Wie Viele StudiengNge Gibt Es?

Wie Viele StudiengNge Gibt Es
Im Wintersemester 2021/2022 bieten die deutschen Hochschulen 20.951 Studiengänge an. Davon sind 9.392 Bachelor- und 9.880 Masterstudiengänge, 1.298 solche mit staatlichem und kirchlichem Abschluss sowie 381 „Übrige’.92 % aller Studiengänge führen zu den Abschlüssen Bachelor und Master.

Wie viele grundständige Studiengänge gibt es in Deutschland?

Laut Hochschulrektorenkonferenz (HRK) gab es im Wintersemester 2022/2023 in Deutschland insgesamt 11.203 grundständige Studiengänge.

Wie viele Studiengänge gibt es in Deutschland 2023?

Insgesamt gab es im Wintersemester 2022/2023 an den Hochschulen in Deutschland 21.438 Studiengänge, davon waren 9.648 Bachelor- und 10.068 Masterstudiengänge.

Was wird in Deutschland am meisten studiert?

Hochschule 02.05.2023 Lesezeit 1 Min. Lesezeit 1 Min. Die knapp drei Millionen Studierenden in Deutschland haben so viele Studiengänge zur Auswahl wie noch nie. Dennoch entscheiden sich die meisten nach wie vor für einen Studienklassiker. Kernaussagen in Kürze:

An deutschen Hochschulen werden rund 9.400 Bachelor-Studiengänge angeboten. Zu den beliebtesten Studienfächern zählen neben der Betriebswirtschaftslehre auch Informatik und Jura. Frauen studieren nach BWL am häufigsten Psychologie, Rechtswissenschaften, Medizin und Soziale Arbeit. Bei den Männern stehen neben BWL vor allem MINT-Fächer hoch im Kurs.

Zur detaillierten Fassung Mit rund 9.400 Bachelor-Studiengängen hatten junge Leute im Wintersemester 2021/2022 so viele Auswahlmöglichkeiten an deutschen Hochschulen wie nie zuvor. Allein in den vergangenen zehn Jahren ist die Zahl der Studienangebote um mehr als ein Drittel gestiegen. Am zweitstärksten besetzt ist Informatik mit rund 138.400 Studierenden, gefolgt von Jura mit knapp 118.700. Medizin und Psychologie liegen mit jeweils gut 105.000 Immatrikulierten auf den Plätzen vier und fünf – obwohl es nur begrenzte Plätze gibt und die Universitäten oft eine sehr gute Abiturnote voraussetzen.

Männer und Frauen unterscheiden sich deutlich in ihrer Fächerwahl. Frauen studieren nach BWL am häufigsten Psychologie, Rechtswissenschaften, Medizin und Soziale Arbeit. Bei den Männern stehen neben BWL vor allem MINT-Fächer wie Informatik, Maschinenbau oder Elektrotechnik hoch im Kurs. Die meisten Studierenden waren im Wintersemester 2021/2022 in BWL eingeschrieben, gefolgt von Informatik und Jura.

Einige wenige der knapp drei Millionen Studierenden in Deutschland können sich jedoch auch für weniger mainstreamige Fächer begeistern: Rhythmik studierten im Wintersemester 2021/22 genau 23 Personen, in Baltistik waren zehn Studierende eingeschrieben, in Südslawisch sieben und in Kaukasistik, der Wissenschaft der kaukasischen Sprachen, vier.

Was ist am besten zu studieren?

Die beliebtesten Studiengänge

Platzierung Frauen Männer
1 Betriebswirtschaftslehre Betriebswirtschaftslehre
2 Germanistik Maschinenbau
3 Medizin Informatik
4 Jura Elektrotechnik

Was bringt einem Studieren?

2. Studieren lohnt sich, weil Akademiker am wenigsten häufig von Arbeitslosigkeit betroffen sind – Ein Studium schützt mit ziemlicher Sicherheit davor, arbeitslos zu werden. Das bedeutet: Je geringer der Bildungsgrad, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass Du im Laufe Deines Berufslebens (längerfristig) arbeitslos wirst.

  • Die Akademiker-Arbeitslosenquote entspricht mit 2,2 Prozent Vollbeschäftigung.
  • Die Zahl der gemeldeten Stellenangebote erreichte mit 201.000 Zugängen im Laufe des Jahres 2018 einen Rekordwert.
  • Es gibt sogar Engpässe bei der Stellenbesetzung.
  • Das betrifft vor allem IT-Berufe und den medizinschen Bereich.

