Wie Viele Krebsarten Gibt Es?

Wie Viele Krebsarten Gibt Es
Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Krebsarten und Tumore. Derzeit sind mehr als 300 Krebsarten bekannt. Dabei kann Krebs von unterschiedlichen Zellarten ausgehen und in verschiedenen Stellen sämtlicher Organe des Körpers auftreten. Zu den häufigsten Krebsarten gehören dabei Brustkrebs, Prostatakrebs, Darmkrebs, Lungenkrebs, Hautkrebs und Gebärmutterhalskrebs.

Was sind die 3 häufigsten Krebsarten?

Wie Krebs entsteht, ist noch nicht bis in alle Einzelheiten geklärt. Krebszellen können auch über Blut- und Lymphbahnen wandern und in späteren Stadien in anderen Organen Tochtergeschwülste, sogenannte Metastasen, bilden. Krebs wird nicht grundsätzlich vererbt, jedoch beruht ein Teil der Erkrankungen auf einer erblichen Veranlagung (genetische Veränderungen).

  • Eine Reihe dieser erblichen Veranlagungen kann zusammen mit anderen Faktoren eine Rolle in der Krebsentstehung spielen, andere bedeuten ein grundsätzlich erhöhtes oder bei bestimmten Krebsarten ein erhebliches Krebsrisiko.
  • Neben einer erblichen Veranlagung ist eine Reihe von Faktoren/Risiken bekannt, die zusammen oder einzeln mitverursachend für eine Krebserkrankung sind.

Dazu zählen unter anderem: Tabakkonsum, Alkoholmissbrauch, unausgewogene Ernährung, Bewegungsmangel, krebserzeugende Stoffe in der Arbeits- und Umwelt einschließlich Strahlenbelastungen, aber auch Infektionen, insbesondere mit bestimmten Virusarten. Warum trotz eines ähnlichen Risikos bei einem Menschen Krebs auftritt und bei einem anderen nicht, hängt von bislang nicht ausreichend erforschten Faktoren ab.

  • Die Krebserkrankungen in der Bundesrepublik Deutschland nehmen mit mehr als 230.000 Todesfällen pro Jahr nach den Herz-Kreislaufkrankheiten den zweiten Platz in der Rangfolge der Todesursachen ein.
  • Die Zahl der jährlich neu auftretenden Krebserkrankungen ist insbesondere infolge des Überalterungsprozesses der deutschen Bevölkerung gestiegen.

Derzeit ist die häufigste Krebserkrankung bei Männern der Prostatakrebs, gefolgt vom Lungen- und Darmkrebs, bei Frauen der Brustkrebs, gefolgt vom Darm- und Lungenkrebs. Jährlich erkranken insgesamt etwa 500.000 Menschen neu an Krebs ( «Krebs in Deutschland für 2017/2018», 13.

Welche Krebsarten gibt es am häufigsten?

Krebsneuerkrankungen Männer

Position Krebsart 2018
1 Prostatakrebs 65.200
2 Darmkrebs 33.920
3 Lungenkrebs 35.290
4 Harnblasenkrebs 13.500

Was ist die gefährlichste Krebsart der Welt?

Gefährlichste Krebsart: Lungenkrebs Mit rund 1,76 Millionen Toten forderte Lungenkrebs weltweit die meisten Menschenleben. Mit deutlichem Abstand folgen die Krebsarten Darm- und Magenkrebs mit rund 881.000 bzw.783.000 Toten. Zusammen mit Leber- und Brustkrebs waren diese.

Welche Krebsart ist am besten heilbar?

Krebsarten mit den besten und schlechtesten Überlebenschancen – Die größten Überlebenschancen fünf Jahre nach Diagnosestellung und Behandlung bestehen bei weißem Hautkrebs, Hodenkrebs, schwarzem Hautkrebs, Schilddrüsenkrebs, Prostatakrebs und Brustkrebs.

