffe verschiedener Nationen. Zwischen sanften Bergrücken erstreckt sich eine Bucht, die als natürlicher Hafen genutzt wird. Bereits im 14. und 15. Jahrhundert errichteten Genueser in Balaklawa eine Festung. Davon sind noch Überreste geblieben, die sich über einen Berghang verteilen. Das U-Boot im Trockendock von Balaklawa wirkt wie ein gestrandetes Schiff, das mit Hilfe eines Gerüstes gerade noch aufrecht gehalten wird: Trauriges Symbol einer maritimen Streitmacht, die einst der ganze Stolz russischer Zaren aber auch sowjetischer Despoten gewesen war. Sein Kommandant, U-Boot-Offizier Aljeg Chantoljewitsch, fühlt sich sichtlich unwohl in seiner Haut, als er berichten soll, wann das über 30 Jahre alte U-Boot wieder einsatzfähig sein wird. «Das U-Boot bleibt noch ungefähr ein Jahr hier. Die Reparaturen werden in verschiedenen Etappen durchgeführt. Im Moment liegt das Schiff im Trockendock. Der Rumpf, die ganze Mechanik, alles muss überholt werden. In einem Jahr ist es dann hoffentlich in einem guten Zustand und kann dann wieder auf See eingesetzt werden.» Der U-Boot-Kommandant meint, die Ukraine werde in Zukunft weitere Untersee-Boote anschaffen. Das Land könne doch auf eine moderne Flotte nicht verzichten. Und die Bucht von Balaklawa sei für die Stationierung von U-Booten besonders gut geeignet. In Balaklawa wie auch in Sewastopolj ist das Militär längst nicht mehr der einzige Wirtschaftsfaktor. Die Bevölkerung erhofft sich inzwischen auch vom Tourismus und vom Kurbetrieb ökonomische Impulse. Vor allem Sewastopol, das zu sowjetischen Zeiten Jahrzehnte lang eine so genannte «geschlossene Stadt» war, die man nur mit schwer erhältlichen Sondergenehmigungen betreten konnte, möchte wieder als Kur-Zentrum und Sanatoriums-Standort anerkannt werden. Doch zum Erbe der Schwarzmeerflotte gehören auch Umwelt-Altlasten, die eine touristische Nutzung der schönen Strände und Buchten um Sewastopol einschränken und an manchen Stellen sogar unmöglich machen. Noch nicht einmal die Folgen aus den Kämpfen während des Zweiten Weltkriegs sind beseitigt. Einige Küstengewässer in der Umgebung von Sewastopol sind gesperrt, weil auf dem Meeresboden dort Minen liegen. Für Kapitänleutnant Mamtschak steht fest, wer für die Beseitigung der Abfälle zuständig ist. «Das Metall und was sonst dort auf dem Meeresboden lagert, ist das Erbe der Schwarzmeerflotte. Aber Russland will das Problem der Reinigung der Schiffsliegeplätze zur Zeit nicht angehen. Was die ukrainische Flotte und das Thema Ökologie betrifft, so kann ich sagen, dass wir gerade dieser Frage große Bedeutung beimessen. Die vorhandenen und die noch im Bau befindlichen Schiffe werden im Gegensatz zur Sowjetzeit daraufhin überprüft, ob sie ökologischen Standards entsprechen. Dort, wo die ukrainische Flotte stationiert ist, gibt es keine Umweltprobleme. Alle Menschen, die hier in Sewastopolj oder in Balaklawa ihre Ferien verbringen, haben festgestellt, dass seit der Teilung der Flotte das Wasser sauberer geworden ist. Das ist eine positive Folge der Teilung des früheren Monsters >Schwarzmeerflotte Bis zur friedlichen Koexistenz von Tourismus und Landesverteidigung ist es wohl noch ein weiter Weg, denn militärische Belange dominiert haben immer noch Vorrang. Allerdings muss sich das Militär heute die Frage gefallen lassen, gegen welchen potentiellen Angreifer sich die Verteidigung richten soll. «Kurorte verteidigen sich nicht selbst, sondern das Land verteidigt sich. Wenn ich mich nicht irre, hat der deutsche Kanzler Bismarck einmal gesagt: In der ganzen Welt hat man Respekt nur vor dem Starken. Ähnlich wie in Deutschland, das seine wirtschaftliche und militärische Macht ausbauen möchte, ist es in der ganzen Welt – auch in der Ukraine. Warum wird die Ukraine nicht in die Nato aufgenommen? Wenn unser Land militärisch und wirtschaftlich auf dem gleichen Stand wie andere Nato-Staaten wäre, würde sich diese Frage doch gar nicht stellen. Die Geschichte der Ukraine hat mehrfach gelehrt: Wenn das Land über eine Armee und eine Flotte verfügte, war es unabhängig. Hatte die Ukraine ihre Streitkräfte aber verloren oder musste sie ihre Soldaten jemandem überlassen, wurde sie sofort zu einer Kolonie. Die 380jährige Erfahrung mit dem Kolonialismus beweisen, dass die Ukraine eine starke Armee und eine starke Flotte braucht – nicht in Millionenstärke, dafür aber kompakt, damit sie der Verteidigung und den Interessen des Staates dienen. So wie in ganz Europa.» Das neue Selbstbewusstsein der ukrainischen Streitkräfte bekam Anfang Oktober vergangenen Jahres aber einen empfindlichen Dämpfer, als bei einem Manöver auf der Krim eine russische Verkehrsmaschine mit 78 Menschen an Bord versehentlich von einer ukrainischen Flugabwehrrakete getroffen und abgeschossen wurde. Tagelang suchte die militärische und politische Führung der Ukraine die Ursache dieser Tragödie zunächst zu vertuschen, bis eine Untersuchungskommission dann aber doch klare Beweise auf den Tisch legte. Der Militär-Analytiker Leonid Poljakoff hat sich mit dem Unglück befasst und interessante Details herausgefunden. «Die Rakete wurde von Apuk, das ist ein Übungsgelände an der Schwarzmeerküste, abgefeuert. Dieser Übungsplatz wird von einer Einheit der russischen Schwarzmeerflotte genutzt. Aber das ukrainische Militär hat das russische Gelände während des Manövers mitbenutzt.» Eine ukrainische Flugabwehrrakete, die von einem russischen Gelände abgefeuert wird und eine russische Verkehrsmaschine in der Luft vernichtet – dieser ungeheuerliche Vorgang drang nur deshalb kaum in das internationale Bewusstsein, weil zur gleichen Zeit die USA mit ihren Bombardements gegen Afghanistan begonnen hatten. Obwohl erste Untersuchungsberichte vorliegen, bleibt die Frage weiter offen, ob beim Manöver auf der Krim womöglich die Abstimmung zwischen der russischen Schwarzmeerflotte und den ukrainischen Streitkräften nicht funktioniert hat. Leonid Poljakoff, der in Kiew für das Militärprogramm des «Ukrainischen Zentrums für Wirtschaftliche und Politische Studien» zuständig ist, sieht durchaus eine russische Mitverantwortung: Russland wie auch die Ukraine sind offensichtlich bemüht, eine direkte Konfrontation wegen des Abschusses der Verkehrsmaschine zu vermeiden. Das Thema Schwarzmeerflotte ist auch fünf Jahre nach der Teilung noch viel zu sensibel für einen offenen Konflikt. Über die wahren Zustände an Bord der Schiffe oder in den Kasernen könnte im Laufe einer Auseinandersetzung zu viel Unangenehmes bekannt werden. Zum Beispiel sind Alkoholmissbrauch, Nachlässigkeiten im Dienst und allgemeiner Schlendrian inzwischen schon beinahe traditionelle Begleitumstände des Niedergangs, den die Schwarzmeerflotte seit über einem Jahrzehnt durchleidet. Diese Entwicklung sollte allerdings nicht zu der Annahme verleiten, Russland könnte das Interesse an der Schwarzmeerregion verloren haben. Davon kann keine Rede sein. – Die Krim hat bereits russische Zaren fasziniert. Russlands Präsident Wladimir Putin, der wie seine Vorgänger im Kreml dezidiert in Großmachtkategorien denkt, wird die strategisch überaus wertvolle Halbinsel gewiss im Auge behalten. : »Das Beste haben die russischen Streitkräfte bekommen»

Hat Deutschland einen Zerstörer?