In Ingenieurberufen zeichnet sich mittlerweile eine leichte Entspannung ab. Klar ist allerdings auch, dass es auch das studierte Fach ankommt. Nicht jeder Studiengang lässt sich gleich gut zu Geld machen. Wenn das Studium nicht auf einen bestimmten Beruf vorbereitet, ist es wichtig, sich schon während des Studiums oder durch entsprechende Praktika zu spezialisieren

Was ist die beste Uni in Deutschland?

Die Top-Universitäten 2023 in Deutschland – Zurück Weiter Wie Viele StudiengNge Gibt Es Mit der Universität Freiburg beginnt der Abwärtstrend der deutschen Top-Hochschulen im THE-Ranking. Sie verschlechterte sich im bundesweiten Vergleich um zwei Plätze auf Rang zehn. Auf der internationalen Liste rutschte die Universität Freiburg vom 108. Wie Viele StudiengNge Gibt Es Abwärts ging es auch für Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen. Sie verschlechterte sich im Ranking der besten deutschen Universitäten von THE vom achten auf den neunten Platz. International aber legte die RWTH Aachen sogar zu. Sie stieg von Rang 108 auf Platz 99. Wie Viele StudiengNge Gibt Es Ebenfalls einen Rang schlechter als im Vorjahr schnitt in Deutschland die Freie Universität Berlin ab. International fiel sie sogar acht Plätze auf Rang 91. Die Analysten machten unter anderem Abstriche bei der Qualität der Lehre und dem Renommee der Forschung. Zurück Weiter Wie Viele StudiengNge Gibt Es Die Universität Bonn erwies sich als der Aufsteiger unter den zehn besten deutschen Universitäten 2023. Sie verbesserte sich im Ranking vom zehnten auf den siebten Platz. Im weltweiten Vergleich kletterte die Hochschule vom 112. auf den 89. Platz. Ihre Gesamtpunktzahl erhöhte sich von 61,1 auf 64,6. Fast acht Zähler mehr gab es allein für den Stand der Forschung. Zurück Weiter Wie Viele StudiengNge Gibt Es Die Humboldt-Universität zu Berlin belegte wie im Vorjahr bundesweit Platz fünf. Im weltweiten Ranking aber stieg die Hochschule am Boulevard Unter den Linden vom 74. auf den 86. Platz ab. THE registrierte zuletzt 34.399 Vollzeit-Studierende, 17 Prozent aus dem Ausland. Zurück Weiter Wie Viele StudiengNge Gibt Es Ebenfalls weltweit auf Platz 86 und Rang fünf in Deutschland kam die Universität Tübingen. Sie konnte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um einen Platz verbessern – und das trotz des mit 13 Prozent geringsten Anteils an internationalen Studierenden. Zurück Weiter Berlin dominiert zumindest zahlenmäßig die Top 10 der besten deutschen Universitäten. Zur besten Hochschule der Hauptstadt kürte THE erneut das Universitätsklinikum Charité. Es hielt seinen vierten Platz in Deutschland und Rang 73 im internationalen Vergleich. Wie Viele StudiengNge Gibt Es Die Universität Heidelberg fiel im weltweiten THE-Ranking zwar vom 42. auf den 43. Platz. Das änderte aber nichts an Rang drei in Deutschland.21 Prozent der 19.347 Studierenden stammten den Angaben zufolge zuletzt aus dem Ausland. Zurück Weiter Wie Viele StudiengNge Gibt Es THE hat seit 2019 Jahr für Jahr die Ludwig-Maximilians-Universität München zur besten Hochschule Deutschlands gekürt. Im Ranking für 2023 aber endete diese Serie. Dafür reichte bereits der minimale Abstieg im weltweiten Vergleich vom 32. auf den 33. Platz.