Wo sind Metastasen am gefährlichsten?

Metastasen: die tödlichen Töchter – Archiv Bitte beachten Sie :Diese Nachricht ist bereits älter als 180 Tage. Unsere News werden NICHT NACHTRÄGLICH AKTUALISIERT. Werfen Sie doch einen Blick auf unsere, Sie haben Fragen zu diesem Thema? Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung.

Sie erreichen uns,90 Prozent aller Krebstodesfälle gehen auf das Konto von Metastasen, wie Mediziner die Absiedlungen bösartiger Tumoren nennen. Hat sich der Krebs erst im Körper verbreitet, ist er in der Regel nicht mehr heilbar. Zum Weltkrebstag am 4. Februar informieren Experten aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum, wie es zu dieser Ausbreitung kommt: Tumorzellen zweckentfremden Blutbahnen, sabotieren ihre Umgebung und tarnen sich als „Schläfer».

Aber die Wissenschaftler haben Ideen, wie sich dieser lebensbedrohliche Prozess möglicherweise aufhalten lässt. Rasterelektronenmikroskopische Aufnahme einer Lungenmetastase: Tumorzellen (grün) formen solide Tumorknoten, die in engem Kontakt mit umgebenden Kapillaren (rot) stehen.

© Oliver Meckes, Eye of Science / Hellmut Augustin, DKFZ Etwa 90 Prozent aller Krebstodesfälle gehen auf das Konto von Tumorabsiedlungen, schätzt die Weltgesundheitsorganisation WHO. Krebszellen, die sich vom Primärtumor absondern, gelangen in entfernte Körperregionen und wachsen dort zu Tochtergeschwülsten, Metastasen, heran.

«Während sich viele Primärtumoren vor allem in frühen Stadien heute gut behandeln lassen, sind Metastasen die eigentliche und letztlich tödliche Gefahr», erklärt Susanne Weg-Remers, die Leiterin des Krebsinformationsdienstes des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ).

  • Leider kommt es immer wieder vor, dass ein Tumor nach zunächst erfolgreicher Behandlung wiederkehrt.
  • Wenn dann der Krebs bereits gestreut hat, sinken die Erfolgsaussichten einer Therapie rapide.
  • Neue Medikamente, die das Rückfallrisiko senken können, sind daher ein zentrales Anliegen der Krebsforschung.» Forscher schätzen, dass sich von einem Tumor in der Größe eines Kubikzentimeters täglich etwa eine Million Zellen ablösen können – aber nur ein verschwindend kleiner Prozentsatz davon wächst tatsächlich zu einer Tochtergeschwulst heran.

«Die Metastasierung ist im Grunde genommen extrem ineffizient: Es müssen sehr viele Voraussetzungen zusammenkommen, dass es dem Tumor gelingt, sich auszubreiten. Trotz der immensen medizinischen Bedeutung der Metastasierung ist dieser Prozess leider noch sehr wenig verstanden», sagt Hellmut Augustin vom DKFZ und von der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg.

  1. Heute ist unbestritten, dass sich Krebszellen – anders als früher vermutet – auch schon von kleinsten Tumoren ablösen können.
  2. Um sich nun im Körper zu verbreiten, ist ein Transportsystem erforderlich – und das organisiert sich der Tumor selbst: Von einem Durchmesser von etwa einem Millimeter an ist jede Krebsgeschwulst auf die Versorgung durch Blut- oder Lymphgefäße angewiesen.

Die lockt sie aktiv mit Wachstumsfaktoren herbei – und zweckentfremdet sie als Fernstraßen, um Lunge, Leber oder das Gehirn zu erreichen. Mikroskopische Aufnahme einer wachsenden Metastase (rot) im Gehirn (Blutgefäße: blau). Bestimmte Immunzellen des Gehirns (grün) greifen die Tumorzellen während des Wachstums an © Anna Berghoff, DKFZ Die Reise über die Blutbahnen ist für eine Krebszelle beschwerlich: Sie muss sich zunächst durch die Zellen der Gefäßwand zwängen.