Zerstörer der Bundesmarine – Die ersten sechs Zerstörer Zerstörer 1 bis Zerstörer 6 ( Klasse 119 ) der neu aufgestellten Bundesmarine wurden Ende der 1950er Jahre als Leihgabe von den USA übernommen. Sie waren dort während des Zweiten Weltkriegs als Einheiten der Fletcher -Klasse gebaut worden. Sie wurden in den 1980er Jahren durch Fregatten der Bremen -Klasse ( F122 ) ersetzt. Die Schiffe der Klasse 101/101A ( Hamburg -Klasse), vier in den 1960er Jahren in Dienst gestellte Zerstörer-Neubauten der Hamburger Werft H.C. Stülcken Sohn ( Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern und Hessen ) wurden Anfang der 1990er Jahre durch vier Fregatten der Brandenburg -Klasse ( F123 ) ersetzt.

  • Die drei in den USA gebauten Einheiten der Klasse 103 ( Lütjens -Klasse: Lütjens, Mölders und Rommel ) wurden 1969/70 in Dienst gestellt und waren modifizierte Schiffe der amerikanischen Charles F.
  • Adams -Klasse,
  • Im Jahr 1999 ( Rommel ) bzw.2003 ( Mölders und Lütjens ) wurden sie außer Dienst gestellt.

Ausschlaggebend waren hohe altersbedingte Wartungs- und Betriebskosten, die zum Teil aus den nicht mehr zeitgemäßen Dampfkesselantriebsanlagen und den hohen Kosten für Ersatzteilbeschaffungen resultierten. Die drei Fregatten der 2004–2006 in Dienst gestellten Sachsen -Klasse ( F124 ) ersetzten diese letzten als Zerstörer bezeichneten Schiffe der Deutschen Marine,

Wie viel U-Boote hat Frankreich?

Frankreich erhöht Alarmbereitschaft seiner nuklearen Streitmacht Emmanuel Macron steigt im Juli 2019 im Hafen von Cherbourg aus dem neuen französischen Atom-U-Boot „Suffren». Bild: dpa Insgesamt besitzt Frankreich vier Atom-U-Boote, in der Regel ist davon nur eines im Meer unterwegs.

  1. Derzeit sind es drei.
  2. Das sei ein Signal, sagt ein Militärfachmann.
  3. F rankreich hat die Alarmbereitschaft seiner nuklearen Streitmacht erhöht.
  4. Darauf lässt die Meldung schließen, dass in den vergangenen Tagen drei der insgesamt vier Atom-U-Boote (SNLE) zu Manövern unter See unterwegs waren.
  5. Vermeldet hat dies als erstes die bretonische Regionalzeitung „Telegramme de Brest», die über den besten Beobachtungsposten auf den französischen Marinestützpunkt Ile Longue, eine Landzunge in der Brester Bucht verfügt.

Die renommierte Militärzeitschrift „Air & Cosmos» wies darauf hin, wie ungewöhnlich es ist, dass mehr als ein französisches Atom-U-Boot unter See in Bereitschaft ist. Jedes Atom-U-Boot kann bis 16 Interkontinental-Raketen vom Typ M51 mitführen. Zu Beginn des krieges wurde die Bereitschaft bereits erhöht und es wurden zwei Atom-U-Boote auf Patrouille entsandt.

Der Generalstabschef der französischen Armee, Thierry Burkhard, hat zu den Atom-U-Booten nichts mitgeteilt. Auch Präsident hat sich als Chef der Armee nicht dazu geäußert. Aber beide haben den Artikel der Fachzeitschrift nicht dementieren lassen. Der Verteidigungsfachmann Francois Heisbourg merkte an, dass es Teil der nuklearen Abschreckungsdoktrin sei, diese nicht zu kommentieren.

Das Signal der drei patrouillierenden Atom-U-Boote solle jedoch wahrgenommen werden. Heisbourg war an der Ausarbeitung mehrerer „Weißbücher» zur Verteidigung beteiligt. Frankreichs nukleare Abschreckung ist see- und luftgestützt. Die Anzahl der Atom-U-Boote mit ballistischen Raketen der Force océanique stratégique (FOST) wurde in der Amtszeit von sechs auf vier verringert.

Ihr Heimathafen ist der Marinestützpunkt Ile Longue in der Bretagne. Die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal machte sich bei einer Fernsehdebatte lächerlich, als sie die Zahl nicht nennen konnte. Sie riet damals, „ein, nein zwei, nein sieben». Bis heute erwarten die Franzosen von ihrem Präsidenten oder ihrer Präsidentin, dass sie die Grundlagen der nuklearen Abschreckung beherrschen.

Die Verfassung gibt dem Staatschef die Rolle des Armeechefs. Laut „Air & Cosmos» zählt zu den möglichen Worst-Case-Szenarien im Ukrainekrieg ein konventioneller oder nuklearer Schlag Russlands auf den französischen Marinestützpunkt, der „wenig Vorlaufzeit» lasse.

Deshalb seien die Atom-U-Boote unter See, wo sie nicht auffindbar seien, vor derartigen Überraschungsangriffen geschützt, schreibt die Zeitschrift. Das zeigt auch, wie ernst französische Militärstrategen das Szenario einer Ausweitung des Krieges nehmen. Präsident Macron hat wiederholt bekundet, „wir stehen nicht im Krieg mit Russland».

Aber bereits in seinem Brief an alle Armeeangehörigen ließ er anklingen, dass Putin versucht sein könnte, Zwischenfälle zu provozieren. Der Einsatz der von modernen Radarsystemen nicht detektierbaren Hyperschallraketen „Kinschal» durch Russland wurde als Warnsignal gewertet.

  • Frankreichs Flugzeugträger ist Teil der nuklearen Abschreckung (force aéronavale nucléaire).
  • Er kreuzt derzeit im östlichen Mittelmeer und unterstützt die NATO-Mission zum Schutz Rumäniens.
  • Marinegeneralstabschef Admiral Pierre Vandier hat kürzlich bei einer Pressekonferenz gesagt, dass über mitgeführte nukleare Sprengköpfe nicht kommuniziert werde.

Insgesamt verfügt Frankreich aufgrund verstärkter Abrüstungsbemühungen noch über knapp 300 Atomsprengköpfe. Verteidigungsministerin Florence Parly hat am Donnerstag in einem Kommuniqué den erfolgreichen Test einer modernisierten Mittelstrecken-Luft-Boden-Lenkwaffe vom Typ ASMP-A vermeldet.

  • Die luftgestützte Komponente besteht aus Rafale-Kampfflugzeugen, die über die mit Nukleargefechtskopf bestückte Luft-Boden-Lenkwaffe ASMP-A verfügen.
  • Die Modernisierung der ASMP-A war von Macrons Vorgänger Präsident in Auftrag gegeben worden.
  • Verteidigungsfachleute werteten es als weiteres Signal an Moskau, dass Frankreich über den erfolgreichen Test berichtet hat.

Hollande hatte in seiner Rede zur nuklearen Abschreckung 2015 in Istres Bezug auf die völkerrechtswidrige Annexion der Krim durch Russland genommen. Er betonte damals, dass „Frieden niemals als gesichert erachtet» werden dürfe und „die Möglichkeit eines staatlichen Konflikts, der uns direkt oder indirekt betrifft, nicht ausgeschlossen» sei.

  1. Frankreich lehnt anders als die NATO einen nuklearen Erstschlag ab.
  2. Es verfolgt keine Verteidigungsstrategie mit erweiterter Abschreckung.
  3. Zuletzt hat Präsident Macron aber in seiner Rede vor der Ecole de Guerre in Paris Anfang 2020 angeboten, einen strategischen Dialog mit der Bundesregierung aufzunehmen.

Das Angebot, den Marinestützpunkt Ile Longue zu besichtigen und Manövern als Beobachter beizuwohnen, ist bislang von Berlin unbeantwortet geblieben. : Frankreich erhöht Alarmbereitschaft seiner nuklearen Streitmacht

Hat die DDR U-Boote?

Obwohl die Forschung hierzu klar nachgewiesen hat, dass es in Ostdeutschland zwar Pläne und erste Vorbereitungen zur Schaffung einer eigenen U-Bootwaffe gegeben hat, tauchen immer wieder Gerüchte auf, das diese Vorbereitungen viel weiter gediehen waren, als bisher angenommen.

Vor allem in Internet-Foren melden sich gelegentlich Stimmen, die von ersten Fahrversuchen von ostdeutschen U-Bootbesatzungen auf sowjetischen ex Kriegsmarine U-Booten berichten, andere führen immer wieder das Drängen der Sowjets gegenüber der DDR zur Schaffung einer U-Bootwaffe in Ostdeutschland noch lange nach Aufgabe der ersten Vorbereitungen 1953 an, und die Hebung von zwei U-Booten der Kriegsmarine aus der Ostsee und deren Überführung in ostdeutsche Werften zur angeblichen Instandsetzung muss teilweise als Beweis für die konkrete Einführung von U-Booten in die ostdeutschen Seestreitkräfte herhalten.