  • Denn der lokale Konkurrent hatte im Gegenzug enorm zugelegt.
  • An der LMU waren den Angaben zufolge zuletzt 35.003 Vollzeit-Studierende eingeschrieben.
  • Zurück Weiter Die Technische Universität München ist laut THE aktuell die beste Hochschule in Deutschland.
  • Sie ließ den Vorjahressieger LMU weit hinter sich.
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Denn ihr gelang im weltweiten Vergleich der Sprung vom 38. auf den 30. Platz. Im Bereich „Zitate» stieg das Ergebnis fast um sechs Punkte auf 90,3. Mehr als jeder dritte (36 Prozent) der 33.960 Studierenden kam den Angaben zufolge aus dem Ausland. #Themen : Das sind die besten deutschen Universitäten 2023

Was sind die 10 schwersten Studiengänge?

Stress vermeiden mit einem leichten Studium – Wer den Problemen von schwierigen Studienfächern entgehen will, kann sich dazu entschließen, ein leichtes Studium zu wählen, oder eines, das besonders schnell zu einem Abschluss führt. Das Kunststudium ist hierbei wohl als recht einfach zu wählen, verlangt es doch, sofern man die Aufnahmeprüfung bestanden hat, später kaum mehr hohe Lernanforderungen, abgesehen vom Entwickeln der eigenen Kunstfertigkeit. Zu schwierig zu studieren? Die akademischen Experten unserer Ghostwriting-Agentur sind bereit, Ihnen zu helfen. Kontaktieren Sie uns und vergessen Sie Ihre akademischen Schwierigkeiten. Laut einer Studie der Deutschen Zentralstelle für die Hochschulstatistik (DZHW) von 2022 gehören Mathematik, Informatik, Physik/Geowissenschaften, Chemie, Elektrotechnik und Bauingenieurwesen zu den schwersten Studiengängen in Deutschland.

  1. Diese Fächer haben eine Dropout-Rate von über 40%.
  2. Ghostwriter sind in Deutschland legal.
  3. Deren Dienste in Anspruch zu nehmen, kann man heutzutage ganz einfach mithilfe einer Ghostwriting Agentur.
  4. Obwohl die Bezahlung auch von anderen Faktoren wie der Branche, dem Unternehmen und der Erfahrung abhängt, sind Mathematiker, Informatiker und Physiker in der Regel gut bezahlte Fachkräfte.

Auch Absolventen von Studiengängen wie Medizin, Informatik und Jura können sehr gut bezahlte Jobs in ihrem Bereich finden. Wenn man sich für ein schwieriges Studienfach entschieden hat, sollte man gut organisiert sein, sich auf das Studium konzentrieren und sich Unterstützung suchen, wenn nötig.

Wie Viele StudiengNge Gibt Es Das Vorwort einer Bachelorarbeit dient dazu, die gewonnenen Erfahrungen zu beschreiben, welche Sie während, Wie Viele StudiengNge Gibt Es Ein Praktikum ist eine wichtige Erfahrung, die man während seiner Ausbildung oder Studium sammelt. Wie Viele StudiengNge Gibt Es Bei der Zusammenfassung wird der Inhalt eines Textes wiedergegeben. Dabei greifen Sie nur die,

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Wie schwer ist BWL wirklich?

Johannes, Student der Hochschule Nürnberg: – Das Hauptproblem an der BWL ist, dass es sich um ein sehr weitreichendes Feld handelt. Je nach Spezialisierung kann es daher schwerer oder leichter sein. Als Beispiel sind hier Schwerpunkte wie Marketing, Personal, Controlling, Logistik, Investition/Finanzierung oder Steuern zu nennen.

Welches Studium hat die höchste Abbrecherquote?

Studienabbruch: Das sind die Fächer mit den höchsten Abbrecher-Quoten Mehr als jeder vierte Bachelor-Student bricht sein Studium vorzeitig ab. Besonders viele Handtücher fliegen in MINT-Fächern wie Mathe, Physik oder Chemie. Im ersten Semester ist der Hörsaal noch voll, doch drei Jahre später sieht es in vielen Fächern ganz anders aus: An Fachhochschulen brechen 27 Prozent aller Bachelor-Studenten ihr Studium vorzeitig ab.

Was studieren um die Welt zu verstehen?

Die Chemie geht der Physik der Welt meist nicht so tief nach im Studium, wie es die Physik macht. Also wenn es nach der Befriedigung des Wissensbedürfnisses über die Welt geht, so sollte man sich für Physik entscheiden.

Welches ist das schnellste Studium?