  1. In der Blutbahn selbst ist die starke Strömung eine immense Herausforderung.
  2. Um das Gefäßinnere wieder zu verlassen, braucht die Krebszelle geeignete Proteine zum Andocken und Überwinden der Gefäßbarriere.
  3. Das ist ein extrem aktiver Prozess, der auf zahlreichen Wechselwirkungen zwischen der Krebszelle und den Gefäßwandzellen beruht», sagt Andreas Fischer vom DKFZ.
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Der Gefäßexperte, der auch an der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg forscht, erkannte vor kurzem, dass Krebszellen die Blutgefäße für ihre eigenen Zwecke umprogrammieren: Sie veranlassen die Gefäßwandzellen, ihnen leichter Durchlass zu gewähren.

Zugleich bilden die Gefäßwandzellen bestimmte Proteine aus, an denen sich die Krebszelle wie mit einem Druckknopf verankern und die Blutbahn wieder verlassen kann. Fischers Team konnte die molekularen Schalter, die an dieser Sabotage beteiligt sind, identifizieren und teilweise mit Antikörpern blockieren: Daraufhin entwickelten krebskranke Mäuse weniger Lungenmetastasen.

Wegen der immensen Bedeutung der Blutgefäße für Wachstum und Ausbreitung der Tumoren ist die Gefäßneubildung seit Jahrzehnten schon im Visier der Krebsforscher. Das erste Medikament, das diesen Vorgang blockiert, kam bereits 2005 auf den Markt – erzielte aber nur mäßige klinische Erfolge.

  • Hellmut Augustin versucht daher, auf andere Weise zu verhindern, dass sich der Tumor mit neuen Adern versorgt.
  • Dazu erforscht er systematisch die Signalmoleküle der Gefäßwandzellen – und entdeckte kürzlich den Rezeptor Tie1 als mögliches neues Therapieziel: Krebskranke Mäuse, in deren Gefäßwandzellen Tie1 genetisch ausgeschaltet war, entwickelten deutlich langsamer und deutlich weniger Metastasen – im Gegensatz zu ihren genetisch normalen Artgenossen.

«Sicherlich müssen mehrere Schlüsselmoleküle zugleich blockiert werden, um die Gefäßneubildung wirklich effizient zu unterdrücken», so der DKFZ-Forscher. «Ein Wirkstoff, der den Rezeptor Tie1 inaktiviert, ließe sich sinnvoll mit anderen antiangiogenen Medikamenten kombinieren.» Metastasen treten nicht nach dem Zufallsprinzip im Körper auf, sondern – je nach Tumorart – bevorzugt in bestimmten Organen.

So siedelt Prostatakrebs besonders häufig in die Wirbelsäule ab, Melanome in das Gehirn. Woran das liegt, ist nur teilweise bekannt. Allein an der Blutmenge, die ein Organ durchströmt, kann es nicht liegen, sonst müsste es beispielsweise viel mehr Metastasen in den Nieren geben – was aber tatsächlich sehr selten vorkommt.

Bereits 1889 veröffentlichte der britische Chirurg Stephen Paget dazu eine berühmte Theorie: „Seed and Soil», zu Deutsch etwa Saatkorn und Boden, müssten bei der Metastasierung zusammenwirken, so der Forscher. Bestimmte Gewebe böten bestimmten Krebszellen einen „fruchtbaren Boden», beispielsweise in Form von Wachstumsfaktoren oder Molekülen, an die Krebszellen andocken und sich festsetzten können.

Wo ist ein Tumor am gefährlichsten?

Wo ist ein Tumor am gefährlichsten? – Bei einem Pankreaskarzinom, also einem Tumor in der Bauchspeicheldrüse, liegt die Überlebensrate von Erkrankten nach fünf Jahren bei lediglich zehn Prozent. Das macht diese Krebsart zur gefährlichsten.