Auf der im Frühjahr 2011 in das Netz gestellten Homepage des Deutschen U-Museum finden sich sind zwar Ausführungen zu U-Booten in der DDR, dennoch wollen wir die Fakten noch einmal zusammenfassen, um die Mythen um diesen Teil der Marinegeschichte in Deutschland endgültig als solche zu qualifizieren. Tatsächlich gab es ab Frühjahr 1952 die ersten Pläne der damaligen Führung der DDR, dies in Absprache mit der sowjetischen Führung, im Rahmen des weiteren Aufbaus von umfangreichen Streitkräften der DDR u.a. auch einen „U-Boot-Dienst» zu schaffen. Anfang Mai 1952 wurde im „Planvorschlag für die Entwicklung der Seepolizei der DDR für die Jahre 1952/ 1955″ festgelegt, u.a.

insgesamt 13 U-Boote bis 1955 zu beschaffen und hierfür die notwendige Ausbildungsorganisation und Stützpunkt-Infrastruktur einzurichten. Die erforderliche Umsetzung dieser Pläne geschah zügig. Zur Schaffung der notwendigen Infrastruktur wurde im Saßnitzer Kreidehafen auf Rügen ab Mitte 1952 mit dem Ausbau eines U-Bootstützpunktes begonnen, u.a.

soll eine Fingerpier mit Landanschlüssen entstehen. Bald jedoch wurde ein neues Bauvorhaben für die Aufnahme der späteren U-Boote im Jasmunder Bodden, dem großen Binnengewässer im Nordosten Rügens, gestartet, wo am Ende der Hauptstützpunkt der zukünftigen DDR-Seestreitkräfte entstehen sollte. Der personelle Aufbau zunächst einer Ausbildungsorganisation gestaltete sich schwierig, denn die Suche nach und Ansprache von kriegsgedienten und nicht nationalsozialistisch belasteten, ehemaligen U-Bootfahrer verlief enttäuschend. Es galt, am Ende eine Lehranstalt für die Ausbildung von ca.50 Offizieren in vier Klassen (Kommandantenschüler, Wachoffiziere, Torpedooffiziere und Schiffstechnische Offiziere), 150 Unteroffizieren und 280 Mannschaften zu betreiben.

Tatsächlich lesen sich die Lebensläufe der führenden Offiziere an der späteren Lehranstalt merkwürdig an, keiner von diesem war je auf einem U-Boot der Kriegsmarine gefahren. Der spätere und einzige Leiter der Lehranstalt, Fregattenkapitän Heinrich Jordt, hatte in der Kriegsmarine zuletzt als Maschinenobermaat auf einen Minensucher Dienst getan.

Ende 1952 war es dennoch gelungen, zumindest einen ersten Stamm an zukünftigen Ausbildern zusammenzuziehen und diese auf die Aufnahme der Schüler vorzubereiten, angeleitet u.a. auch durch eine umfangreiche Beratergruppe sowjetischer U-Bootspezialisten.

Mit Befehl Nr.1/53 v.04.01.1953 des Chefs der damaligen Volkspolizei See, Generalinspekteur Waldemar Verner, einem gelernten Schaufensterdekorateur, aber verdienten Kämpfer im kommunistischen Widerstand, begann im Januar 1953 an der ULA der Ausbildungsbetrieb. Im Sommer 1953 wird eine Personalstärke von rund 180 Stammpersonal und rund 480 Lehrgangsteilnehmern gemeldet.

Damit soll nach Infrastruktur und Personal ein Blick auf den dritten Aspekt in der Geschichte von U-Booten in der DDR geworfen werden: Rüstungsplanung und Maßnahmen hierfür. Nach einer halbjährlichen Grundschulung sollte dann die praktische Bordausbildung auf U-Booten erfolgen, die von der Sowjetunion zur Verfügung gestellt werden würden.

Für die Ausbildung der Besatzungen war geplant, ab Sommer 1953 zunächst ehemalige Typ VII U-Boote der Kriegsmarine (genannt werden: U 1057, U 1058, U 1064, U 1231 und U 1305 ) von der Sowjetunion zu übernehmen, die diese 1945 als Kriegsbeute erhalten und seitdem weiterbetrieben hatte. Auch sollten zwei kleinere Küsten-U-Boote aus der Serie M/ XV der „Malyukti»-Klasse von der Sowjetunion übernommen werden.

Zur Vorbereitung des geplanten eigenen U-Bootbauprogramms ab April 1954 von zunächst 14 kleineren, ca.320 to großen U-Booten (nach einem Musterboot im Zweiten Quartal 1954 sollte dann alle drei Monate ein weiteres U-Boot in Bau gehen) auf der Volkswerft in Stralsund wurde im Februar 1953 das vor Warnemünde bei Kriegsende selbst versenkte Typ VII C U-Boot U 1308 gehoben, nach Entschlammung in Rostock aber erst im November 1953 zur Volkswerft nach Stralsund zur Eindockung gebracht. Innenaufnahme nach Bergung von U 1308 und Überführung nach Stralsund (Volkswerft) 1953 Wegen technischer Probleme und dem dahin schon verfügten Ende aller U-Bootpläne in der DDR wurde U 1308 dann aber verschrottet. Ursprünglich geplant war, dieses U-Boot als „Muster-U-Boot» zu vermessen und als konkrete „Blaupause» für die Eigenkonstruktion von U-Booten auf der Volkswerft zu nutzen.

Der im März 1953 gebilligte Schiffbauplan für die Seestreitkräfte der DDR („Erforderliche Maßnahmen für die Durchführung des Marine-Bauprogramms 1954-1956″, rund 200 Kriegsschiffe und 50 Hilfsschiffe) sah nun, anders als bisher geplant, den Bau (Projekt 20 „Stichling») von insgesamt 14 U-Booten mit einer Verdrängung von rund 750 Tonnen vor, also eine etwas kleinere Version des Typ VII C der Kriegsmarine.

Die sich dramatisch verschlechternde wirtschaftliche Lage der DDR und die, nach je 160.000 Flüchtlingen in 1951 und 1952, seit Anfang 1953 unaufhörlich anschwellende Flüchtlingswelle (allein 120.000 von Januar bis April) zwang zu einem Umdenken der DDR-Führung auch für das viel zu ambitionöse Rüstungsprogramm.

So wurde dann am 12. Juni 1953 im Rahmen der verfügten Reduzierung des Personalbestandes der Kasernierten Volkspolizei (KVP) mit der nachgeordneten Volkspolizei-See (VP See) als Vorläufer der „Nationalen Volksarmee/ NVA» und „Volksmarine» die vollständige Schließung der damals mit 768 Mann als Sollstärke angegebenen ULA festgelegt.

Der in der Literatur manchmal genannte Volksaufstand vom 17. Juni 1953 in der DDR ist also nicht das auslösende Ereignis für das Ende der U-Bootwaffe der DDR, mit einiger Sicherheit hat er aber deren Ende für immer besiegelt. Auch die geplante Übernahme von U-Booten aus der Sowjetunion für die Ausbildung kam nie mehr zustande. Konteradmiral Neukirchen, Chef des Stabes der Seestreitkräfte der DDR, bei der Besich-tigung des Schadens am Druckkörper von U 2344, Neptunwerft Rostock 1956 Wie ging es weiter? Offiziell wurde der Lehrbetrieb an der ULA zum 01.07.1953 eingestellt und deren Auflösung zum 01.08.1953 verfügt, das Personal zu anderen Einheiten und Dienststellen der Volkspolizei See versetzt.

Es gibt dann jedoch im Wesentlichen vier Vorgänge, die in der Literatur öfter als Beweis angeführt werden, dass U-Bootpläne in der DDR weiter gehegt wurden. Da wird als Erstes auf eine am 08.04.1953 erschienene Studie verwiesen, die sich mit der „Zweckmäßigkeit» der U-Bootausbildung in der Volkspolizei See befasste.

Tatsächlich scheint sie aber eher eine Bewertung der bis Mitte 1953 erfolgten U-Bootausbildung zu sein, fordert sie doch an keiner Stelle die Wiederaufnahme des Aufbaus einer U-Bootwaffe für die DDR. Zum Zweiten wird auf den Aufbauplan der Seestreitkräfte der DDR 1956 – 1960 v.08.06.1955 verwiesen, der tatsächlich u.a.

die Indienststellung von 6 U-Booten vorsah. Im Folgejahr erlebten die Planungen für U-Boote in Umsetzung dieses 5-Jahresplans zwar Modifizierungen, u.a. sollte die Beschaffung der 6 U-Boote durch eine Kauflösung von je 2 U-Booten zwischen 1958 und 1960 statt einer Eigenproduktion erfolgen, gleichwohl gab es außer der Bereitstellung von geringfügigen Haushaltsmitteln aber keinerlei andere konkrete Maßnahmen zur Implementierung.