Startseite Rhein-Main

Erstellt: 15.05.2010 Aktualisiert: 03.02.2019, 20:04 Uhr Kommentare Teilen Neuer Fern-Studiengang an der Frankfurt School Er ist vermutlich der kürzeste Bachelor-Studiengang, den man an einer deutschen Hochschule belegen kann. Gerade mal drei Semester brauchen die Studenten des Fachs «Management and Financial Markets for Professionals» bis zu ihrem Abschluss.

Den Kurzzeit-Studiengang hat die Frankfurt School of Finance and Management von Herbst an in ihrem Programm. Von einem Schmalspurstudium will Programm-Managerin Veronika Kneip aber nichts wissen. Denn die Studenten müssen jede Menge Vorkenntnisse mitbringen. Das Angebot richtet sich an junge Leute – die meisten dürften Mitte 20 sein – mit Weiterbildungserfahrung.

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Mindestens drei Jahre an Fortbildungen müssen sie vorweisen. Der Klassiker: Ein Bankkaufmann bildet sich nach seiner Ausbildung zum Bankfachwirt und dann zum Bankbetriebswirt weiter. «Wir geben mit dem Programm auch Realschulabsolventen die Möglichkeit, eine akademische Laufbahn einzuschlagen», sagt Kneip.

  • Eine Laufbahn, die nicht mit dem Bachelor enden müsse.
  • Den Absolventen des Studienganges stünde das komplette Masterprogramm offen.
  • Weiterbildungen zum Bankbetriebswirt seien somit «keine Sackgasse» mehr, sondern eine große Chance.
  • Der Studiengang soll «umfassende betriebswirtschaftliche Kenntnisse mit einem besonderen Fokus im Bereich der Finanzmärkte» vermitteln.

Doch Illusionen sollte sich keiner der Studenten machen. Das Studium ist erstens nicht billig – 4100 Euro pro Semester – und zweitens anstrengend. Unter der Woche arbeiten die Studenten weiterhin in ihrem Unternehmen und lernen abends, wie es bei einem Fernstudium üblich ist.

Wie alt ist der älteste Student der Welt?

Senioren als Gasthörer an Unis: Deutschlands ältester Student Franz-Josef Mittnacht ist mit 86 Jahren einer der ältesten Studenten Deutschlands, er studiert Mittelalterliche Geschichte an der Uni Duisburg-Essen. Besser als Bingo spielen, findet er. Franz-Josef Mittnacht läuft durch die Mensa, Rucksack über der Schulter, Tablett in der Hand, suchender Blick.

  1. Man könnte den Herrn mit den grauen Haaren für einen emeritierten Professor halten, der seiner alten Wirkungsstätte einen Besuch abstattet.
  2. Doch Franz-Josef Mittnacht ist ein Student – mit 86 Jahren einer der ältesten in Deutschland.
  3. Er entdeckt Franziska, zum Glück sind die Augen noch gut.
  4. Er lässt sich auf den Stuhl neben der Geschichtsdoktorandin fallen, platziert das Mittagessen vor sich auf dem Tisch.

Pellkartoffeln mit Quark für 1,80 Euro, dazu eine Cola. «Franz-Josef, wie geht es dir?», will Franziska zur Begrüßung wissen. Die beiden trennen 60 Jahre. Freunde sind sie trotzdem, eine Zeit lang saßen sie nebeneinander im Seminar. Es hat die 26-Jährige beeindruckt, dass jemand mit Anfang 80 noch ein Studium beginnt.

Für Mittnacht glich das Studium zu Anfang eher einer Flucht, einer Flucht aus der Einsamkeit. Vor sechs Jahren starb seine Frau, 40 Jahre lang waren sie verheiratet und kinderlos geblieben. Der Verlust schmerzt bis heute. «Ich hatte keinen Lebensmut mehr», erzählt er mit leiser, ernster Stimme. «Ich wusste überhaupt nicht, wohin mit mir.» Er brauchte Ablenkung, dringend.

Mittnacht kaufte sich ein Puzzle mit 3000 Teilen. Geholfen hat das nicht. Er zog in eine Seniorenresidenz. Andere Menschen würden ihn schon herausreißen aus seiner Trauer, dachte er. Doch mit Gleichaltrigen kommt er nicht gut zurecht, die Gespräche über Krankheiten und die immergleiche Routine im Altenheim langweilen ihn.