Was vernichtet Krebszellen?

Ein Zufallsbefund könnte der Anfang einer völlig neuen Ära in der Krebstherapie sein. Seit langer Zeit ist bekannt, dass bei Krebspatienten, die zufällig eine Virusinfektion bekommen, die Tumore zum Teil völlig verschwinden. Dieses Phänomen machen sich Wissenschaftler jetzt zunutze. Grundlage für die neue Waffe gegen Krebs sind Impfviren, mit denen Kinder üblicherweise gegen Masern geimpft werden. Ob Grippe-, Herpes- oder Masern-Viren – eigentlich sind Viren unsere Feinde. Doch in der Krebstherapie könnten sie zukünftig zu Helfern werden.

  1. Denn Viren sind in der Lage, Krebszellen gezielt zu infizieren und zu zerstören.
  2. Wissenschaftler sprechen von Onkolyse.
  3. Der Trick: Die Viren werden so modifiziert, dass sie gezielt Krebszellen befallen.
  4. In den Krebszellen angekommen, vermehren sie sich nahezu ungebremst.
  5. Am Ende platzen die befallenen Tumorzellen und setzen massenhaft neu gebildete Viren im Tumor frei.

„Hier haben wir es mit einem einzigartigen therapeutischen Verstärkermechanismus oder auch Dominoeffekt zu tun», sagt Professor Dr. Christian Buchholz vom Paul-Ehrlich-Institut in Langen. Das Besondere: „Die Onkolyse funktioniert auch dann, wenn die Krebszellen auf keine der herkömmlichen Behandlungsmöglichkeiten wie Chemotherapeutika, Bestrahlung oder Antikörper mehr ansprechen», beschreibt Professor Dr.

  1. Ulrich Lauer vom Universitätsklinikum Tübingen.
  2. Die beiden Wissenschaftler haben mit Unterstützung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) optimierte onkolytische Masern-Impfviren erzeugt und eingehend präklinisch untersucht.
  3. Gezielter Angriff auf Krebsstammzellen Grundlage für die neuen onkolytischen Viren waren Impfviren, mit denen zweijährige Kinder üblicherweise gegen Masern geimpft werden.

„Um die Wirkung der Viren gegen Krebszellen zu verstärken, haben wir sie umgebaut», so Lauer. „Zunächst haben wir sie zusätzlich bewaffnet.» Das heißt, in die Viren wurde ein zusätzliches Gen, ein sogenanntes Suizid-Gen, eingebaut. Dieses Gen zwingt die infizierten Krebszellen zum „biochemischen» Selbstmord und verstärkt somit zusätzlich die direkt virusvermittelte Onkolyse.

Eine große Herausforderung bei einer Virotherapie besteht darin, die Viren so umzubauen, dass sie gezielt nur Krebszellen, genauer Krebsstammzellen, und keine gesunden Körperzellen befallen und zerstören. Tumoren bestehen in der Regel nicht aus einer einheitlichen Zellpopulation, bei der alle Zellen gleich empfindlich auf verschiedene Therapien ansprechen.

Vielmehr wird vermutet, dass viele Tumortypen Krebsstammzellen enthalten. Diese sprechen in der Regel schlecht auf Chemo- und Strahlentherapie an und werden für die Entstehung von Metastasen verantwortlich gemacht. Das Zelloberflächenprotein CD133 wird derzeit als ein charakteristischer Marker dieser Krebsstammzellen diskutiert.

  • Wir haben unser Virus für den gezielten Angriff auf die Krebsstammzellen so modifiziert, dass es das Oberflächenprotein CD133 als Rezeptor für das Eindringen in die Zelle benötigt», erklärt Buchholz.
  • Die Forscher konnten nachweisen, dass das veränderte Virus in Zellgemischen tatsächlich nur Zellen mit dem Oberflächenprotein CD133 infiziert.

