Wie Viele KardinLe Gibt Es?

Wie Viele KardinLe Gibt Es
Wappen eines Erzbischofs im Kardinalsrang, erkennbar an dem roten Kardinalshut ( Galero ) mit 30 seitlichen Quasten ( Fiocchi ) sowie an dem erzbischöflichen (doppelten) Vortragekreuz Kardinal ist ein Titel der römisch-katholischen Kirche und die ranghöchste Würde nach dem Papst, Der auf Lebenszeit verliehene Kardinalstitel beruft den Träger zur besonderen Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche im Kardinalskollegium sowie der Römischen Kurie und berechtigt bis zur Vollendung des 80.

Lebensjahres grundsätzlich zur Teilnahme an der Papstwahl, Diözesanbischöfe mit Kardinalstitel nehmen diese Aufgaben zusätzlich zur Leitung ihres Bistums wahr, während Kurienkardinäle in leitender Funktion – vergleichbar mit einem Minister – an der Kurie in Rom tätig sind. Das Kardinalskollegium ist in einer Ehrenrangfolge in drei Kardinalsklassen gegliedert, sein Vorsitzender ist der Kardinaldekan,

Von den derzeit 222 Kardinälen wären 121 im Konklave wahlberechtigt (Stand: 2. Juni 2023).

Wie viele Kardinäle gibt es derzeit?

Deutsche Kardinäle seit 1803 – Im Folgenden sind alle 42 Kardinäle seit 1818 aufgeführt. Derzeit (2023) leben noch acht deutsche Kardinäle, davon sind drei unter 80 Jahren und damit noch papstwahlberechtigt, Darüber hinaus wird bei Romano Guardini darüber spekuliert, ob Papst Paul VI.

ihm den Kardinalspurpur 1965 angetragen hat, der Theologe diesen aber alters- und gesundheitsbedingt abgelehnt habe. Eine frühe Korrespondenz Montini–Guardini gab es. Dieses vom Istituto Paolo VI in Brescia widerlegte Gerücht hält sich seit einer diesbezüglichen dpa-Meldung vom 8. Februar 1965 hartnäckig.

Dafür sprach jedoch, dass beim Konsistorium vom 22. Februar 1965 seine theologischen Weggefährten Lorenz Jaeger und Giulio Bevilacqua ins Kardinalskollegium aufgenommen wurden, und sein Freund Felix Messerschmid diesen Vorgang bestätigte.

Name Bild Geboren Diözese / Funktion seit Ernennung zum Kardinal Wappen Ernennung durch Papst Gestorben
Johann Casimir Häffelin 1737 Bayerischer Gesandter beim Hl. Stuhl (1803–1827) 1818 Pius VII. 1827
Johannes Baptist Jacob Kardinal von Geissel 1796 Erzbischof von Köln (1845) 1850 Pius IX. 1864
Melchior Ferdinand Joseph Kardinal von Diepenbrock 1798 Fürstbischof von Breslau (1845) 1850 Pius IX. 1853
Karl August Kardinal von Reisach 1800 Präfekt der Studienkongregation (1862), bis 1856 Erzbischof von München und Freising 1855 Pius IX. 1869
Gustav Adolf Kardinal Prinz zu Hohenlohe-Schillingsfürst 1823 Erzpriester der Patriarchalbasilika Santa Maria Maggiore (1878) 1866 Pius IX. 1896
Josef Kardinal Hergenröther 1824 Präfekt des Vatikanischen Geheimarchivs 1879 Leo XIII. 1890
Paulus Ludolf Kardinal Melchers 1813 Kurienkardinal, em. Erzbischof von Köln (1885) 1885 Leo XIII. 1895
Andreas Kardinal Steinhuber SJ 1825 Präfekt der Kongregation für die Ablässe und Reliquien (1895), Indexkongregation (1896) 1893 (in pectore, 1894 öffentlich) Leo XIII. 1907
Georg Kardinal von Kopp 1837 Erzbischof von Breslau (1887) 1893 Leo XIII. 1914
Philipp Kardinal Krementz 1819 Erzbischof von Köln (1885) 1893 Leo XIII. 1899
Antonius Hubert Kardinal Fischer 1840 Erzbischof von Köln (1902) 1903 Pius X. 1912
Felix Kardinal von Hartmann 1851 Erzbischof von Köln (1912) 1914 Pius X. 1919
Franziskus Kardinal von Bettinger 1850 Erzbischof von München und Freising (1909) 1914 Pius X. 1917
Adolf Kardinal Bertram 1859 Bischof von Hildesheim (1906–1914), (Erz-)Bischof von Breslau (1914–1945, Nach Erhebung von Breslau zum Erzbistum ab 1930 Erzbischof) 1916 (in pectore, 1919 öffentlich) Benedikt XV. 1945
Karl Joseph Kardinal Schulte 1871 Erzbischof von Köln (1920) 1921 Benedikt XV. 1941
Michael Kardinal von Faulhaber 1869 Erzbischof von München und Freising (1917) 1921 Benedikt XV. 1952
Franziskus Kardinal Ehrle SJ 1845 Präfekt der Vatikanischen Bibliothek (1895), Bibliothekar der Vatikanischen Bibliothek und Archivar des Vatikanischen Geheimarchivs (1929) 1922 Pius XI. 1934
Seliger Clemens August Kardinal von Galen 1878 Bischof von Münster (1933) 1946 Pius XII. 1946
Joseph Kardinal Frings 1887 Erzbischof von Köln (1942) 1946 Pius XII. 1978
Konrad Kardinal von Preysing 1880 Bischof von Berlin (1932) 1946 Pius XII. 1950
Joseph Kardinal Wendel 1901 Erzbischof von München und Freising (1952) 1953 Pius XII. 1960
Julius Kardinal Döpfner 1913 Bischof von Berlin (1957) Erzbischof von München und Freising (1961), 1958 Johannes XXIII. 1976
Augustin Kardinal Bea SJ 1881 Sekretär des neuen Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen (1960) 1959 Johannes XXIII. 1968
Lorenz Kardinal Jaeger 1892 Erzbischof von Paderborn (1941) 1965 Paul VI. 1975
Alfred Kardinal Bengsch 1921 Bischof von Berlin (1961, seit 1962 Titularerzbischof) 1967 Paul VI. 1979
Joseph Kardinal Höffner 1906 Erzbischof von Köln (1969) 1969 Paul VI. 1987
Hermann Kardinal Volk 1903 Bischof von Mainz (1962) 1973 Paul VI. 1988
Joseph Kardinal Schröffer 1903 Sekretär der Kongregation für das katholische Bildungswesen (1967) 1976 Paul VI. 1983
Joseph Kardinal Ratzinger (ab 2005: Papst Benedikt XVI.) 1927 Erzbischof von München und Freising (1977–1982), Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (1982–2005), Papst (2005–2013) 1977 Paul VI. 2022
Joachim Kardinal Meisner 1933 Bischof von Berlin (1980), Erzbischof von Köln (1988) 1983 Johannes Paul II. 2017
Paul Augustin Kardinal Mayer OSB 1911 Präfekt der Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung (1985) 1985 Johannes Paul II. 2010
Friedrich Kardinal Wetter 1928 Erzbischof von München und Freising (1982–2008) 1985 Johannes Paul II.
Franz Kardinal Hengsbach 1910 Bischof von Essen (1957) 1988 Johannes Paul II. 1991
Georg Kardinal Sterzinsky 1936 (Erz-)Bischof von Berlin (1989–2011) 1991 Johannes Paul II. 2011
Alois Kardinal Grillmeier SJ 1910 Konzilstheologe 1994 Johannes Paul II. 1998
Johannes Joachim Kardinal Degenhardt 1926 Erzbischof von Paderborn (1974–2002) 2001 Johannes Paul II. 2002
Karl Kardinal Lehmann 1936 Bischof von Mainz (1983) 2001 Johannes Paul II. 2018
Leo Kardinal Scheffczyk FSO 1920 Theologe 2001 Johannes Paul II. 2005
Walter Kardinal Kasper 1933 Sekretär (1999), später Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen (2001–2010) 2001 Johannes Paul II.
Paul Josef Kardinal Cordes 1934 Präsident des Päpstlichen Rates „Cor Unum» (1995–2010) 2007 Benedikt XVI.
Walter Kardinal Brandmüller 1929 Theologe und Kirchenhistoriker 2010 Benedikt XVI.
Reinhard Kardinal Marx 1953 Erzbischof von München und Freising (2008) 2010 Benedikt XVI.
Rainer Maria Kardinal Woelki 1956 Erzbischof von Berlin (2011–2014), Erzbischof von Köln (seit 2014) 2012 Benedikt XVI.
Karl Josef Kardinal Becker SJ 1928 Theologe und Dogmatiker 2012 Benedikt XVI. 2015
Gerhard Ludwig Kardinal Müller 1947 Präfekt der Kongregation für die Glaubenslehre (2012–2017) 2014 Franziskus
Karl-Josef Kardinal Rauber 1934 emeritierter Diplomat des Heiligen Stuhls 2015 Franziskus 2023

Wie viele Kardinäle gibt es in Deutschland?