Er hat keine Lust auf Bingo oder Singspiele, er will stattdessen noch etwas lernen und unter jüngeren Menschen sein. Die Universität schien ihm da der richtige Ort zu sein. Also ging er los und setzte sich einfach in ein Seminar: «Ich wollte sehen, wie es heute läuft», sagt Mittnacht. «Das Gedächtnis reicht ja noch – ich muss es probieren» Vor mehr als 50 Jahren hat der Pensionär, der im gehobenen Dienst der Bundesagentur für Arbeit beschäftigt war, schon einmal studiert: Philosophie, Theologie und Psychologie in Würzburg.

«Damals wurde in Seminaren und Vorlesungen nicht diskutiert. Niemand hätte gewagt, eine Frage zu stellen oder dem Professor zu widersprechen», erzählt Mittnacht. «Heute sind lebhafte Auseinandersetzungen ja sogar erwünscht.» Als er sein zweites Studium aufnimmt, probiert er etliche Fächer aus, sogar Ingenieurswissenschaften.

  • In Alter Geschichte schreibt er eine Prüfung mit.
  • Das Ergebnis: sehr gut.
  • Da dachte ich mir: Das Gedächtnis reicht ja noch – ich muss es probieren.» Doch ein Professor, mit dem er zufällig ins Gespräch kommt – «ein prächtiger Mann» -, rät ihm von Alter Geschichte ab.
  • Denn dafür hätte Mittnacht nicht nur Griechisch und Latein können, sondern auch Persisch lernen müssen.

«Das schaffe ich wohl nicht mehr.» Vielleicht wäre ja Mittelalterliche Geschichte eine Alternative, fragte er sich. So landet Franz-Josef Mittnacht als Student in der Mediävistik. Der Pensionär hat sich mit Kommilitonin Franziska verquatscht, dabei wollte er noch in die Bibliothek, bevor die nächste Vorlesung beginnt.

Seit einem Sturz vor einem knappen Jahr kann er nicht mehr so schnell. Vier Monate lang lag er im Krankenhaus. Sein Arzt erzählte ihm, er sei mehrfach auf den Hinterkopf gefallen, doch daran kann er sich nicht mehr erinnern. Zum Laufen benutzt er jetzt einen Stock. Allerdings vergisst er ihn ständig – seine Kommilitonen tragen ihm die Gehhilfe dann hinterher.

«Franz-Josef, dein Stock», imitiert er sie und grinst. In der Bibliothek gibt es zum Glück einen Aufzug. Er ist gern hier, Bücher sind seine Leidenschaft. Für das Studium hat er sich auch einen Laptop zugelegt. Damit surft er häufig im Internet. «Wikipedia ist toll, um sich einzulesen», schwärmt Mittnacht.

  • Ihn interessiert vor allem, welche Bücher in den Quellenangaben der Artikel genannt sind.
  • Die sucht er sich dann in der Bibliothek.
  • Mittnacht genießt eine Art Promi-Bonus Mittnacht kramt in seinem Rucksack und zieht einen Zettel hervor, auf dem er alle Seminare notiert hat, die ihn interessieren.
  • Oh je», sagt er mit Blick auf den Stundenplan.
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Der Hörsaal liegt ein gutes Stück entfernt, in einem anderen Gebäude. Er wird zu spät kommen, schon wieder. Aber Sorgen macht ihm das keine. «Die Dozenten heute sind viel netter als früher», sagt er. «Damals hätte keiner gewagt, nach Beginn der Vorlesung zu erscheinen.» Mittnacht genießt eine Art Promi-Bonus: Auf dem Essener Campus ist er bekannt wie ein bunter Hund.

Alle paar Meter muss er stehen bleiben, weil er in ein Gespräch verwickelt wird: «Herr Mittnacht, wann kommen Sie denn mal wieder in unser Kolloquium?» – «Franz-Josef, wie läuft es mit dem Studium?» Auch die meisten Dozenten kennen ihn längst – und wissen, dass er anders ist als die typischen Seniorenstudenten, die sonst in ihren Seminaren sitzen.