In Zusammenarbeit mit Forschern des Deutschen Krebsforschungszentrums und des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg untersuchten sie anschließend die antitumorale Wirkung des neuen Virus in Mausmodellen für Gliom, Kolonkarzinom und Leberkrebs. Bildquelle: Universitätsklinikum Tübingen Wie sicher sind die modifizierten Masern-Impfviren? Werden mit dem Angriff auf CD133-positive Zellen tatsächlich nur Krebszellen zerstört? Denn nicht nur Krebsstammzellen tragen den Oberflächenmarker CD133, sondern auch blutzellbildende, hämatopoetische Stammzellen.

  1. Trotzdem wurden diese von den onkolytischen Masern-Viren nicht attackiert», beschreibt Lauer die Ergebnisse.
  2. Der Grund hierfür ist nach Meinung der Experten die angeborene Immunität dieser Zellen, die sie vor einem Angriff durch Masern-Impfviren schützt.
  3. In vielen Tumorzelltypen ist diese Immunität defekt, sodass die Viren sich in ihnen ungehindert vervielfältigen können.
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„Nach unserem gegenwärtigen Kenntnisstand gehen wir davon aus, dass die modifizierten Viren genauso sicher sind wie die seit Jahrzehnten erfolgreich eingesetzte Impfung gegen Masern-Viren», sagt Buchholz. Elektronenmikroskopische Aufnahme von Krebszellen, die von dem Virotherapeutikum infiziert und zerstört werden. Bereits 24 Stunden nach Gabe der Masern-Impfviren finden sich in den Krebszellen Bereiche (mit Pfeilen markiert), in denen massenhaft neue Viruspartikel gebildet werden.

Nun plant Lauer, die Wirksamkeit und Sicherheit der onkolytischen Masern-Impfviren in klinischen Studien zunächst bei Patientinnen und Patienten mit Lebertumoren zu prüfen. Andere Virotherapien werden bereits klinisch erprobt und zeigen Erfolg versprechende Ergebnisse. Eine dieser klinischen Studien wird bereits am Universitätsklinikum Tübingen durchgeführt.

Hier behandelt Lauer seit April 2012 Patientinnen und Patienten, die an nicht operablem Bauchfellkrebs leiden, mit genetisch veränderten Pocken-Impfviren. Die Viren werden den Betroffenen dabei per Katheter direkt in die Bauchhöhle verabreicht. „So wollen wir erreichen, dass die Viren möglichst schnell zum Tumor gelangen», so Lauer.

  • Denn erkennt das Immunsystem die Viren als Eindringlinge, bevor sie die Tumorzellen infizieren, kann die Therapie nicht die gewünschte Wirkung zeigen.
  • Buchholz: „Noch steht die Virotherapie in den Anfängen.
  • Die Ergebnisse der Studien werden zeigen, ob sie unsere Erwartungen erfüllen kann.» Ansprechpartner: Prof.

Dr. Ulrich M. Lauer Abteilung Innere Medizin I Leiter der Forschergruppe „Virotherapie» Universitätsklinikum Tübingen Otfried-Müller-Straße 10 72076 Tübingen Tel.: 07071 298-3190 Fax: 07071 29-46 86 E-Mail: [email protected] Prof. Dr. Christian J.

Was ist der Unterschied zwischen einem Karzinom und einem Tumor?

Karzinom: Bösartige Tumore sind lebensbedrohlich

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Brust-, Prostata- oder Darmkrebs: Tumorerkrankungen sind nach den Herz-Kreislauf-Erkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Es gibt verschiedene Tumorarten, von denen Karzinome die häufigsten darstellen. FOCUS Online erklärt die wichtigsten Fakten.