Die U-Bootwaffe der DDR dieses Planes hätte bis 1960 damit 6 U-Boote, eine U-Bootschule und einen kleinen Stützpunkt in Saßnitz umfasst, insgesamt mit Stab und U-Bootschülern 476 Mann Personal. Mit der Fortschreibung des Plans werden ab 1957 dann jedoch keine U-Boote mehr aufgeführt und tauchen also solche danach auch nie wieder auf. Zum Dritten kam es im Januar 1955 zur Hebung des am 18.02.1945 nach einer Kollisi-on vor Heiligendamm gesunkenen Typ XXIII U-Bootes der Kriegsmarine U 2344, Das U-Boot wurde zur Neptun-Werft gebracht, um dann aber nach 1957 wegen irreparabler Schäden abgebrochen zu werden.

Die heutigen Erkenntnisse lassen den eindeutigen Schluss zu, dass dieses U-Boot, wenn es denn je fahrtbereit geworden wäre, zur Zieldarstellung für die U-Jagdausbildung der Überwasserstreitkräfte der Volksmarine (die Seestreitkräfte der DDR trugen ab 03.11.1960 den Namen „Volksmarine») vorgesehen und nicht etwa die späte Keimzelle für eine neue U-Bootwaffe der DDR war.

Zum Vierten sind bis zum Ende der DDR wiederholt Äußerungen seitens hochrangiger Sowjets überliefert, die mehr oder weniger direkt die DDR zur Schaffung einer U-Bootwaffe auffordern oder ermuntern. Wie ernsthaft diese angeblichen Forderungen waren oder ob sie nur diplomatisches „Geplänkel» waren, ist nicht weiter zu verfolgen. Ein „Drängen» seitens der Sowjets ist bestenfalls als Randbemerkung bei diplomatischen Treffen erfolgt und sollte eher als unverbindliche Idee eingestuft werden, jedoch niemals als Weisung zur Umsetzung. Zudem sah die taktisch-strategische Einordnung der Seestreitkräfte der DDR im Verbund des Warschauer Paktes nie die Schaffung von U-Booten in der späteren Volksmarine vor, zumal bereits die Baltische Flotte der Sowjetunion und Polen genügend U-Boote betrieben.

Kopenhagen, Wilfried/ Mehl, Hans/ Schäfer, Knut: Die NVA Land-, Luft- und Seestreitkräfte, Motorbuch-Verlag Stuttgart, Februar 2006 Mehl, Hans: Die andere deutsche Marine, Motorbuch-Verlag Stuttgart, März 2004 Schäfer, Knut: DDR-Volksmarine – Kampfschiffe 1949-1990, Motorbuch-Verlag Stuttgart, April 2010 Schlemm, Jürgen: Die U-Bootwaffe der DDR, in: Das Archiv-Jahrbuch 2002 des Freundeskreises Traditionsarchiv U-Boote e.V., S.108-126.

Internet-Foren:

www.forum-marinearchiv.de/smf/index.php?topic=7744.0 www.forum.panzer-archiv.de/viewtopic.php?t=3672 www.lr-online.de/regionen/finsterwalde/Auch-die-DDR-wollte-U-Boote-bauen;art1057,1774143

Text und Bilder: Deutsches U-Boot-Museum

Wie viel U-Boote hat England?

Seit 1998 hat Großbritannien nur noch ein Atomwaffensystem: eine Flotte von vier atombetriebenen U-Booten, die mit je 16 seegestützten Trident II D5 Raketen bestückt werden können. Erlaubt ist jedoch nur der Transport von je 8 Raketen und insgesamt 40 nuklearen Sprengköpfen.

Insgesamt besitzt das Vereinigte Königreich 200 atomare Sprengköpfe, davon 120 einsatzbereit, die bis Mitte 2020 auf 180 reduziert werden sollen. Die Trident-Raketen sind von den USA gemietet. Obwohl die U-Boote in Großbritannien gebaut wurden, kommen auch viele Komponenten und Zielsysteme aus den USA.

Die Sprengköpfe selbst wurden nach US-Design in Großbritannien bei Aldermaston gebaut. Manche wichtige Teile der Sprengköpfe werden allerdings direkt in den USA entwickelt und hergestellt. Die Raketen haben eine Reichweite von 7.400 Kilometern und können somit Russland oder den Nahen Osten erreichen.

Ununterbrochen patrouilliert ein U-Boot im Atlantik, während ein weiteres gewartet wird und die zwei übrigen im Hafen bleiben oder für militärische Übungen vorgesehen sind. Die britische Regierung will Atomwaffen mindestens noch für die nächsten 50 Jahre behalten. Das britische Parlament beschloss im März 2007 eine Erneuerung der Trident-Atomwaffenträger und 2016 wurde in einem weiteren Votum diese Entscheidung bestätigt.

heute journal 20.06.23 Verfassungsschutzbericht, Konsultationen mit China, U-Boot vermisst (english)

Die Atomwaffenträger sollten ursprünglich bis 2028 in Betrieb genommen werden. Im National Security Strategy and Strategic Defence and Security Review von 2015 wurden neue Aufträge der Regierung genannt und die Inbetriebnahme der neuen Atomwaffenträger nach hinten verschoben.

Was ist das modernste U-Boot der Welt?

Die konventionellen, also nicht atomar angetriebenen U-Boote der Klasse 212A sind die modernsten der Welt. Ihre Hauptaufgabe ist es, Ziele sowohl über als auch unter Wasser zu bekämpfen. Diesen Auftrag erfüllen sie entweder allein oder zusammen mit anderen Kampfschiffen, U-Jagd-Hubschraubern und Seefernaufklärern.

  1. Die wichtigsten Nebenaufgaben der Einheiten der U-Boot-Klasse 212A sind die Aufklärung und der Einsatz von Kampfschwimmern.
  2. Im Vergleich zu anderen Unterseebooten sind die deutschen Boote verhältnismäßig klein.
  3. Sie haben eine äußerst geringe Magnet- und Schallsignatur und besitzen eine herausragende Manövrierfähigkeit.

Deshalb lassen sich die U-Boote der Klasse 212A exzellent in geringer Wassertiefe, beispielsweise in der Nordsee und der Ostsee, aber auch vor jeder anderen Küste weltweit einsetzen. „U 34″ in der Ostsee bei der multinationalen NATO-Übung Northern Coasts Bundeswehr/Jonas Weber

Wer hat die stärkste Marine in Europa?

Seemacht Frankreich – Taktgeber für Europa Archiv Frankreich ist Mittelmeermacht und auf allen Weltmeeren präsent. Das ständige Mitglied im Weltsicherheitsrat drängt die Europäer zu mehr Engagement in maritimen Fragen, ohne die eigenen Interessen aus dem Blick zu verlieren. Die EU-Ansätze sind allerdings bescheiden. Von Ursula Welter und Christoph Schäfer | 20.02.2021

Gründlich recherchierte und sorgfältig aufbereitete Analysen: Im «Hintergrund» werden die wichtigsten Themen aus dem In- und Ausland behandelt. Dazu gehören auch besonders relevante wirtschaftliche und soziale Entwicklungen oder prägende gesellschafts- und kulturpolitische Debatten. Die Sendung vermittelt Vorgeschichte und Zusammenhänge, liefert Einblicke und Ausblicke – ein wichtiger Wegweiser in einer immer komplexeren Welt.

Wie Viele U-Boote Hat Deutschland In der Europäischen Union verfügen nach dem Austritt Großbritanniens nur Frankreich und Italien über Flugzeugträger (dpa / AP Images / Christophe Ena) Es stürmt und regnet in Brest an diesem 19. Januar. Emmanuel Macron steht auf dem Marinestützpunkt in der Bretagne unter einem weißen Zeltdach.

Vor ihm die Vertreter der Streitkräfte. Das Meer tobt gleich nebenan. Neujahrswünsche heißen für den französischen Staatspräsidenten: Rückblick auf Geleistetes. Das Prinzip der nuklearen Abschreckung stellte Frankreich auch 2020 nicht infrage. Und dann war da noch der 12. Juni, ein Freitag. Mitten im Corona-Durcheinander ging vor der Küste der Bretagne eine M51 in die Luft, abgefeuert von einem französischen U-Boot.