Die Uni ist für Mittnacht nicht bloß Zeitvertreib. Er meint es ernst, ist ehrgeizig, will den Abschluss unbedingt schaffen. Hol Dir den gedruckten UNI SPIEGEL! Ausgabe 2/2016 Beten verbotenWie deutsche Unis mit muslimischen Studenten umgehen Diesmal mit Geschichten über Ferien im Krisengebiet, einen Tag mit einem der ältesten Studenten Deutschlands und einen Besuch am Stammtisch des AfD-Nachwuchses.Willst Du das Heft nach Hause bekommen?Den UNI SPIEGEL gibt es kostenlos an den meisten Hochschulen.

Ein paar Minuten zu spät öffnet er die Tür zum Vorlesungsraum. Die Professorin hat bereits begonnen. Franz-Josef Mittnacht schlüpft auf einen Platz in der letzten Reihe. Sein Blick schweift über die Reihen vor ihm. Jungs in Skaterhose mit grün gefärbten Haaren sitzen neben Mädchen mit großer Brille und Haarknödel auf dem Kopf.

Doch auch ein paar ältere weißhaarige Herren sind gekommen. Typisch Geschichtsvorlesung halt. An der Universität Duisburg-Essen gibt es den Verein «Lebenslanges Lernen», in dem die älteren Studierenden organisiert sind. Aber auch mit diesen Gleichaltrigen kann der 86-Jährige nicht viel anfangen.

«Die reden mir einfach zu viel.» Er ist froh, dass die allermeisten jungen Mitstudenten ihn als einen der Ihren akzeptieren, ihn einen Freund nennen. Manche besuchen ihn sogar und machen es sich auf seinem großen Sofa bequem. Mittnacht ist ein guter Zuhörer und ehrlicher Ratgeber – und er verfügt über eine Menge Lebenserfahrung.

Das schätzen seine Freunde an ihm. Und: Er ist fast immer erreichbar. «Entweder man geht zum Psychiater oder zu Franz-Josef», hat neulich einer im Scherz gesagt. «Mit 90 will ich meine Promotion in der Tasche haben» Manchmal, wenn die Gedanken an seine Frau ihn wachhalten, setzt er sich ans Klavier, das er in die Seniorenresidenz mitnehmen konnte.

Oder er liest, meistens Bücher auf Latein, Französisch oder Englisch. Er will sein Gehirn fithalten, sich selbst herausfordern, wie er sagt. Er will leben. Doch für heute wünscht sich Mittnacht ein bisschen Ruhe. Die Vorlesung ist vorbei. Er steigt in die Bahn, sie bringt ihn zurück nach Hause. Er will sich etwas hinlegen.

Morgen ist ja auch noch ein Tag. In solchen Situationen merkt er, dass er das Tempo der Jungen nicht immer mitgehen kann. Er akzeptiert das – aber ein bisschen stört es ihn auch. Und noch etwas nervt ihn: Seit seinem schlimmen Sturz lassen ihn die Pflegerinnen aus dem Seniorenstift in der Essener Innenstadt nur ungern aus den Augen.

  • Dass er jeden Tag allein mit der Straßenbahn an die Universität fährt, ist ihnen überhaupt nicht recht.
  • Der Herr Mittnacht ist beratungsresistent», heißt es im Haus.
  • Stimmt nicht», sagt er und lacht.
  • Ich weiß nur, was ich will.» Auch deshalb ist ihm so wichtig, sein Studium zu beenden.
  • Er möchte beweisen, dass er es noch kann.

«Mit 90 will ich meine Promotion in der Tasche haben. Auf meinem Grabstein soll stehen: Er hat bis zuletzt gelernt.» : Senioren als Gasthörer an Unis: Deutschlands ältester Student

Wie viele Studiengänge gibt in Deutschland?

Entwicklung der Studienangebote Im Wintersemester 2021/2022 bieten die deutschen Hochschulen 20.951 Studiengänge an. Davon sind 9.392 Bachelor- und 9.880 Masterstudiengänge, 1.298 solche mit staatlichem und kirchlichem Abschluss sowie 381 „Übrige’.92 % aller Studiengänge führen zu den Abschlüssen Bachelor und Master.

Wie viel Studium gibt es in Deutschland?

Im Wintersemester 2020/2021 bieten die deutschen Hochschulen 20.359 Studiengänge an. Davon sind 9.168 Bachelor- und 9.577 Masterstudiengänge, 1.281 solche mit staatlichem und kirchlichem Abschluss sowie 333 „Übrige’.92 % aller Studiengänge führen zu den Abschlüssen Bachelor und Master.