Neue Therapien in der Krebsmedizin FOCUS Online Ärzte-App: So finden Sie den richtigen Experten Das sind die Top-Fachkliniken

Jede menschliche Zelle ersetzt sich durch Zellteilung selbst. Dabei kann es passieren, dass eine Zelle «mutiert», das heißt, sich verwandelt und weder ihre ursprüngliche Form noch Funktion behält. Die mutierten Zellen vermehren sich wesentlich schneller als normale Zellen und verdrängen diese im angrenzenden Gewebe.

Wenn das passiert, kann sich eine örtlich festgesetzte Geschwulst bilden – und Ärzte sprechen von einem Tumor. Ein Tumor kann gut – oder auch bösartig sein. Bei einem bösartigen Tumor spricht man von Krebs. Krebserkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Etwa ein Viertel aller Verstorbenen starb 2015 an Krebs.

Ein Karzinom ist eine besondere Art eines bösartigen Tumors, wird aber von Laien oft auch als allgemeine Bezeichnung von Krebs verwendet. Das Immunsystem hat dann kaum eine Chance, die bösartigen Zellen zu bekämpfen und die Tochtergeschwülste (Metastasen) entstehen schneller als der Körper dagegen angehen kann.

Was ist der größte Tumor der Welt?

Seit Jahren quält sich der Inder Gurmeet Singh mit einen riesigen Tumor. Nun wurde die Wucherung endlich operativ entfernt. Insgesamt 55 Kilo hat die Wucherung gewogen. In einer historischen Operation haben Ärzte in Indien den weltweit größten Tumor – einen Knochentumor mit 55 Kilogramm Gewicht – entfernt.

Die bösartige Wucherung wog fast 1,5 mal mehr als das eigentliche Körpergewicht vom Patienten Gurmeet Singh. Dieser hatte nach der OP eine Gewicht von nur noch 37 Kilo. Nach der vierstündigen Operation in einen Krankenhaus in Neu-Delhi konnte der Tumor vom Oberschenkel abgenommen werden. Gurmeet ist jetzt in der Lage mit einer Gehhilfe einigermaßen zu Fuß zugehen.

Ärzte hoffen, dass er bald mit einer Beinprothese noch besser laufen wird.

Welche Krebsart ist unheilbar?

Die tödlichsten Krebsarten der Welt – Lungenkrebs bleibt die tödlichste Krebsart mit 1,8 Millionen Todesfällen im Jahr 2020 (18%), vor Darmkrebs (9,4%), Leberkrebs (8,3%), Magenkrebs (7,7%) und Brustkrebs (6,9%). Lungenkrebs, an dem doppelt so viele Männer wie Frauen sterben, ist weitgehend vermeidbar, da seine Hauptursache das Rauchen ist (zwei Drittel der Fälle).

  1. Dieser Krebs ist besonders tödlich, mit einer 5-Jahres-Überlebensrate von weniger als 10 bis 20 %.
  2. Es wird erwartet, dass die Häufigkeit von Krebserkrankungen in den nächsten Jahren stark ansteigen wird.
  3. Gründe dafür sind die Alterung der Bevölkerung und die Veränderung des Lebensstils im Zusammenhang mit der wirtschaftlichen Entwicklung von Ländern, die bisher relativ verschont geblieben sind.

Der Bericht prognostiziert, dass es im Jahr 2040 weltweit 28,4 Millionen Krebsfälle geben wird, was einem Anstieg von 47 % im Vergleich zu 2020 entspricht. 10 häufige Symptome für Krebs – Wann du zum Arzt gehen solltest! | Gerne Gesund – YouTube GERNE GESUND 52.6K subscribers 10 häufige Symptome für Krebs – Wann du zum Arzt gehen solltest! | Gerne Gesund GERNE GESUND Info Shopping Tap to unmute If playback doesn’t begin shortly, try restarting your device.

Welche Krebsart streut nicht?