Eine strategische Waffe, schreiben die Zeitungen nach dem Test, die atomare Sprengköpfe zwischen 8000 und 10.000 Kilometer entfernt ins Ziel bringen könne. Genaue Daten sind geheim, nur der Stolz des Präsidenten ist wirklich öffentlich: Ein Raketentest, der die Leistungsfähigkeit der atomaren U-Boot-Flotte Frankreichs unter Beweis stelle, die Entwicklungsmöglichkeiten der Industrie, die Präzision und Entwicklung ultraresistenter Materialien.7000 Arbeitsplätze in mehr als 400 Unternehmen hingen allein an diesem Zweig, nicht nur Airbus.

  1. Wer Frankreich denke, müsse es auch maritim denken.
  2. Sätze wie diese formte Emmanuel Macron auch Ende 2019 in Montpellier, als er sein maritimes Projekt einmal mehr aufblätterte: Die Meere erforschen und ihr Ökosystem retten, Häfen modernisieren von Le Havre über Dünkirchen bis Marseille.
  3. Ausbau von Flüsiggas-Terminals.

Unterstützung der Fischerei, Seewege sichern, Handelswege frei halten, Kampf gegen Piraten, Anti-Terrorkampf. Für Frankreich seien Meeresfragen in jeder Hinsicht Zukunftsfragen, betonte der Präsident. Und seine Verteidigungsministerin, Florence Parly, unterstrich Mitte Februar in einer Videokonferenz der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik: «Wir müssen Europas Kräfte für umkämpfte Bereiche stärken, ich denke besonders an den maritimen Bereich und an den Cyber-Sektor.» Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Welche Staaten Zugang zum Mittelmeer haben (Deutschlandradio) Die französische Verteidigungsministerin betonte, dass Mächte wie China, Russland, aber auch die Türkei die Spielregeln auf den Weltmeeren gerade für sich beeinflussten. Für Europa aber seien maritime Fragen von großer, strategischer Bedeutung, ökonomisch und sicherheitspolitisch: «Wegen ihrer globalen, geographischen Tragweite für Europa.» Florence Parly ist die Verteidigungsministerin der stärksten maritimen Macht in der EU, seit die Royal Navy draußen ist.

  • Dazu der ständige Sitz im Weltsicherheitsrat, ein Flugzeugträger, atomare U-Boote.
  • Ronja Kempin von der Stiftung Wissenschaft und Politik in Berlin: «Frankreich hat Territorien und damit verbunden eben maritime Gewässer in allen Weltmeeren, mit Ausnahme der Arktis.
  • Frankreich hat tatsächlich die zweitgrößte exklusive Wirtschaftszone der Welt hinter den USA.

Wir reden da von einer Fläche von 11 Millionen Quadratkilometern, auf denen dann tatsächlich auch französisches Recht, französisches Hoheitsrecht gilt. Es hat über 10.000 Kilometer Küste, die es ja letztendlich auch beschützen muss» Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Der Personalstreit beim Pazifischen Inselforum zeige, dass dessen Vision regionaler Zusammenarbeit und Solidarität sehr leicht reißen könne, sagte der Politologe Patrick Köllner im Dlf. Es gelte aber große Herausforderungen zu meistern, vor allem den Klimawandel. Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Frankreichs Überseegebiete (Deutschlandradio) Deshalb sagt Emmanuel Macron. «Das 21. Jahrhundert wird maritim sein»: Es geht dabei nicht nur um Unterseekabel für die Kommunikation, um Gewässerschutz oder Fischereirechte – es geht um geopolitische Machtfragen.

Anschauungsmaterial dafür liefert unter anderem Frankreichs Streit mit der Türkei im östlichen Mittelmeer: Ein Zwischenfall zwischen türkischen Militärschiffen und einer französischen Fregatte während eines Nato-Manövers, die Gas-Bohrungen der Türken vor der Küste Griechenland hatten Frankreichs Marine in Alarmzustand versetzt.

Umso demonstrativer suchte Paris im Herbst den Schulterschluss mit den Südländern, den Griechen, Italienern, Spaniern, Zyprern, Portugiesen und mit Malta. Der NATO-Staat Türkei, jedenfalls, so Macron, sei kein Partner mehr in der Region. Das französische Drängen auf eine Strategie für den Mittelmeerraum ist nicht neu.

Dieser Teil der Geschichte beginnt allerdings mit einer Niederlage, wir schreiben das Jahr 2007: Der spätere Staatspräsident, der Konservative, Nicolas Sarkozy, sagt, es ist Zeit zu handeln, Schluss mit Reden und fordert eine Mittelmeerunion. Der euro-mediterrane Dialog, den die Europäische Union Mitte der 90er Jahre mit dem sogenannten «Barcelona-Prozess» in Gang gesetzt habe, dieser Dialog sei gescheitert.

Sarkozys Mittelmeerunion sollte nun vieles zugleich leisten: Offen sein für die Staaten Nordafrikas, nicht zuletzt für die ehemalige Kolonie Algerien, offen auch für die Türkei, die Sarkozy nicht als Vollmitglied in der EU sah. Eine Union, die den Nahost-Konflikt befrieden soll.

Ein Ort, an dem Migration, Umweltfragen, Reinigung des Meeres, Handel und Sicherheit zum gemeinsamen Anliegen werden. Aber mit der Konstruktion, die Sarkozy vorschwebte, stieß er auf Widerstand bei den EU-Nachbarn, zumal in Deutschland. Sarkozys Mittelmeerunion sollte von den EU-Anrainerstaaten getragen werden, war aber gedacht als Gebilde außerhalb der EU-Institutionen.

Berlin, namentlich Angela Merkel, stemmte sich gegen das institutionelle Paralelleuniversum, das Sarkozy vorschwebte. Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Die großen außenpolitischen Fragen spielen sich zunehmend auf den Weltmeeren ab. Ein großer Player ist die Seemacht Frankreich, die stärkste in Europa. Welche Chancen und Probleme Frankreich als maritime Großmacht für die EU bringt, erklärt Ronja Kempin von der Stiftung Wissenschaft und Politik.

  • Am Ende stand ein Kompromiss.2008 wurde die «Union für das Mittelmeer» geschaffen, die mit der «Mittelmeerunion» in der Vorstellung des französischen Staatspräsidenten nicht mehr viel zu tun hatte.
  • Alle EU-Staaten, auch die Nord-und Ost-Europäer wurden mit ins Boot geholt, Sarkozy durfte mit dem ägyptischen Präsidenten Mubarak den ersten Vorsitz übernehmen, und ließ sich am 13.

Juli 2008 feiern, weil er bei der Eröffnungsveranstaltung den Präsidenten Israels und den Chef der Palästinenserbehörde zum Handshake zusammenbrachte. Aber. Viele Feigenblätter, gemessen am Anspruch Frankreichs. Und nicht nur Paris war enttäuscht, der algerische Außenminister beklagte damals: Das sei nicht mehr das Projekt, um das es ursprünglich gegangen sei, wer sei jetzt der Ansprechpartner? Paris? Brüssel? Sarkozy wurde zuweilen belächelt für sein frühes Scheitern in einem großen Anliegen.

Aber ging es hier um ihn? Oder ging es nicht vielmehr um eine viel ältere Geschichte, die uns bis heute begegnet, auch unter einem Präsidenten Emmanuel Macron? Anruf beim Soziologen und Historiker Wolf Lepenies, Autor des Buches «Die Macht am Mittelmeer, Französische Träume von einem anderen Europa».

«Der Grund für das Ganze ist, dass mit dem Beitritt der Osteuropäer 2004 das deutsche Gewicht in der EU eben übermächtig wird. () die Angst vor der Osterweiterung, die dann Frankreich beschneiden würde in seinen Ambitionen, die haben wir ja schon bei Mitterand.

Nur Sarkozy macht eben daraus einen richtigen Plan» Was aber ist das französische Selbstverständnis als Mittelmeer-Anrainer? «Mare nostrum ist eigentlich eine italienische Vorstellung, also, dass das Mittelmeer unser Meer ist, das sagen eigentlich die Italiener. Die Franzosen sagen eher, das Mittelmeer gehört uns allen, aber wir sind die Führungsmacht in dieser Gruppierung der Mittelmeervölker.» In jedem Fall sei das Mittelmeer als Verbindungspunkt in Europa eine durchgehende Idee französischer Denker, sagt der Historiker Lepenies.

Entsprechend groß war die Enttäuschung über die lahmende Politik der Europäer. Und es sollte sich herausstellen, dass die europäischen Impulse für das Mittelmeer selbst erlahmen – woran Frankreich nicht ganz unschuldig war. Annette Juenemann von der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg.