DOMRADIO.DE: In Deutschland gibt es noch sieben Kardinäle: Marx, Woelki, Kasper, Müller, Wetter, Cordes und Brandmüller. Nur drei davon sind unter 80 und damit zur Papstwahl berechtigt: Marx, Woelki und Müller. Ist das ungewöhnlich, dass wir so wenige deutsche Kardinäle haben? Ulrich Nersinger (Vatikanexperte): Ich halte das gar nicht für so wenig.

  • Meiner Meinung nach sind wir gar nicht so schlecht aufgestellt.
  • DOMRADIO.DE: Das heißt, es gab schon mal weniger.
  • Nersinger: Es gab schon Zeiten mit mehr oder auch weniger deutschen Kardinälen.
  • Das hängt auch immer vom Papst und natürlich von der Zeit.
  • DOMRADIO.DE: Das Verhältnis zwischen dem Vatikan und Deutschland ist ziemlich angespannt, Stichwort Synodaler Weg.

Könnte man das auch als politisches Zeichen verstehen, dass Franziskus keine Deutschen ernennt? Nersinger: Jetzt zur Hochphase des Synodalen Weges haben wir noch kein Konsistorium gehabt, darum kann man die Frage so noch gar nicht stellen. Ob der Papst jetzt bei künftigen Kardinälen auf die deutsche Situation schaut, das ist noch etwas, worauf wir alle warten müssen.

  • Das können wir heute noch nicht beantworten.
  • Ulrich Nersinger (Vatikanexperte) «Der Papst kann frei entscheiden, wen er zum Kardinal erhebt.» DOMRADIO.DE: Dabei gibt es klassische Kardinalssitze, wie zum Beispiel das Hauptstadtbistum Berlin.
  • Heiner Koch ist seit zehn Jahren dort Erzbischof und wartet immer noch vergeblich auf den roten Hut.

Denken Sie der könnte für ihn noch kommen? Nersinger: Das weiß man nicht. Dabei müssen wir uns immer vor Augen halten, dass Kardinäle Kreaturen des Papstes sind. Alles ist dem Papst überlassen und der kann frei entscheiden, wen er zum Kardinal erhebt. In der Vergangenheit war der Papst natürlich auch an politische Situationen gebunden.

  1. Es gab Länder wie Frankreich und Spanien, die eigentlich immer auf einen Kardinal bestanden, die manchmal auch den jeweiligen Ländern mehr verpflichtet waren als dem Papst.
  2. Aber der Papst an sich ist nicht an eine Vorgabe gebunden, er kann völlig frei entscheiden und hat sich früher schon an gewichtige Erzbistümer und bestimmte Posten der römischen Kurie orientiert.

DOMRADIO.DE: Franziskus geht auch mit seinen Kardinalsernennungen «an die Ränder», das müssen also nicht immer wichtige Bischöfe oder Kurienbeamte sein. Kardinal Czerny im Vatikan war zu seiner Ernennung Untersekretär, in Lateinamerika gibt es sogar seit kurzem einen Weihbischof als Kardinal, also beide haben noch «Chefs» über sich.

Ist das eine neue Linie von Franziskus? Nersinger: Ja, er möchte Leute an seiner Seite und im Kardinalskollegium haben, denen er vertraut und die er für wichtig hält. Diese Persönlichkeiten müssen aus Sicht von Franziskus eine bedeutende Rolle hinsichtlich des Lebens und der Fortentwicklung der Kirche spielen.

Ulrich Nersinger (Vatikanexperte) «Wir müssen uns von der Spontanität des Papstes überraschen lassen.» DOMRADIO.DE: Wann ist denn das nächste Konsistorium? Nersinger: Das ist eine gute Frage. Da müssen wir abwarten, auch da ist der Papst ja immer für Überraschungen gut.

  • Das kann in den nächsten Monaten passieren, das kann auch erst im nächsten Jahr sein.
  • Der Papst ist völlig frei in seiner Entscheidung, ein Konsistorium einzuberufen.
  • Da müssen wir uns von der Spontanität des Papstes überraschen lassen.
  • DOMRADIO.DE: Wen denn aus den deutschen Reihen sehen Sie da möglicherweise für eine Kardinalsernennung? Nersinger: Ich glaube, es ist einfacher im Lotto zu gewinnen, als eine solche Frage zu beantworten.

Das hängt wirklich vom Papst ab und bei Franziskus auch von der Tagesform. Da müssen wir uns einfach überraschen lassen. Das Interview führte Uta Vorbrodt.

Wer ist der höchste Kardinal?

Kardinaldiakone – Dieser Klasse gehören die Kardinäle an, denen der Titel einer römischen Diakonie zugewiesen ist. Zurzeit (Stand: Mai 2021) gibt es ca.35 Kardinaldiakone. Nach frühestens 10 Jahren haben Kardinaldiakone das Recht ( can.350 §5 CIC ), den Papst um die Erhebung in den Stand eines Kardinalpriesters zu bitten und auf eine Titelkirche zu optieren ( lateinisch optatio ).

  • Um ihren Titel nicht wechseln zu müssen, kann ihre Titeldiakonie auch vom Papst pro hac vice in den Rang einer Titelkirche erhoben werden.
  • Ardinaldiakon aus dem deutschsprachigen Raum ist Gerhard Ludwig Müller,
  • Der ranghöchste (das heißt der dienstälteste) Kardinaldiakon wird Kardinalprotodiakon (früher auch Kardinalerzdiakon) genannt und ist Primus inter pares unter den Kardinälen dieser Klasse.

Er verkündet den Namen des neugewählten Papstes von der Benediktionsloggia aus der Öffentlichkeit. Derzeitiger Kardinalprotodiakon ist Renato Raffaele Martino,

Wie viele Kardinäle wählen den Papst?

Wahlberechtigte – Aktiv wahlberechtigt sind die Kardinäle der „heiligen (römischen) Kirche», die vor dem Beginn der Sedisvakanz ihr 80. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Deren Zahl soll 120 nicht übersteigen. (Diese Regel in Universi Dominici Gregis, Ziffer 33, ist als eine Sollregel zu verstehen, da es dem Papst freisteht, mehr als 120 wahlberechtigte Kardinäle zu ernennen und niemand anderes Kardinäle ernennen kann.

Wie viel verdient man als Kardinal?

Wie viel verdient der Papst Franziskus? – So viel verdient der Papst – Der aktuelle Bischof von Rom und somit das Oberhaupt der katholischen Kirche ist Papst Franziskus, Der Aktuelle Papst ist Argentinier und sein bürgerlicher Name lautet Jorge Mario Bergoglio.

  • Mit seiner großen Bekanntheit geht auch die Frage einher, wieviel der Papst verdient.
  • Finanzierung: Die meisten Einnahmen bezieht die katholische Kirche aus Kirchensteuern, Kirchenbeiträgen, Spenden sowie staatlicher Unterstützung.
  • Über diese Geldströme wird unter anderem der Papst finanziert.
  • Irchengehälter: Der durchschnittliche Verdienst eines Pfarrers liegt in Deutschland bei 3700 Euro.

Jedoch kann dieses je nach Region deutlich niedriger oder höher ausfallen. Der Papst erhält kein Gehalt (Stand: 18.12.22). Jedoch bezahlt der Vatikan alle Ausgaben, welche der Papst zum Leben benötigt. Darunter fallen unter anderem Nahrungsmittel, Kleidung und die Unterkunft.