Metastasen – Häufigkeit und Alter – Wie häufig Metastasen bei Krebspatientinnen und -patienten vorkommen, lässt sich nicht genau beziffern. Es hängt auch von der Krebsart ab, ob und wie schnell sich Metastasen bilden. Manche Krebsarten sind sehr aggressiv, zum Beispiel bestimmte Arten von Brustkrebs, Lungenkrebs oder schwarzer Hautkrebs (malignes Melanom).

Sie streuen sehr schnell. Andere wachsen dagegen langsamer, etwa Dickdarmkrebs, bestimmte Formen von Prostatakrebs oder weisser Hautkrebs. Das Spinaliom und Basaliom bilden nur sehr selten Metastasen. Und wenn, dann spät im Krankheitsverlauf. Es gibt kein bestimmtes Alter, in dem Metastasen gehäuft vorkommen.

Grundsätzlich können Krebsabsiedlungen in jedem Alter entstehen: bei krebskranken Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen, Seniorinnen und Senioren. Es stimmt nicht, dass Krebs und Metastasen im Alter langsamer wachsen, weil der Stoffwechsel vermindert ist.

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Wie lange kann man mit Tumor Leben?

Strahlentherapie und Chemotherapie – Üblicherweise folgt einer Operation bei Mundkrebs eine Strahlen- oder Chemotherapie, um die Behandlung zu unterstützen und Rückfällen (Rezidiven) vorzubeugen. Beide Therapieformen werden in Kombination oder jeweils allein angewendet.

die perkutane Strahlentherapie (Bestrahlung erfolgt von außen durch die Haut) die Brachytherapie (Bestrahlung erfolgt von innen direkt am Tumor)

Die Brachytherapie wird bei Mundkrebs vor allem bei kleineren Tumoren angewendet, die gut erreichbar sind. Bei größeren Tumoren in späteren Stadien erfolgt die Bestrahlung meist von außen über die Haut. In der Regel wird die Bestrahlung in mehreren kleinen Einzeldosen verabreicht, um eine weitere Schädigung des umliegenden gesunden Gewebes zu vermeiden beziehungsweise zu vermindern.

  • Eine Methode, die die Strahlentherapie zur Behandlung von sehr aggressiven Tumoren ergänzt, ist die Positronen-Emissions-Tomografie (PET).
  • Diese zusätzliche Protonenbestrahlung minimiert die Strahlenmengen in den Randbereichen des Tumors und hilft dabei, das umliegende gesunde Gewebe zu schützen.
  • Befinden sich zum Beispiel sensible Gewebe wie versorgende Nerven und in unmittelbarer Nähe eines Tumors, wird eine unterstützende PET-Behandlung empfohlen.

Die Chemotherapie ist eine ebenfalls übliche Behandlung bei Mundkrebs. Als alleinige Therapie für eine Heilung, das heißt zur kurativen Behandlung, reicht sie allerdings nicht aus. Sie wird daher meist mit der Strahlentherapie kombiniert. Bei der Chemotherapie werden Medikamente, sogenannte Zytostatika, mit Wirkstoffen wie, Carboplatin, 5-Fluorouracil, Paclitaxel und Docetaxel verabreicht.

Sie hemmen die Teilung und das Wachstum von Zellen. Das bedeutet, dass sich sowohl Krebszellen als auch andere Körperzellen nicht weiter vermehren können. Nach erfolgreicher Behandlung stellen die Ärzte einen optimal ausgerichteten Nachsorgeplan auf, der unter Umständen weitere Therapien einschließt. Teil dieses Plans sind regelmäßige Kontrollen, um Rückfällen vorzubeugen, und die Behandlung von Begleiterkrankungen oder Nebenwirkungen.

Ebenso wichtig ist, dass der Patient während der gesamten Behandlungszeit eine psychosoziale Unterstützung erhält, zum Beispiel durch einen Psychoonkologen (einen Arzt, der auf die psychische Betreuung von Krebspatienten spezialisiert ist). Wie bei anderen Krebserkrankungen, hängt die Heilung von Mundkrebs von verschiedenen Faktoren ab.