  • Frankreich hat seit Entstehung des Barcelona-Prozesses immer Wert daraufgelegt, dass die europäische Mittelmeer-Politik, die nationale Mittelmeer-Politik nicht stören darf.» Dies sei auf Frankreichs enge Beziehungen zu seinen ehemaligen Kolonien im Mittelmeerraum zurückzuführen.
  • Lange Zeit habe Paris einen normativen Ansatz der EU, die in der Region demokratisieren wollte, allenfalls zögernd mitgetragen und stattdessen die schützende Hand selbst über autoritäre Regime gelegt, wie zu Beginn des Arabischen Frühlings in Tunesien.

Nationale Interessen in der Region sind allerdings nicht der einzige Grund, warum es nach 25 Jahren um den Barcelona-Prozess ruhig geworden ist, sagt Juenemann: «Der ist mit der Union für das Mittelmeer verschmolzen und gemeinsam mit der südlichen Nachbarschaftspolitik der EU ist das der Rahmen. Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Blutige Kämpfe, mehr als eine Million Tote, Vertreibung, Elend, Angst: Der Syrienkrieg währt fast zehn Jahre und kennt viele Opfer. Der Kampf des Assad-Regimes gegen die eigene Bevölkerung wurde zu einem internationalen Stellvertreterkrieg. Nun gehen Diplomaten in Genf abermals in Friedensgespräche.

Das erste was implodiert ist, ist der Nahost-Friedensprozess. Damit hatte man schon mal Partnerstaaten in diesem Konstrukt, die im Grunde verfeindet sind. Egal, worüber man sprechen wollte, man ist immer über diesen Konflikt gestolpert.9/11 als ganz schwere Zäsur. Wo man auf europäischer Seite wieder diese sicherheitspolitischen Aspekte in den Vordergrund gerückt hat.» Die Politologin unterstreicht, dass das Mittelmeer aber eben auch Raum für wirtschaftlichen und kulturellen Austausch ist, in dieser Hinsicht könnte die europäische Mittelmeer-Politik neue Impulse gut gebrauchen.

«Ich sehe natürlich auch weitere Ansatzpunkte, wie jetzt bei der Pandemiebekämpfung. Aber eben auch beispielsweise die Förderung von Handel, Beschäftigung und Investition in der gesamten Region.» Ergänzt der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter. Er führt die Bundestags-Delegation an, die sich im Rahmen der Mittelmeerunion mit Parlamentariern anderer Staaten regelmäßig austauscht.

Dieses Gremium sei aber, Zitat: «unterausgestattet», es fehle ein exekutiver Arm, damit aus Worten auch Regierungshandeln werde. Dennoch: Die Mittelmeerpolitik der Europäer gelangt an vielen Stellen immer stärker ins Bewusstsein. Nicht nur durch den französischen Einfluss, aber auch. Die EU hat das Thema auf dem Zettel, Ratspräsident Charles Michel hat den Aspekt südliche Nachbarschaft für den 25.

Februar auf die Tagesordnung gesetzt, die EU-Kommission hat vor kurzem eine Agenda für den Mittelmeerraum vorgestellt – angelehnt an den Barcelona-Prozess. Nach Angaben der EU-Kommission sind bis 2027 mindestens sieben Milliarden Euro im europäischen Nachbarschaftsprogramm NDICI vorgesehen.

Wie hoch die Summe letztlich sein wird, darüber wird noch verhandelt. Bis 2020 hatte Brüssel für sein Europäisches Nachbarschaftsprogramm 11,3 Milliarden Euro eingestellt. Die EU-Kommission hofft, in dem kommenden Jahrzehnt mit ihren Geldern öffentliche und private Investitionen in Höhe von bis zu 30 Milliarden Euro in der Region anzustoßen.

Der EU-Kommissar für europäische Nachbarschaftspolitik ist Olivier Várhelyi, er sagt: «Die Sicherheit ist schon seit langer Zeit ein Problem. Terrorismus, Organisiertes Verbrechen, illegale Migration, dazu gehören auch die Schmuggelbanden. Es ist uns gelungen mit unseren südlichen Nachbarn und Partnern zu einer Eineigung zu gelangen und zwar, dass es im gemeinsamen Verständnis ist, die Region zu stabilisieren, wir werden unseren Beitrag dazu leisten – wir möchten gemeinsam die Region stabilisieren.» Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Der EU-Grenzschutzagentur Frontex wird vorgeworfen, an illegalen Pushbacks beteiligt zu sein. In mehreren Fällen soll sie davon gewusst haben, dass die griechische Küstenwache Flüchtlinge auf dem Mittelmeer abdrängte. Die Aufarbeitung läuft nur schleppend.

Dazu dient auch die maritime Mission «Irini» zur Kontrolle des Waffenembargos gegen Libyen. Das Mandat läuft am 31. März aus, die EU betont, sie sei an einer langfristigen Stabilisierung des Landes interessiert, zum Nutzen der gesamten Region. Aber, so unterstreicht der CDU-Außenpolitiker Kiesewetter, auch an «Irini» zeigten sich Grenzen europäischer Ansätze: «Die gegenwärtige Operation Irini, die also eine EU-Operation im Mittelmeerraum ist, um den Waffenschmuggel in Libyen zu begrenzen, Migration zu begrenzen, aber auch die Ausbildung der libyschen Küstenwache zu erhalten, hat einen sehr starken Fokus auf die Unterstützungslinien der international anerkannten Regierung.

Die unterstützt aber Frankreich nicht. Sondern Italien und die Bundesregierung.» Und über das Mittelmeer hinaus zeigt Roderich Kiesewetter Grenzen gemeinsamer maritimer Projekte auf: Das Mitglied in der deutsch-französischen parlamentarischen Versammlung sagt: «Es gab ja noch ein weiteres, dass man mit Frankreich und Großbritannien Marine-Präsenz im Indopazifik zeigt, auch um China zu zeigen, dass die Europäer dort ein Interesse haben.

  • Aber das funktioniert ja nicht, aus eigenen, auch nationalen Gründen.» Denn, so Kieswetter, es herrsche auch innerhalb der Bundesregierung keine Einigkeit darüber, wie weit Präsenz und Stärke gegenüber China im indo-pazifischen Raum demonstriert werden sollte.
  • Die französische Verteidigungsministerin sagt im online-panel der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik: «Ja, Deutschland hat seine eigenen indo-pazifischen Leitlinien formuliert, das ist eine gute Nachricht.

Frankreich hat seine eigene Strategie. Jetzt kommt es darauf an, eine europäische Linie zu finden.» Es sei klar, dass Europas Sicherheit mehr und mehr im indo-pazifischen Raum spiele, für Frankreich mit seinen Überseeterritorium sei das nicht neu, aber für die europäischen Partner, wie Deutschland, sehr wohl und die Aufmerksamkeit wachse. Wie Viele U-Boote Hat Deutschland Die Beziehungen zwischen China und den USA sind so schlecht wie seit 40 Jahren nicht mehr. Auf zahlreichen Feldern stehen die beiden Mächte als Konkurrenten gegenüber, die aggressive Rhetorik nimmt zu. Trotz Regierungswechsel im Weißen Haus wird sich daran nicht viel ändern.

Wenn Macron vom maritimen Jahrhundert spricht, hat er aber nicht nur die Außenpolitik im Sinn. Die Opposition in Frankreich fordert schon lange mehr Konzentration auf das Thema. Von links außen drängt ein Jean-Luc Mélenchon, von rechts außen Marine Le Pen, deren Wähler in den alten Werft- und Hafenregionen sitzen, dort, wo die Globalisierungskonkurrenz ihren Preis gefordert hat.

Immer noch hängen mehr als vierzigtausend Arbeitsplätze an der Werftenindustrie, am Schiffbau, ob zivil oder militärisch, an der Fischerei. Ein eigens eingerichtetes «Ministerium für das Meer», das es 20 Jahre lang nicht gab, kümmert sich nun wieder um die maritimen Fragen.

Der Soziologe Wolf Lepenies wagt die Prognose, dass auch die Südorientierung Frankreichs mit dem Ende der Pandemie wieder ganz oben auf der Tagesordnung landet: «Es gab eine neue Südorientierung bei Macron, die ist jetzt erstmal auf Eis gelegt, durch die Pandemie, ich würde aber mich trauen vorauszusagen, dass, falls wir durch diese Krise kommen, dann taucht diese maritime Orientierung Frankreichs nach Süden hin wieder verstärkt auf, egal ob der nächste Präsident auch Macron heißen wird oder nicht.» Bis das entschieden ist, setzt Macron jedenfalls auf die maritime Karte, wie hier in Montpellier, das Meer vor der Tür: «Vive la France maritime.» Der Hintergrund «Seemacht Frankreich – Taktgeber für Europa» ist Teil einer Serie von Beiträgen im Deutschlandfunk zum Thema «Maritime Machtspiele».