  1. Des Weiteren stellt der Vatikan drei Ordensschwestern als auch zwei Sekretäre, um dem Papst beim Erfüllen seines Amtes zu unterstützen.
  2. Eigentum: Es gibt keine Regelungen, ob ein Papst Eigentum besitzen darf.
  3. Dieser darf vor Amtseintritt selbst entscheiden, ob er dieses behält oder spendet.
  4. Das Eigentum kann durchaus sehr hoch ausfallen.

Bevor ein Papst zum Oberhaupt des Vatikans gekürt wird, ist er über einen langen Zeitraum in hohen Kirchenämtern aktiv. In Deutschland beträgt das Gehalt eines Kardinals bis zu 11.500 Euro pro Monat. Es gibt Erzbischöfe welche etwa 13.600 Euro oder mehr im Monat verdienen.

  1. Jedoch darf ein Papst nach seinem Amtsantritt kein Vermögen mehr anhäufen.
  2. Weitere Einkünfte: Erhält ein Papst nach Amtsantritt Einkünfte für Vorträge, aus veröffentlichten Büchern oder auf eine andere Weise, wird das Geld an karitative Zwecke gespendet.
  3. Wie viel verdient der Papst? Er erhält für das Ausführen seines Amtes kein Gehalt.

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Wer ist der älteste Kardinal der Welt?

Einzelnachweise

Personendaten
NAME Pimiento Rodriguez, José de Jesús
KURZBESCHREIBUNG kolumbianischer Geistlicher, Erzbischof von Manizales
GEBURTSDATUM 18. Februar 1919
GEBURTSORT Zapatoca

Wie viel verdient ein Kardinal in Deutschland?

Es reicht! Keine Steuergelder für fürstliche Gehälter der Bischöfe! Ich möchte, dass Bischöfe sich aus dem Steueraufkommen und Spenden der Kirchensteuer finanzieren und die milliardenschweren Subventionen des Staates an die Kirchen sofort gestoppt werden.

  1. Was verdienen Sie im Monat? Weniger als etwa 6.000 €? Dann gehören Sie zu der großen Schar von Steuerzahlern, die gemeinsam dafür zahlen «dürfen», dass wenigstens die katholischen Bischöfe und die evangelischen Landesbischöfe in unserem Land ein «angemessen-fürstliches» Salär bekommen.
  2. Die Gehälter von Bischöfen und Landesbischöfen bezahlt nämlich nicht etwa die Kirche – die bezahlt in den meisten Bundesländern der Staat.

Bei ungefähr 8.000 € (!!!) Grundgehalt beginnt das; Erz- und evangelische Landesbischöfe oder Kardinäle bekommen bis zu 12.000 € monatlich. Und das, obwohl sie nahezu mietfrei wohnen und über Dienstkarosse mit Chauffeur verfügen und noch weitere Zulagen erhalten.

  • Die Eminenzen fahren S-Klasse – der sie unterhaltende Steuerzahler fährt S-Bahn.
  • Eine äußerst lukrative Angelegenheit für die Kirchen.
  • Das ist aber noch längst nicht alles: Die Bundesländer (rühmliche Ausnahme: der Stadtstaat Bremen) bezahlen in der Regel auch noch Weihbischöfe, Dignitäre, Kanoniker, Domkapitulare, Oberkirchenräte, Dom-Mesner – sogar das Brimborium wie den Weihrauch für die Dom-Messen bezahlt der Staat.

Eben alles, was zu einem feudalen Hof-Staat (im Staate) gehört. Im Verhältnis zu den Gesamt-Subventionen des Staates an die Kirchen sind solche Beträge eher «Kleinigkeiten». Aber sie zeigen das Prinzip: Hier werden, mitten in einer Demokratie, in schamloser Weise längst überholte Relikte aus feudaler Zeit konserviert.

Wer ist der bisher jüngste Kardinal?

Leben – Giorgio Marengo trat der Ordensgemeinschaft der Consolata-Missionare bei und studierte von 1993 bis 1995 an der Theologischen Fakultät von Norditalien und anschließend bis 1998 an der Päpstlichen Universität Gregoriana, Am 24. Juni 2000 legte er die ewige Profess ab und empfing am 26.

Mai 2001 durch den Erzbischof von Turin, Severino Kardinal Poletto, das Sakrament der Priesterweihe, Von 2000 bis 2006 studierte er an der Päpstlichen Universität Urbaniana und wurde in Missiologie promoviert, Neben seinen Studien war er seit der Priesterweihe als erster Vertreter seiner Ordensgemeinschaft in der Mongolei als Missionar tätig.

Seit 2016 war er Regionalrat seines Ordens für Asien und Ordensoberer für die Mongolei. Papst Franziskus ernannte ihn am 2. April 2020 zum Apostolischen Präfekten von Ulaanbaatar und zum Titularbischof von Castra Severiana, Die Bischofsweihe spendete ihm der Kardinalpräfekt der Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Luis Antonio Tagle, am 8.

August desselben Jahres im Turiner Consolata-Heiligtum, Mitkonsekratoren waren der Erzbischof von Turin, Cesare Nosiglia, und dessen Amtsvorgänger Severino Kardinal Poletto. Im Konsistorium vom 27. August 2022 nahm ihn Papst Franziskus als Kardinalpriester mit der Titelkirche San Giuda Taddeo Apostolo in das Kardinalskollegium auf.

Die Besitzergreifung seiner Titelkirche fand am 21. Mai 2023 statt. Am 7. Oktober 2022 berief ihn Papst Franziskus zum Mitglied des Dikasteriums für die Evangelisierung, Marengo ist nicht nur weltweit der jüngste, sondern auch der erste in den 1970er Jahren geborene Kardinal.

Welches Land hat die meisten Kardinäle?

Die Schweiz und ihre Kardinäle Am 1. Oktober vor 500 Jahren verstarb der Bischof von Sitten. Er amtete auch als Kardinal und war Mitverfasser des Wormser Edikts sowie Käufer grosser Teile des heutigen Tessins. Seither hatte die Schweiz neun weitere Kardinäle.

  1. Ihre Aufgaben haben sich über die Jahrhundert stark verändert.
  2. Ein Ausblick und ein Rückblick.
  3. Stephan Leimgruber Kardinal ist ein geistlicher Titel der katholischen Kirche.
  4. Die damit verbundene ranghöchste Würde kann vom Papst prinzipiell jedem Getauften verliehen werden, seit 1917 nur einem Priester.

Mit der Aufnahme ins Kardinalskollegium wird Mitverantwortung an der Leitung der Gesamtkirche übertragen. Jeder Kardinal ist bis zur Vollendung des 80. Lebensjahrs berechtigt, an der Papstwahl mitzuwirken und selbst gewählt zu werden. Diözesanbischöfe nehmen diese Aufgaben zusätzlich zur Diözesanleitung wahr, während Kurienkardinäle in den gesamtkirchlich angelegten Kongregationen Verantwortung übernehmen.

  1. Die Kreierung zum Kardinal geschieht durch Verkündung in einem Konsistorium der Kardin ä le.
  2. Es gibt auch Kardin ä le in pectore, das heisst Kardinäle, deren Name (in Ländern der Verfolgung) nicht bekannt gegeben wird.
  3. Der Titel Kardinal steht protokollarisch zwischen Vorname und Familienname; die Anrede lautet Eminenz.

Gegenwärtig gibt es weltweit 226 Kardinäle.131 sind unter 80 Jahren und somit wahlberechtigt. Papst Franziskus hat bisher 112 Kardinäle berufen, davon sind 82 wahlberechtigt. Am meisten Kardinäle haben Italien (48), die USA (16), Spanien (12), Brasilien (8), Deutschland (8), je 6 Frankreich, Mexiko und Indien, während Portugal 5 und Kanada 4 aufweisen.

Mit der Berufung von Kardinälen, die mehrheitlich aus der südlichen Hemisphäre stammen, intendiert Papst Franziskus eine breitere weltkirchlich abgestützte Wahl seines Nachfolgers. Die Schweiz brachte bisher zehn Kardinäle hervor (vgl. Kasten). Ein Rückblick auf die Amtsträger gibt Einblick in Zeitgeist und offenbart den Wandel.

Matthäus Schiner (1465–1522) Der früheste Schweizer Kardinal lebte in der Zeit zwischen Bruder Klaus (1417–1487) und Martin Luther (1483–1546) und ist deshalb so schwierig darzustellen, weil er massiv in die Kirchenpolitik und in das Weltgeschehen eingriff, was uns heute angesichts der Unterscheidung von Kirche und Staat irritiert.