Es gilt jedoch: Je früher diagnostiziert, desto größer sind die Heilungschancen. Unbehandelt verschlechtert sich die Krankheit in den meisten Fällen zunehmend. Das bedeutet: Je weiter der Mundkrebs fortschreitet, desto schlechter ist die Prognose. Verschiedene Studien zeigen, dass es häufig innerhalb von zwei Jahren nach erfolgreicher Behandlung zu einem Rückfall kommt.

Die Wahrscheinlichkeit, dass der Mundkrebs erneut auftritt, ist umso größer, je später die Erstdiagnose gestellt wurde und je weiter der Krebs bereits fortgeschritten war. Ärzte sprechen bei Mundhöhlenkrebs von einer mittleren Fünf-Jahres-Überlebensrate von etwa 50 Prozent.

  1. Das bedeutet, dass die Hälfte der Patienten innerhalb von fünf Jahren nach der Diagnose verstirbt.
  2. Die andere Hälfte hingegen lebt länger als fünf Jahre oder wird geheilt.
  3. Da sich die Prognose von Mundhöhlenkrebs verschlechtert, je später er erkannt wird, ist eine frühe Diagnose wichtig.
  4. Mundkrebs entwickelt sich zuerst im Mundraum.

Er wird daher häufig durch Zahnärzte entdeckt, aber auch durch andere Fachärzte, die bei der Behandlung von Erkrankungen im Mundbereich eine Rolle spielen. Dazu zählen zum Beispiel Hals-Nasen-Ohren-Ärzte, Kieferorthopäden und Kieferchirurgen. Bei Mundhöhlenkrebs kommt es häufig zur Bildung von Metastasen (Absiedelungen des Tumors).

Welche Krebsarten im Alter?

Das Krebsspektrum variiert mit Alter und Geschlecht – Nicht nur das Krebsrisiko an sich ändert sich mit dem Alter – auch das Spektrum der betroffenen Organe variiert mit Alter und Geschlecht, Einige wenige Krebsdiagnosen treten auch schon vor dem 20. Grafik 2. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Frauen, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 3. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Männer, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Im jungen Erwachsenenalter stehen beim Mann der Hodenkrebs, das maligne Melanom und der Morbus Hodgkin im Vordergrund. Der Darmkrebs nimmt in der Übergangsphase zum mittleren Erwachsenenalter an Bedeutung zu. Grafik 4. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Männer, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 5. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Männer, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 6. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Männer, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 7. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Männer, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Das Maligne Melanom, Brustkrebserkrankungen und Schilddrüsenkarzinome sind die häufigsten Krebsdiagnosen im jungen Erwachsenenalter der Frau.

  • Das Schilddrüsenkarzinom verliert mit dem Übergang zum mittleren Erwachsenenalter relativ gesehen an Bedeutung, obwohl die altersspezifischen Erkrankungsraten bis ins höhere Erwachsenenalter unverändert hoch bleiben.
  • Der Gebärmutterhalskrebs tritt in der Lebensphase am Übergang zum mittleren Erwachsenenalter (30-44 Jahre) noch häufiger auf als das Schilddrüsenkarzinom.

Im mittleren Erwachsenenalter spielt Brustkrebs eine große Rolle, der überhaupt die häufigste Krebserkrankung bei Frauen ist. Hinzu kommen in dieser Lebensphase Darmkrebs und Lungenkrebs, die auch im höheren Erwachsenenalter der Frau das Spektrum der Krebsdiagnosen prägen, Grafik 8. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Frauen, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 9. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Frauen, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 10. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Frauen, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs) Grafik 11. Altersspezifische Erkrankungsraten (je 100.000, rohe Rate), Frauen, Deutschland 2014 (ohne nicht-melanotischen Hautkrebs)