: Seemacht Frankreich – Taktgeber für Europa

Wie viel U-Boote hat Japan?

Weitere U-Boote werden gebaut – Etwa 150 Personen, darunter Verteidigungsminister Nobuo Kishi und MSDF-Stabschef Hiroshi Yamamura, nahmen an der Zeremonie teil, die in der Kobe-Werft des größten japanischen Herstellers von Verteidigungsausrüstung in der Präfektur Hyogo stattfand.

Wie viel U-Boote hat Schweden?

Boote – Drei U-Boote der Gotland -Klasse sind momentan im Dienst der Schwedischen Marine :

  • Gotland (von 2005 bis 2007 im gemeinsamen Training mit der United States Navy )
  • Uppland
  • Halland

Hat Dänemark U-Boote?

Nach dem Ende des Kalten Krieges hat Dänemark seine U-Boot-Flotte und andere Kapazitäten der Marine abgebaut. Nun wünscht es sich bessere Möglichkeiten zur Kontrolle seiner Meeresgebiete zurück, vor allem in den weitläufigen Gebieten der Arktis. Doch schnell geht das nicht.

Wie viele U-Boote hat die Royal Navy?

Zwei Entwicklungen hätten den Personalengpass hervorgebracht: Zum einen würden die mit Nuklearwaffen erfahrenen U-Boot-Fahrer verstärkt von der zivilen Atomindustrie abgeworben. Zum anderen würden diejenigen, die in der Marine blieben, auf immer längere Touren entsendet – dadurch sinke die Attraktivität des Jobs.

Zwar verfügt die Royal Navy über 5000 U-Boot-Fahrer. Doch zuletzt hatten viele von ihnen Touren hinter sich, auf denen sie länger als vier Monate unter Wasser gewesen seien, berichtet der «Telegraph». Das mache es immer schwieriger, Rekruten anzuwerben. «Der Mangel an erfahrenen Leuten wird bis ins kommende Jahrzehnt anhalten», heißt es in dem Bericht des Ministeriums.

Es bestehe das Risiko, dass die Navy nicht genügend qualifiziertes und erfahrenes Personal für die U-Boot -Flotte habe. Nun wolle die Marine versuchen, die «Lebensqualität» ihrer U-Boot-Fahrer zu verbessern. Die Marine Großbritanniens verfügt über sechs Angriffsboote und vier Vanguard-Boote, die mit der Atomwaffe «Trident» bestückt sind.

Wegen des Personalengpasses könnten die Boote gezwungen sein, im Hafen zu bleiben. Könnten nicht genügend qualifizierte U-Boot-Fahrer eingesetzt werden, könne man das nukleare Verteidigungsprogramm nicht aufrechterhalten, heißt es in dem Bericht. Laut dem britischen Verteidigungsministerium sinkt auch die Zahl der Ingenieure in den kommenden drei Jahren um 15 Prozent, was die Personalsorgen der Marine noch verstärke.

Dennoch gab sich ein Sprecher gelassen: «Der Bericht zeigt, dass die Royal Navy genügend Manpower für ihre U-Boote hat und wir sind zuversichtlich, dass das so bleiben wird.»

Wie viele U-Boote sind unterwegs?

Russisches Boot der Delta-IV-Klasse Amerikanisches SSBN der Ohio-Klasse Französische Redoutable als Museumsschiff U-Boote mit ballistischen Raketen oder strategische Unterseeboote sind U-Boote, die dafür ausgelegt sind, ballistische Raketen, speziell Submarine-launched ballistic missiles (SLBM), mitführen und abschießen zu können.

Von Anfang an waren dafür in erster Linie Atom-U-Boote (in diesem Fall englisch ship submersible ballistic nuclear oder kurz SSBN, französisch sous-marin nucléaire lanceur d’engins oder kurz SNLE genannt) vorgesehen. Herkömmlich angetriebene Raketen-U-Boote ( englisch ship submersible ballistic (SSB), französisch sous-marins lanceurs d’engins balistiques ) bilden die Ausnahme zu den Raketen-U-Booten mit Nuklearantrieb,1944 experimentierte die deutsche Kriegsmarine mit U-Boot-gestützten ballistischen Raketen.1955 stellte die sowjetische Marine ihr erstes U-Boot mit ballistischen Raketen in Dienst.

Um 1960 begann in der Sowjetunion und den USA die Serienfertigung strategischer U-Boote. Im Kalten Krieg entwickelten sie sich zu einem wichtigen Bestandteil der nuklearen Abschreckung, denn bei einem Erstschlag der jeweiligen Feindseite wären U-Boote nur schwer auszumachen und zu zerstören und daher – soweit ein reaktionsfähiges Führungssystem (C³) noch vorhanden ist – in der Lage, Vergeltungsschläge auszuführen.

Diese U-Boote sind in der Lage, Raketen dicht an die feindliche Küste heranzutragen und so die Abwehr- und Reaktionsmöglichkeiten des Gegners zu reduzieren. Alle Staaten, die während des Kalten Krieges Atom-U-Boote mit ballistischen Interkontinentalraketen in Dienst stellten, verfügen bis heute über diese Waffensysteme.

Das sind neben den USA und Russland als Nachfolgemacht der Sowjetunion Großbritannien, Frankreich und China, Indien stellte 2016 sein erstes SSBN in Dienst, China und Russland bauen weitere SSBN, Großbritannien plant den Bau neuer Boote in den 2020er Jahren.

  1. Nordkorea soll zwischen 2012 und 2015 ein SSB in Dienst gestellt haben.
  2. Derzeit stehen weltweit mehr als 30 U-Boote mit ballistischen Raketen in Dienst, die alle nuklear getrieben sind.
  3. Sie sind bis zu 170 Meter lang und verdrängen regelmäßig über 15.000 Tonnen.
  4. Jedes dieser U-Boote trägt bis zu 24 ballistische Raketen, von denen jede wiederum bis zu zwölf unabhängig zielbare nukleare Sprengköpfe befördern kann.

Dabei handelt es sich um Wasserstoffbomben, Die Sprengkraft jedes einzelnen Gefechtskopfes liegt heute in der Regel bei über 100 Kilotonnen TNT-Äquivalent, die 1945 über Hiroshima abgeworfenen Bombe Little Boy hatte im Vergleich dazu rund 13 kT.1987, während des Kalten Krieges, waren rund 130 Raketen-U-Boote aktiv, darunter auf sowjetischer Seite rund 15 konventionell angetriebene Einheiten.

Wer hat das modernste U-Boot der Welt?

Russland: Sewerodwinsk Jasen-Klasse – Bei der Nato wird die Klasse unter dem Codenamen Graney geführt: Die Sewerodwinsk der Jasen-Klasse ist mit Lenkwaffen bestückt und wird beispielsweise zur Vernichtung von Flugzeugträgern eingesetzt. Mit einer Besatzung von 90 Mann, einer Spitzengeschwindigkeit von 31 Knoten und einer maximalen Tauchtiefe von 600 Metern ist es das neueste russische Atom-U-Boot.

Wie viele Zerstörer hat die Deutschland?

Nato verliert Vertrauen: Deutsche Marine ist auf Grund gelaufen D ie hat zu wenige Schiffe für die Aufgaben, die sie von der Politik erhält. Es reichen zwei parallel laufende Einsätze, so wie es sie derzeit in der Ägäis und vor Libyen noch gibt, und die Marine ist an der Grenze ihrer Kapazität.

Die Folge ist, dass Deutschland keine Fregatten in die vier Ständigen Einsatzverbände der Nato schicken kann. In einer Zeit, in der Russland die Nato herausfordert, führt das in der Allianz zu Zweifeln an Deutschlands Bündnisfähigkeit. In der Nato, sagt ein ranghoher Marine-Offizier, sei das Vertrauen in die Fähigkeiten der deutschen Seestreitkräfte zuletzt deutlich gesunken.

Die Knappheit der Mittel ist auch ein Grund dafür, dass die Bundeswehr bald kein Schiff mehr in die „Sophia»-Mission vor der libyschen Küste schicken wird. Um zu verstehen, wie es dazu kommen konnte, hilft ein Blick zurück. Nach dem Ende des Ost-West-Konflikts verlor die Marine zwei Drittel ihrer Schiffe und Boote.

Von einst 15 Fregatten und Zerstörern sind neun geblieben, wobei ein Schiff in diesem Jahr außer Dienst gestellt werden soll. Die Fregatten sind das Rückgrat der Seestreitkräfte. Sie können U-Boote, Überwasserschiffe und Bedrohungen aus der Luft bekämpfen. Die meisten von ihnen sind schon mehr als 20 Jahre alt und reparaturfällig.