Schiner soll in der Schlacht von Marignano dabei gewesen sein. Als Kardinal hat er so sehr die Interessen des Papstes vertreten, dass er «Schlachtross des Papstes» genannt wurde. Matthäus wurde 1465 in Ernen geboren, besuchte Lateinschulen in Sitten und Como, empfing 24-jährig die Priesterweihe und wurde dann Kaplan, 1496 Pfarrer von Ernen, bald Domherr und Domdekan im Bistum Sitten.

Am 13. Oktober 1499, also mit 34 Jahren, wurde er in Rom zum Bischof von Sitten geweiht mit der Aufgabe, die Kirche im Wallis zu erneuern und die Einheit im Volk wiederherzustellen. Schiner gründete Schulen, machte eloquent Politik und bezog klar Position gegen Frankreich.

  • Als Vermittler von Papst Julius II.
  • Erzielte er ein Bündnis zwischen dem Papst und den zwölf eidgenössischen Orten.1511 wurde Schiner zum Kardinal und zum päpstlichen Legaten ernannt.1512 führte er die Eidgenossen zum Sieg über Frankreich bei Pavia und 1513 in Novara.
  • Bellinzona und das Bleniotal kamen dank ihm zur Schweiz.

Doch die Niederlage von Marignano (1515) bewirkte für ihn persönlich, dass er nicht mehr in sein Bistum Sitten zurückkehren konnte. Schiner knüpfte Kontakte mit Erasmus von Rotterdam und Huldrych Zwingli, war er doch humanistischer Bildung zugetan. Auf dem Reichstag zu Worms (1521) grenzte er sich gegenüber Martin Luther ab.

  1. Im Konklave nach dem Tod von Papst Leo X.
  2. 1522) kam er in die engere Wahl, stand dann aber dem gewählten Papst Hadrian zur Seite.
  3. Ardinal Schiner starb am 1.
  4. Oktober 1522 an der Pest und wurde in der Kirche Maria dell’Anima, Rom, beigesetzt.500 Jahre nach seinem Tod gibt es in Ernen 2022 Theaterauff ührungen und Ausstellungen zu seinem Wirken! Celestino Sfondrati (1644–1606) Der zweite Kardinal – 200 Jahre nach Schiner – stammt zwar aus Mailand, aber er war ganz dem Kloster St.

Gallen verpflichtet. Er besuchte mit zwölf Jahren die Schule der Benediktiner von St. Gallen in Rorschach und trat mit 16 in die Klostergemeinschaft St. Gallen ein (Ordensname Coelestin). Nach der Priesterweihe (1668) wurde er Novizenmeister. Der in Kirchenrecht Promovierte lehrte dieses Fach an der Fakultät der Benediktiner in Salzburg.

Abt Gallus vom Kloster St. Gallen ernannte ihn zu seinem Generalvikar, und am 17. April 1687 wurde er zum Fürstabt von St. Gallen gewählt. Am 12. Dezember 1695 berief ihn Papst Innozenz XII. ins Kardinalskollegium. Nur neun Monate nach seiner Erhebung starb Kardinal Coelestin Sfondrati und wurde in der Kirche Santa Cecilia in Rom beigesetzt.

Von ihm sind mehrere Werke gegen den Gallikanismus, ein dreibändiger Theologie- und ein Philosophiekurs für Mönche des Klosters St. Gallen veröffentlicht. Gaspard Mermillod (1824–1892) Der dritte Schweizer Kardinal (geboren in Carouge, Jesuitenschüler in Fribourg, Priester 1847) wurde als Weihbischof in Genf ausgewiesen (18.

  1. Februar 1873), weil die radikale Regierung bei seiner Ernennung zum Apostolischen Vikar mit Jurisdiktion in Genf einen Verstoss gegen die Bundesverfassung sah, welche für die Errichtung eines neuen Bistums das staatliche Plazet erforderte.
  2. Mermillod leitete die Diözese von Fernex/Frankreich aus.
  3. Zehn Jahre später intervenierte Joseph Déruaz bei Bundesrat Louis Ruchonnet, und so konnte Bischof Mermillod 1883 zurückkehren und als Diözesanbischof von Lausanne und Genf wirken.

Papst Leo XIII. nahm ihn am 23. Juni 1890 ins Kardinalskollegium auf, in dem er noch zwei Jahre aktiv sein konnte. Mermillod leitete die «Union de Fribourg» und war vorbereitender Mitverfasser der ersten Sozialenzyklika «Rerum Novarum» (1891). Charles Journet (1891–1974) Noch im 19.

  • Jahrhundert geboren in eine Kaufmannsfamilie, besuchte er das Collège Saint-Michel in Fribourg und empfing unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg die Priesterweihe (1913), danach arbeitete als Vikar in Carouge und in St.
  • Peter, Fribourg.
  • Er begegnete Jacques Maritain und begann mit theologischen Publikationen.

Bischof Marius Besson ernannte ihn zum Dogmatikprofessor im Seminar Fribourg, wobei er Seelsorger in Genf blieb. Abbé Charles Journet setzte sich intensiv mit dem Judentum und mit ökumenischen Fragen auseinander. Er nahm 1947 an der Seelisberger Konferenz teil, gab dort gewichtige Voten ab, die zur Formulierung der Zehn Thesen von Seelisberg führten.

Eine Biografie über Niklaus von Flüe fehlt nicht. In der Revue «Nova et Vetera» hatte er sein geistliches Führungsinstrument gefunden.1947 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Hausprälaten; 1960 berief ihn Johannes XXIII. in die Vorbereitungskommission des II. Vatikanums. Am 22. Februar 1965 ernannte ihn Paul VI.

zum Kardinal. In der darauffolgenden vierten Sitzungsperiode des Konzils gab er mehrere Voten zur Religionsfreiheit ab. Benno Gut (1897–1970) Der aus Reiden LU stammende Benediktiner Walter Gut wurde Ende des 19. Jahrhunderts in einer Lehrersfamilie gross, besuchte die Gymnasien in Luzern und Einsiedeln (Matura 1916) und studierte zunächst Musik an der Universität Basel.

Profess 1918 in Einsiedeln, Ordination 1921. Das Theologiestudium in Sant’Anselmo, Rom, schloss er mit dem Doktorat in Theologie ab (1923), dem er ein Lizentiat in Bibelwissenschaften folgen liess (1934). Im Kloster nahm er eine Vielzahl von Aufgaben wahr, von der Seelsorge über Choralmagister, Präfekt, Leiter der Studentenmusik bis zum Dozenten an den ordenseigenen Hochschulen in Einsiedeln und in Sant’Anselmo.

Er wurde 1947 zum Abt von Einsiedeln gewählt und 1959 zum Abtprimas der Benediktinischen Konföderation, was den Verzicht auf Einsiedeln bedeutete. Als Abtprimas wurde er 1960 Mitglied der vorbereitenden Konzilskommission, von 1962 bis 1965 Konzilsvater und 1967 zum Bischof geweiht.

Papst Paul VI. kreierte ihn zum Kardinal (26. Juni 1967). Als solcher leitete er die Ritenkongregation und seit 1969 die Kongregation für die Sakramente. Hans Urs von Balthasar (1905–1988) Aus einer Luzerner Patrizierfamilie stammend, Gymnasium in Engelberg und Theologie im Jesuitenkollegium Feldkirch, studierte Hans Urs Germanistik und Philosophie.

Er wurde mit der Arbeit «Geschichte des eschatologischen Problems in der modernen deutschen Literatur» promoviert.1927 entschloss er sich, Jesuit zu werden. Er studierte die Kirchenväter in Lyon à fonds unter der Führung von Henri de Lubac.1936 wurde er zum Priester geweiht.

In Basel lernte er die Ärztin und Konvertitin Adrienne von Speyr (1902–1967) kennen, mit der er die Johannesgemeinschaft gründete. Dies führte zu Missverständnissen und zum schmerzlichen Bruch mit dem Jesuitenorden (1950). Von Balthasar wurde Privatgelehrter und entwarf ein eigenständiges theologisch-spirituelles Werk, das – erst spät – weltweit grosse Anerkennung erhält und zu dem unzählige Doktoratsthesen erstellt werden.

Sein Ansatz ist – im Vergleich zu Karl Barth – eine katholische dialektische Theologie. Im Zentrum steht Gottes Offenbarung und Menschwerdung. Seine Schriften haben der Theologie des Zweiten Vatikanums den Weg bereitet. Die «Offenbarung Gottes» hat er in einer Trilogie dargestellt: Herrlichkeit, Theodramatik und Theologik.

  1. Von Balthasar wurde Mitglied der Internationalen Theologischen Kommission, 1984 bekam er den Preis Paul VI.
  2. Und Johannes Paul II.
  3. Ehrte ihn mit der Kardinalswürde, deren Verleihung am 28.
  4. Juni 1988 er sich durch den Tod am 26.
  5. Juni 1988 entzog.
  6. Georges Marie Cottier (1922–2017) Der Dominikanerpater Georges Cottier aus Carouge GE setzte sich eingehend mit dem Atheismus auseinander, insbesondere mit Karl Marx und mit dem deutschen Idealismus in der Person Friedrich Hegels, und zwar aus thomistischer Sicht.

Er trat in die Fussstapfen von Jacques Maritain (1882–1973) und des bereits erwähnten Theologen Charles Kardinal Journet. Tief eingegraben hat sich in das Bewusstsein der Kriegsgeneration die Katastrophe von «Auschwitz», die für das nationalsozialistische Programm der Auslöschung des Judentums steht.

  • Seine Dissertation «L’athéisme du jeune Marx, ses origines hégéliennes» (1959–1969) war die Frucht seiner geistigen Arbeit.
  • Cottier hatte das Privileg, das Zweite Vatikanische Konzil von nahe zu beobachten; er gab mit J.
  • Maritain eine Reflexion über «Dynamik des Glaubens und des Unglaubens» (1963) heraus und stellte die Frage der Glaubwürdigkeit der Kirche im Buch «Die Evangelische Armut und das Antlitz der Kirche».

Cottier verfasste ein Interview mit Roger Garaudy über «Christen und Marxisten» (1967). Als päpstlicher Haustheologe stand er Paul VI. und Johannes Paul II. nahe. Er gab im Vatikan mehrmals gewichtige Voten ab und erteilte öfter Exerzitien. Seine Befürwortung von «Humanae vitae» (Verbot künstlicher Empfängnismittel) irritiert auch 54 Jahre danach.2003 wurde sein Wirken mit der Verleihung des Kardinalats belohnt.

Gilberto Agustoni (1922–2017) Gilberto entstammt einer Tessiner Zolldirektorenfamilie und wuchs mit vier Brüdern in Schaffhausen auf. Er studierte Philosophie und Theologie in Rom und Fribourg (Dr. theol.), wurde unmittelbar nach dem Konzil Priester (wie auch zwei seiner Brüder) und setzte sich für die Katholische Aktion im Tessin ein.

Mit 28 Jahren siedelte er nach Rom um und trat für über 60 Jahre in den Dienst des Vatikans, zunächst als Sekretar von Kardinal Ottaviani, dann engagierte er sich in der Umsetzung und Realisierung der Liturgiereform. Johannes Paul II. ernannte ihn 1994 zum Kardinal.

  1. Heinrich Schwery (1932–2021) Heinrich stammt aus einer Grossfamilie in Saint Léonard.
  2. Schwerpunkt der Tätigkeit des Priesters Heinrich Schwery war die als Lehrer und Rektor der kantonalen Mittelschule von Sitten (1961–1977), nachdem er Mathematik und Physik an der Universität Fribourg studiert hatte.

Mit 25 wurde er zum Diözesanpriester, mit 45 zum Bischof von Sitten geweiht. Diese Aufgabe nahm er 18 Jahre lang wahr, bis er aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen musste.1991 wurde er von Johannes Paul II. ins Kardinalskollegium aufgenommen.

  • Er nahm teil am Konklave von 2005, an dem Papst Benedikt XVI.
  • Gewählt wurde.
  • Sein Wahlspruch war «Gottes Geist ist Freude und Hoffnung».
  • In seinem Bistum war er längere Zeit befasst mit dem Problem des Traditionalisten Marcel Lefebvre sowie mit dem nahe gelegenen Priesterseminar.
  • In diesen Problemen versuchte er eine vermittelnde Position einzunehmen.

Kurt Koch (1950) In Emmenbrücke 1950 geboren, Kantonsschule Luzern, Theologiestudium in Luzern und München mit Promotion über Wolfhart Pannenberg (1987). Vor und nach der Priesterweihe wirkte er als Seelsorger in Sursee und Bern, bald auch als Dozent am Katechetischen Institut Luzern.

  1. Habilitation über «Ethik des Lebens».1995 wählte ihn das Basler Domkapitel zum Diözesanbischof, eine Aufgabe, die er 15 Jahre lang engagiert wahrnahm.2010 bekam er von Papst Benedikt XVI.
  2. Den Ruf zur Nachfolge von Walter Kardinal Kasper als Vorsitzender des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen.

Damit verbunden war die Erwählung zum Kardinal im selben Jahr. Die entsprechenden Pflichten konnte er im Konklave 2013 nach dem überraschenden Rücktritt Benedikts XVI. wahrnehmen, nämlich die Mitwirkung an der Wahl in der Sixtinischen Kapelle von Papst Franziskus.

Kurt Kardinal Koch arbeitet in sieben Kongregationen mit: in den Kongregationen für die religiösen Beziehungen zum Judentum, für die orientalischen Kirchen, für das Bildungswesen, für die Bischöfe und für die Glaubenslehre, dazu im Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog. Er begleitet den Papst bei diversen Begegnungen, wie die mit Patriarch Kyrill in Havanna (2016).

Er hat unter anderem das Grosse Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland erhalten und über 60 Bücher verfasst. Beim nächsten Konklave könnte er in die engere Wahl kommen. : Die Schweiz und ihre Kardinäle

Wer ist nach dem Papst der höchste?

Wappen eines Erzbischofs im Kardinalsrang, erkennbar an dem roten Kardinalshut ( Galero ) mit 30 seitlichen Quasten ( Fiocchi ) sowie an dem erzbischöflichen (doppelten) Vortragekreuz Kardinal ist ein Titel der römisch-katholischen Kirche und die ranghöchste Würde nach dem Papst, Der auf Lebenszeit verliehene Kardinalstitel beruft den Träger zur besonderen Mitverantwortung an der Gesamtleitung der Kirche im Kardinalskollegium sowie der Römischen Kurie und berechtigt bis zur Vollendung des 80.

Lebensjahres grundsätzlich zur Teilnahme an der Papstwahl, Diözesanbischöfe mit Kardinalstitel nehmen diese Aufgaben zusätzlich zur Leitung ihres Bistums wahr, während Kurienkardinäle in leitender Funktion – vergleichbar mit einem Minister – an der Kurie in Rom tätig sind. Das Kardinalskollegium ist in einer Ehrenrangfolge in drei Kardinalsklassen gegliedert, sein Vorsitzender ist der Kardinaldekan,

Von den derzeit 222 Kardinälen wären 121 im Konklave wahlberechtigt (Stand: 2. Juni 2023).

Was ist höher als ein Kardinal?

Hierarchie Das Sakrament der Weihe wird in drei Stufen erteilt:

Bischofsweihe (für Papst, Kardinäle, (Erz-)Bischöfe, Weihbischöfe) Priesterweihe (für Generalvikare, (Regional-)Dekane, Pfarrer, Kapläne, Vikare, Benefiziaten) Diakonatsweihe (für ständige oder durchlaufende Diakone)

Die katholische Kirche ist wie folgt gegliedert:

Papst – Bischof des Bistums Rom und Leiter der Weltkirche Patriarch – Leiter einer Rituskirche eigenen Rechtes, z.B. lateinische Rituskirche, Patriarch des Abendlandes (=Papst) Kardinal – normalerweise Erzbischof oder Bischof, entweder Diözesanbischof oder Leiter einer römischen Kurienbehörde (bis zur Vollendung des 80. Lebensjahres Inhaber des aktiven Papstwahlrechtes, max.120 wahlberechtigte Kardinäle) Metropolit (Erzbischof) – Leiter einer Kirchenprovinz, z.B. München und Freising Bischof – Leiter eines Bistums, z.B. Augsburg; ihm zur Seite stehen der Generalvikar und die Bischofsvikare ( Weihbischöfe ) Regionaldekan – Leiter einer Region (nur in manchen deutschen Bistümern üblich) Dekan bzw. Dechant – Leiter eines Dekanates, z.B. Augsburg I Pfarrer – Leiter einer Pfarrgemeinde, z.B. St. Ulrich und Afra, oder einer Pfarreiengemeinschaft. Dem Pfarrer zur Seite stehen Kaplan, Vikar oder Benefiziat als Helfer des Pfarrers sowie evtl. ein Diakon – er hat die Diakonats-, aber (noch) nicht die Priesterweihe erhalten (ständiger oder durchlaufender Diakonat)

Dann gibt es noch drei päpstliche Ehrentitel ohne besondere Funktion:

Apostolischer Protonotar Prälat (Ehrenprälat Seiner Heiligkeit) Monsignore (Kaplan Seiner Heiligkeit)

bischöflicher Ehrentitel ohne besondere Funktion:

Bischöflich Geistlicher Rat

Weitere Informationen finden Sie Dr. Peter C. Düren : Hierarchie

Wie viele Päpste kann es geben?