Doch auch mit den neueren Schiffen gibt es immer wieder Probleme. Im vergangenen Jahr ereignete sich ein folgenschwerer Unfall auf der 15 Jahre alten „Sachsen». Ein Flugkörper zündete zwar, startete aber nicht und brannte an Bord aus. Die drei Fregatten des Typs F-124, zu dem die „Sachsen» gehört, stehen daher nur eingeschränkt zur Verfügung.

  1. Die Marine-Schiffe wurden in den vergangenen drei Jahrzehnten in Missionen geschickt, für die sie nicht konzipiert waren.
  2. Einsätze gegen Piraten am Horn von Afrika, der Unifil-Einsatz vor der Küste des Libanons, aber auch die seit 2015 laufenden Missionen in der Ägäis und vor der Küste Libyens infolge der Flüchtlingskrise haben vor allem die hochbelasteten Fregatten verschlissen.

Sie mussten häufiger als erwartet zur Überholung in die Werft. Als besonders nachteilig erweist sich inzwischen auch die jahrzehntelang praktizierte Philosophie der Marine. Danach hat ein Schiff seine eigene Besatzung. Seit einigen Jahren verlangen aber die Europäische Arbeitszeitverordnung und die von Verteidigungsministerin (CDU) geforderte bessere Vereinbarkeit von Familie und Dienst eine strikte Begrenzung der Zeit, die Marine-Soldaten auf See verbringen.

  • Ein Soldat soll länger als sechs Monate von zu Hause fort sein.
  • Weil bei einem Einsatz wie der Mission „Sophia» aber der gut zweiwöchige Transfer vom Heimathafen Wilhelmshaven ins Mittelmeer mitgerechnet werden muss, hat das zur Folge, dass, auf das Jahr gesehen, drei Schiffe einschließlich Besatzung verfügbar sein müssen.

Damit binden die beiden Missionen in der Ägäis und vor der Küste Libyens jedes Jahr sechs Schiffe der Bundeswehr. Aus diesem Grund kann die Marine seit geraumer Zeit kein Schiff mehr in die Anti-Piraterie-Mission vor Somalia entsenden. Vor allem aber ist sie nicht mehr in der Lage, Fregatten in die maritimen Verbände der Nato abzustellen.

Nach der russischen Intervention in der Ukraine im Frühjahr 2014 hat die westliche Militärallianz auch auf See wieder ihre Präsenz erhöht. Nach Jahrzehnten der Stabilisierungseinsätze, bei denen höchstens mal ein Piratenboot am Horn von Afrika versenkt wurde, wird von der Marine nun wieder das Gefecht über und unter See gefordert.

Doch das erfordert genügend Schiffe – und einsatzfähige Besatzungen. Wie es aussieht, wird beides nicht so bald zur Verfügung stehen. Und das ist nicht zuletzt die Schuld der Marine selbst. : Nato verliert Vertrauen: Deutsche Marine ist auf Grund gelaufen

Wie viele erhaltene deutsche U-Boote aus dem Zweiten Weltkrieg gibt es noch?

U-Boot – Deutsche WK-II U-Boote, die noch heute exisitieren 1169 U-Boote wurden von der Deutschen Kriegsmarine während des zweiten Weltkrieges in Dienst gestellt und bei Kriegsende befanden sich noch mehrere Dutzend halbfertig auf den Werften oder in der Endausrüstung bzw.

  1. Erprobung.
  2. Nach dem Kriege versenkten sich ein grosser Teil auf das geheime hin selbst, viele weitere Boote wurden 1945-1946 von den Briten in der versenkt, nur eine Handvoll wurde als Kriegsbeute unter den Siegern aufgeteilt, dienten dort noch einige Jahre als Versuchsboote oder wurden in die dortigen Kriegsmarinen übernommen; einige Typ XXI und XXIII-Boote sogar bis in die 70er Jahre.

Doch dann wurden auch sie verschrottet oder versenkt. Von den großen Typen der Deutschen WK-II U-Boote existieren heute nur noch 4 Stück als halbwegs intakte Museumsboote, ein weiteres, U-534, wurde als Wrack gehoben und in seinem Bergungszustand belassen.

Hier nun die «letzten ihrer Art»: Das letzte VIIC-U-Boot, das heute noch existiert, ist U-995 in Laboe. U-995 war auch meine erste Begegnung «der dritten Art» mit einem Deutschen WK-II U-Boot. Nach dem Krieg von der norwegischen Marine als Schulungsboot und Küstenschutzboot übernommen, wurde es am 2. Oktober 1971 nach Restaurierung offiziell der Deutschen Regierung als Versöhnungsgeschenk zurückgegeben und ist heute vor dem Marine-Ehrenmal in Laboe zu bewundern.

U-995 ist immer einen Besuch wert! Wer die Geschichte von U-995 in allen Einzelheiten erfahren will, sollte sich das Buch «U-995 – Das U-Boot vor dem Marine-Ehrenmal in Laboe» von Eckard Wetzel durchlesen. Bild: U-995 während der Restauration in Kiel. Am Bug der Sonardom (Balkongerät), den die U-Boote gegen Kriegsende bekamen. Am Turm deutlich zu erkennen: Der aufgeklappte Schnorchelmast. Bildquelle: Buch, «U-995 – Das U-Boot vor dem Marine-Ehrenmal in Laboe» von Eckard Wetzel, Karl Müller-Verlag, 1996. U-2540 wurde am 24.02.1945 in Dienst gestellt, nahm aber nicht mehr an Kriegshandlungen teil. Auf das Geheime Stichwort «Regenbogen» hin wurde U-2540 am 04.05.1945 vom Kommandanten Oblt. Rudolf Schulze selbstversenkt.1957 gehoben und wiederhergerichtet, ging U-2540, nun als «U-Wilhelm Bauer» ab 1.

September 1960 für die Bundesmarine wieder auf Fahrt.1984 schließlich ging U-2540 als Museumsboot im Bremerhavener Schiffahrtsmuseum vor Anker. Auch U-2540 ist das letzte seiner Art: Das letzte exestierende Boot vom großen Typ XXI. Der große Typ XXI war einer der letzten Typen der Deutschen U-Boot-Flotte und seiner Zeit weit voraus: Viele Fachleute sind heute der Meinung, daß, wenn dieser Typ nur 1 Jahr früher verfügbar gewesen wäre oder der Krieg nur 1 Jahr länger gedauert hätte, er für die Geleitzüge, «U-boat Hunter/Killer-Groups» und Eskorten gefährlicher als die alten Typen in den Jahren 1939-41 gewesen wäre.

Dem faktisch schon längst verlorenen Krieg hätte er aber auch keine Wendung mehr geben können. Am 24.05.1941 in Dienst gestellt, wurde U-505, ein Typ IXC-Boot unter dem Kommando von Oblt. Harald Lange, nach der Verfolgung durch US-Zerstörer und dem Flugzeugträger «Guadalcanal» am 4. Juni 1944 von der US-Navy gekapert. Bis 1953 wurde U-505, nun als «USS Nemo» von den Amerikanern als Test-U-Boot verwendet und ab 1954 im «Museum of Science & Industry» in Chicago ausgestellt. Bild: Das «Ende» von U-505. Nach einer langen und aufwendigen «Hetzjagd» zieht die US-Navy dem schwer beschädigten «grauen Wolf das Fell über die Ohren.» Bildquelle: Buch, «Geschichte des U-Bootkrieges 1939/1945» von Leonce Peillard. Nach dem I. Weltkrieg war es Deutschland verboten, U-Boote zu bauen oder zu besitzen. U-Vesikko ist ein heimlich in Finnland gebauter Prototyp der späteren IIA-Typen.1959 wurde U-Vesikko in ein Militär-Museum umgewandelt und ist heute in Suomenlinna in Finnland zu besichtigen. U-Vesikko ist der wohl älteste Deutsche WK-II U-Boot-Typ, der heute noch existiert. U-534 (Typ IXC) ist neben U-2540 das bisher einzige Deutsche WK-II U-Boot, das vom «Meeresgrund zurückgekehrt» ist und heute noch existiert. Am 05.05.1945 im Kattegat durch gegnerische Flugzeuge versenkt, wurde es 1993 von einem Team unter der Führung von Lars Sunn Pederson und Age Jenssen gehoben und vom «Warship Preservation Trust» übernommen. U-534 wurde möglichst weit im Originalzustand belassen, den das Boot nach über 50 Jahren unter Wasser aufweist. Die Verkleidung des Turmes wurde allerdings restauriert. Bildquelle: Copyright © 1999 by Maurice Laarman. Seite Erstellt: 01.03.1997 Seite Editiert: 02.09.2004 : U-Boot – Deutsche WK-II U-Boote, die noch heute exisitieren