Seit über vier Jahren gibt es zwei Päpste. Forderungen werden laut, dass Benedikt auf Papst-Utensilien verzichten solle. Der Vatikan-Experte Ulrich Nersinger findet dies rückwirkend betrachtet problematisch, fordert aber zukünftige Regelungen. domradio.de: Der Münsteraner Kirchenrechtler Thomas Schüller spricht davon, dass Benedikt XVI.

Oder allgemein ein zurückgetretener Papst keine weiße Kleidung mehr tragen und seinen Fischer-Ring ablegen sollte. Ist das eine angemessene Forderung? Ulrich Nersinger (Vatikan-Experte): Ja, solche Regelungen, die auf den Verzicht auf Titel, Anrede, Kleidung oder all die Utensilien, die mit dem Papsttum verbunden werden, zu fordern, das ist generell legitim und sinnvoll.

Mir persönlich kommt dabei immer ein Kinofilm aus den 1980er Jahren in den Sinn mit dem Titel «Es kann nur einen geben». Allerdings muss ich sagen, jetzt einen solchen Verzicht rückwirkend einzufordern, das halte ich für sehr problematisch. domradio.de: In der Zukunft muss man sich also darauf vorbereiten? Nersinger : Auf jeden Fall.

  • Das sollte unbedingt kommen.
  • Wir können uns so eine unendliche Geschichte, wie wir sie jetzt erleben, eigentlich nicht erlauben.
  • Das muss gemacht werden.
  • Das ist nicht nur sinnvoll, sondern absolut nötig.
  • Domradio.de: Welche Rolle hat denn ein zurückgetretener Papst für die Kirche? Nersinger : Die Figur eines emeritierten Papstes ist ja – wenn wir vom Mittelalter absehen – etwas Neues in der Geschichte.

Damit sind wir natürlich alle ein wenig überfordert. Als Benedikt zurückgetreten ist, da musste das ja auch alles relativ schnell geschehen. Es stand die Sedisvakanz (Anm.d. Red.: Zeit des «leeren Stuhles») und das nächste Konklave (Anm.d. Red.: Wahl des Papstes) an.

  • Das ist alles unter starkem Zeitdruck geschehen und auch in einer Weise, die nicht alles miteinbezogen hat, was vielleicht notwendig gewesen wäre, um die Rolle und die Vorrechte entsprechend zu definieren.
  • Domradio.de: Jetzt gibt es die Kreise, die Benedikt und Franziskus gerne gegeneinander ausspielen würden.

Die beiden selbst sagen, da ist nichts dran. Ist das nicht ein Konflikt, den man hätte vorhersehen können? Nersinger : Ich denke schon, aber natürlich ist es leicht jetzt zu sagen, das hätten wir alles sehen können. Natürlich hätte man vorher bedenken müssen, dass so etwas möglich ist.

  1. Ich will das jetzt auch gar nicht an den Personen Benedikt und Franziskus festmachen.
  2. Wir leben ja in einer Zeit, die von den Medien und den sozialen Netzwerken und auch unterschiedlichen Interessen geprägt ist.
  3. Da bewegt man sich auf einem Minenfeld und das gibt natürlich gewissen Kräften, die dann auch den einen oder anderen Protagonisten instrumentalisieren wollen, Zündstoff.

Das ist ein Spiel mit dem Feuer. Das Interview führte Renardo Schlegelmilch.

Was ist höher Bischof oder Kardinal?

Erste Ebene – An der Spitze der kirchlichen Hierarchie steht, wie bereits erwähnt, der Papst als Bischof von Rom und oberstes Oberhaupt der Kirche. Sein Amt ist auf Lebenszeit. Nach ihm kommen die Kardinäle, Die anderen Bischöfe gelten als Nachfolger der Apostel und werden vom Papst ernannt, aber einige von ihnen können auch durch seinen Willen zu Kardinälen aufsteigen.

Was verdient Kardinal Woelki im Monat?

► Was verdient der Erzbischof in Köln? Etwa so viel wie ein Staatssekretär. Rainer Maria Woelki soll monatlich rund 13 800 Euro brutto bekommen.

Wie viel verdient Tebartz van Elst?

Eine genaue Summe nannte das Bistum nicht. Sie dürfte bei etwas mehr als 5.500 Euro brutto im Monat liegen, da das Gehalt des Bischofs sich nach der Besoldungsgruppe B 8 für Beamte in Hessen richtete. Zum Zeitpunkt des Rücktritts von Tebartz-van Elst erhielt ein nach B 8 bezahlter Beamter ein Monatsgehalt in Höhe von 9.145,54 Euro brutto.

Das Bistum wies darauf hin, dass Grothe einen Aufenthalt in Rom Mitte November im Rahmen eines Ad-Limina-Besuchs der deutschen Bischöfe auch für ein Treffen mit Tebartz-van Elst genutzt habe. Dabei sei es um Anpassungen der vormals getroffenen Ruhestandsvereinbarung gegangen. Bislang rund 6.700 Euro Ruhestandsgeld Nach dem Rücktritt von Tebartz-van Elst hatte das Bistum Limburg mit dem Bischof zunächst eine auf seiner Versorgungsordnung basierende Ruhestandsregelung getroffen, die eine Anpassung vorsah für den Fall, dass Tebartz-van Elst wieder anderweitige Einkünfte haben werde.

Auf dieser Grundlage erhielt der Bischof dem Vernehmen nach von seinem ehemaligen Bistum bislang etwa 6.700 Euro monatlich. Seit März ist der Bischof in Rom als «Delegat für Katechese» des Päpstlichen Rates zur Förderung der Neuevangelisation tätig. Angaben zu seinen Bezügen aus dieser Tätigkeit kann das Bistum Limburg nach eigenem Bekunden nicht machen.

In verschiedenen Medien wurde wiederholt eine Summe von rund 3.000 Euro genannt. Grothe, der am 26. März 2014 von Papst Franziskus zum Apostolischen Administrator in Limburg ernannt wurde, hatte in der jüngeren Vergangenheit wiederholt erläutert, auch wenn Tebartz-van Elst als «Delegat für Katechese» Gehalt beziehe, bleibe er emeritierter Bischof von Limburg.

Insofern sei das Bistum ihm verpflichtet. Tebartz-van Elst hatte dem Papst im Oktober 2013 seinen Rücktritt vom Amt des Bischofs von Limburg angeboten. Fünf Monate später nahm der Papst den Amtsverzicht an. Neben einer von vielen als autoritär empfundenen Amtsführung hatten eine Empörungswelle über die Baukosten des Bischofshauses auf dem Limburger Domberg in Höhe von rund 31 Millionen Euro und die Verschleierung dieser Kosten entscheidend zum Rücktritt des Bischofs beigetragen.

  1. Neuer Limburger Bischof im Sommer 2016? Unterdessen rechnet man im Bistum Limburg bis zum Sommer kommenden Jahres mit einem neuen Bischof.
  2. Weihbischof Grothe erklärte am Mittwoch in Limburg, kürzlich von ihm im Vatikan geführte zahlreiche Gespräche bewerte er als «Zeichen dafür, dass die Eröffnung des offiziellen Verfahrens zur Besetzung des Bischofsstuhles in Limburg nun zeitnah beginnt und bis zum Sommer 2016 ein neuer Diözesanbischof gefunden ist».

Grothe, der sich Mitte November im Rahmen eines Ad-Limina-Besuchs der deutschen Bischöfe im Vatikan aufgehalten hatte, sagte, in den Gesprächen dort sei auch immer wieder auf den Weg der Aufarbeitung und Neuausrichtung im Bistum Limburg geblickt worden.

Wie viel Geld besitzt der Vatikan?

Heiliger Stuhl – Vatikan und Italien – Die Verwaltung der Immobilien, Kapitalanlagen und Liquidität der Kurie obliegt seit 1967 der Administratio Patrimonii Sedis Apostolicae (APSA). Das Istituto per le Opere di Religione (IOR) ist eine Bank im Besitz des Heiligen Stuhls.

Der Gesamtbesitz an Aktien und anderen Kapitalbeteiligungen des Vatikans wurde 1958 auf etwa 50 Milliarden DM geschätzt.2007 sprach man von einem Vermögen zwischen 1,2 und zwölf Milliarden Euro, zu dem Goldreserven in der Schweiz und in den Vereinigten Staaten, Immobilien, Schatzbriefe, Aktien und festverzinsliche Wertpapiere gehören.

Das Vermögen der Vatikanbank IOR liegt Schätzungen des Nachrichtenmagazins L’Espresso zufolge bei rund sechs Milliarden Euro.

Wie alt muss ein Kardinal sein um Papst zu werden?

Wer kann Papst werden? – kath.ch Rom, 8.3.13 (Kipa) «Auch der künftige Papst ist unter euch, unter den Mitgliedern des Kardinalskollegiums.» Mit diesen Worten hatte sich Papst Benedikt XVI. am 28. Februar kurz vor seinem Rücktritt im Vatikan von den Kardinälen verabschiedet.

Nach dem Kirchenrecht könnten die im Konklave versammelten Kardinäle sich jedoch auch für einen Nichtkardinal entscheiden. Zumindest theoretisch kann jeder ledige, getaufte männliche Katholik zum Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche gewählt werden, der mindestens 35 Jahre alt ist. Das ergibt sich aus dem ersten Paragrafen von Canon 332 des Codex Iuris Canonici.

Dort heisst es über einen neuen Papst: «Wenn der Gewählte noch nicht Bischof ist, ist er sofort zum Bischof zu weihen.». Eine nähere Eingrenzung der Personengruppe, aus der ein neuer Papst zu wählen ist, enthält das Kirchenrecht nicht.35 Jahre ist jedoch das vorgeschriebene Mindestalter für die Bischofsweihe.

Der letzte Papst, der vor seiner Wahl kein Priester war, war Leo X. (1513-1521), der letzt, der nicht aus dem Kreis der Kardinäle stammte, Urban VI. (1378-1389). Der letzte Papst, der zum Zeitpunkt seiner Wahl zwar Kardinal war, aber nicht Bischof, war Gregor XVI. (1831-1846). Es sei «äusserst unwahrscheinlich», dass im Konklave ein Nichtkardinal gewählt werde, hiess es in den vergangenen Tagen im Vatikan.

(kipa/cic/gs) © Katholische Internationale Presseagentur (kipa), 08.03.2013 Die Rechte sämtlicher Texte sind bei kipa-apic, seit dem 1.1.2015 beim Katholischen Medienzentrum. Jede Weiterverbreitung der Texte ist honorarpflichtig. Die Speicherung in elektronischen Datenbanken ist nicht erlaubt.

Wo lebt ein Kardinal?

Lebensweise und Verhalten – Der Rote Kardinal ist vom Südosten Kanadas durch die östliche USA bis Mexiko überall in den Gärten, an Straßenrändern, in den Hecken des Farmlandes und in Parkanlagen anzutreffen. Als Stand- oder Strichvogel bleibt er auch im Winter in seiner Heimat.

Wer war der beste Papst?

Johannes XXIII. Johannes XXIII. ( lateinisch Ioannes PP. XXIII, bürgerlich Angelo Giuseppe Roncalli ; * 25. November 1881 in Sotto il Monte ; † 3. Juni 1963 in der Vatikanstadt ) war vom 28. Oktober 1958 bis zu seinem Tod 4 Jahre und 7 Monate lang Papst der römisch-katholischen Kirche,

Er wird auch „der Konzilspapst» und wegen seiner Bescheidenheit und Volksnähe im Volksmund il Papa buono („der gute Papst») genannt. Am 3. September 2000 wurde er von Johannes Paul II. selig – und am 27. April 2014 von Franziskus heiliggesprochen, Sein Gedenktag in der römisch-katholischen Kirche ist der 11.

Oktober, der Tag der Eröffnung des Zweiten Vatikanischen Konzils im Jahr 1962. Die evangelisch-lutherische Kirche in Amerika gedenkt seiner am 3. Juni, seinem Todestag.

Wie viele Kardinäle sind im Vatikan?

Die folgende Liste zeigt die lebenden Kardinäle der römisch-katholischen Kirche. Von den 222 genannten Kardinälen sind bei einem Konklave 121 wahlberechtigt (Stand: 12. Juni 2023).

Wer sind die neuen Kardinaele?

Am Samstag wird Papst Franziskus 20 neue Kardinäle kreieren. Auch dieses Mal kommen die ausgewählten Kirchenmänner aus den verschiedensten Ecken der Welt. Ab kommenden Montag nehmen sie an der Kardinalsversammlung teil, in deren Verlauf Franziskus über die neue Konstitution Praedicate Evangelium sprechen will.

Es ist eine bunte Mischung an neuen Kardinälen, die Papst Franziskus bei seinem Regina Coeli am vergangenen 29. Mai angekündigt hat. Keine größere Überraschung stellt die Ernennung der drei Kurienspitzenmitarbeiter Lazarus You Heung-sik, Fernando Vergez Alzaga und Arthur Roche dar. Sie leiten jeweils die Kleruskongregation (seit 11.

Juni 2021), das vatikanische Governatorat (seit 1. Oktober 2021) und die Kongregation für den Gottesdienst und die Sakramentenordnung (seit 27. Mai 2021). Doch dem Papst war es ein Anliegen, auch zahlreiche verdiente Kirchenmänner aus der Weltkirche in den Kardinalsstand zu erheben.

Welches Land hat die meisten Kardinäle?

Die Schweiz und ihre Kardinäle Am 1. Oktober vor 500 Jahren verstarb der Bischof von Sitten. Er amtete auch als Kardinal und war Mitverfasser des Wormser Edikts sowie Käufer grosser Teile des heutigen Tessins. Seither hatte die Schweiz neun weitere Kardinäle.

  1. Ihre Aufgaben haben sich über die Jahrhundert stark verändert.
  2. Ein Ausblick und ein Rückblick.
  3. Stephan Leimgruber Kardinal ist ein geistlicher Titel der katholischen Kirche.
  4. Die damit verbundene ranghöchste Würde kann vom Papst prinzipiell jedem Getauften verliehen werden, seit 1917 nur einem Priester.

Mit der Aufnahme ins Kardinalskollegium wird Mitverantwortung an der Leitung der Gesamtkirche übertragen. Jeder Kardinal ist bis zur Vollendung des 80. Lebensjahrs berechtigt, an der Papstwahl mitzuwirken und selbst gewählt zu werden. Diözesanbischöfe nehmen diese Aufgaben zusätzlich zur Diözesanleitung wahr, während Kurienkardinäle in den gesamtkirchlich angelegten Kongregationen Verantwortung übernehmen.

  1. Die Kreierung zum Kardinal geschieht durch Verkündung in einem Konsistorium der Kardin ä le.
  2. Es gibt auch Kardin ä le in pectore, das heisst Kardinäle, deren Name (in Ländern der Verfolgung) nicht bekannt gegeben wird.
  3. Der Titel Kardinal steht protokollarisch zwischen Vorname und Familienname; die Anrede lautet Eminenz.

Gegenwärtig gibt es weltweit 226 Kardinäle.131 sind unter 80 Jahren und somit wahlberechtigt. Papst Franziskus hat bisher 112 Kardinäle berufen, davon sind 82 wahlberechtigt. Am meisten Kardinäle haben Italien (48), die USA (16), Spanien (12), Brasilien (8), Deutschland (8), je 6 Frankreich, Mexiko und Indien, während Portugal 5 und Kanada 4 aufweisen.

Mit der Berufung von Kardinälen, die mehrheitlich aus der südlichen Hemisphäre stammen, intendiert Papst Franziskus eine breitere weltkirchlich abgestützte Wahl seines Nachfolgers. Die Schweiz brachte bisher zehn Kardinäle hervor (vgl. Kasten). Ein Rückblick auf die Amtsträger gibt Einblick in Zeitgeist und offenbart den Wandel.

Matthäus Schiner (1465–1522) Der früheste Schweizer Kardinal lebte in der Zeit zwischen Bruder Klaus (1417–1487) und Martin Luther (1483–1546) und ist deshalb so schwierig darzustellen, weil er massiv in die Kirchenpolitik und in das Weltgeschehen eingriff, was uns heute angesichts der Unterscheidung von Kirche und Staat irritiert.

  1. Schiner soll in der Schlacht von Marignano dabei gewesen sein.
  2. Als Kardinal hat er so sehr die Interessen des Papstes vertreten, dass er «Schlachtross des Papstes» genannt wurde.
  3. Matthäus wurde 1465 in Ernen geboren, besuchte Lateinschulen in Sitten und Como, empfing 24-jährig die Priesterweihe und wurde dann Kaplan, 1496 Pfarrer von Ernen, bald Domherr und Domdekan im Bistum Sitten.

Am 13. Oktober 1499, also mit 34 Jahren, wurde er in Rom zum Bischof von Sitten geweiht mit der Aufgabe, die Kirche im Wallis zu erneuern und die Einheit im Volk wiederherzustellen. Schiner gründete Schulen, machte eloquent Politik und bezog klar Position gegen Frankreich.

Als Vermittler von Papst Julius II. erzielte er ein Bündnis zwischen dem Papst und den zwölf eidgenössischen Orten.1511 wurde Schiner zum Kardinal und zum päpstlichen Legaten ernannt.1512 führte er die Eidgenossen zum Sieg über Frankreich bei Pavia und 1513 in Novara. Bellinzona und das Bleniotal kamen dank ihm zur Schweiz.

Doch die Niederlage von Marignano (1515) bewirkte für ihn persönlich, dass er nicht mehr in sein Bistum Sitten zurückkehren konnte. Schiner knüpfte Kontakte mit Erasmus von Rotterdam und Huldrych Zwingli, war er doch humanistischer Bildung zugetan. Auf dem Reichstag zu Worms (1521) grenzte er sich gegenüber Martin Luther ab.

Im Konklave nach dem Tod von Papst Leo X. (1522) kam er in die engere Wahl, stand dann aber dem gewählten Papst Hadrian zur Seite. Kardinal Schiner starb am 1. Oktober 1522 an der Pest und wurde in der Kirche Maria dell’Anima, Rom, beigesetzt.500 Jahre nach seinem Tod gibt es in Ernen 2022 Theaterauff ührungen und Ausstellungen zu seinem Wirken! Celestino Sfondrati (1644–1606) Der zweite Kardinal – 200 Jahre nach Schiner – stammt zwar aus Mailand, aber er war ganz dem Kloster St.

Gallen verpflichtet. Er besuchte mit zwölf Jahren die Schule der Benediktiner von St. Gallen in Rorschach und trat mit 16 in die Klostergemeinschaft St. Gallen ein (Ordensname Coelestin). Nach der Priesterweihe (1668) wurde er Novizenmeister. Der in Kirchenrecht Promovierte lehrte dieses Fach an der Fakultät der Benediktiner in Salzburg.

  • Abt Gallus vom Kloster St.
  • Gallen ernannte ihn zu seinem Generalvikar, und am 17.
  • April 1687 wurde er zum Fürstabt von St.
  • Gallen gewählt. Am 12.
  • Dezember 1695 berief ihn Papst Innozenz XII.
  • Ins Kardinalskollegium.
  • Nur neun Monate nach seiner Erhebung starb Kardinal Coelestin Sfondrati und wurde in der Kirche Santa Cecilia in Rom beigesetzt.

Von ihm sind mehrere Werke gegen den Gallikanismus, ein dreibändiger Theologie- und ein Philosophiekurs für Mönche des Klosters St. Gallen veröffentlicht. Gaspard Mermillod (1824–1892) Der dritte Schweizer Kardinal (geboren in Carouge, Jesuitenschüler in Fribourg, Priester 1847) wurde als Weihbischof in Genf ausgewiesen (18.

  1. Februar 1873), weil die radikale Regierung bei seiner Ernennung zum Apostolischen Vikar mit Jurisdiktion in Genf einen Verstoss gegen die Bundesverfassung sah, welche für die Errichtung eines neuen Bistums das staatliche Plazet erforderte.
  2. Mermillod leitete die Diözese von Fernex/Frankreich aus.
  3. Zehn Jahre später intervenierte Joseph Déruaz bei Bundesrat Louis Ruchonnet, und so konnte Bischof Mermillod 1883 zurückkehren und als Diözesanbischof von Lausanne und Genf wirken.

Papst Leo XIII. nahm ihn am 23. Juni 1890 ins Kardinalskollegium auf, in dem er noch zwei Jahre aktiv sein konnte. Mermillod leitete die «Union de Fribourg» und war vorbereitender Mitverfasser der ersten Sozialenzyklika «Rerum Novarum» (1891). Charles Journet (1891–1974) Noch im 19.

  1. Jahrhundert geboren in eine Kaufmannsfamilie, besuchte er das Collège Saint-Michel in Fribourg und empfing unmittelbar vor dem Ersten Weltkrieg die Priesterweihe (1913), danach arbeitete als Vikar in Carouge und in St.
  2. Peter, Fribourg.
  3. Er begegnete Jacques Maritain und begann mit theologischen Publikationen.

Bischof Marius Besson ernannte ihn zum Dogmatikprofessor im Seminar Fribourg, wobei er Seelsorger in Genf blieb. Abbé Charles Journet setzte sich intensiv mit dem Judentum und mit ökumenischen Fragen auseinander. Er nahm 1947 an der Seelisberger Konferenz teil, gab dort gewichtige Voten ab, die zur Formulierung der Zehn Thesen von Seelisberg führten.

Eine Biografie über Niklaus von Flüe fehlt nicht. In der Revue «Nova et Vetera» hatte er sein geistliches Führungsinstrument gefunden.1947 ernannte ihn Papst Pius XII. zum Hausprälaten; 1960 berief ihn Johannes XXIII. in die Vorbereitungskommission des II. Vatikanums. Am 22. Februar 1965 ernannte ihn Paul VI.

zum Kardinal. In der darauffolgenden vierten Sitzungsperiode des Konzils gab er mehrere Voten zur Religionsfreiheit ab. Benno Gut (1897–1970) Der aus Reiden LU stammende Benediktiner Walter Gut wurde Ende des 19. Jahrhunderts in einer Lehrersfamilie gross, besuchte die Gymnasien in Luzern und Einsiedeln (Matura 1916) und studierte zunächst Musik an der Universität Basel.

Profess 1918 in Einsiedeln, Ordination 1921. Das Theologiestudium in Sant’Anselmo, Rom, schloss er mit dem Doktorat in Theologie ab (1923), dem er ein Lizentiat in Bibelwissenschaften folgen liess (1934). Im Kloster nahm er eine Vielzahl von Aufgaben wahr, von der Seelsorge über Choralmagister, Präfekt, Leiter der Studentenmusik bis zum Dozenten an den ordenseigenen Hochschulen in Einsiedeln und in Sant’Anselmo.

Er wurde 1947 zum Abt von Einsiedeln gewählt und 1959 zum Abtprimas der Benediktinischen Konföderation, was den Verzicht auf Einsiedeln bedeutete. Als Abtprimas wurde er 1960 Mitglied der vorbereitenden Konzilskommission, von 1962 bis 1965 Konzilsvater und 1967 zum Bischof geweiht.

  • Papst Paul VI.
  • Kreierte ihn zum Kardinal (26.
  • Juni 1967).
  • Als solcher leitete er die Ritenkongregation und seit 1969 die Kongregation für die Sakramente.
  • Hans Urs von Balthasar (1905–1988) Aus einer Luzerner Patrizierfamilie stammend, Gymnasium in Engelberg und Theologie im Jesuitenkollegium Feldkirch, studierte Hans Urs Germanistik und Philosophie.

Er wurde mit der Arbeit «Geschichte des eschatologischen Problems in der modernen deutschen Literatur» promoviert.1927 entschloss er sich, Jesuit zu werden. Er studierte die Kirchenväter in Lyon à fonds unter der Führung von Henri de Lubac.1936 wurde er zum Priester geweiht.

In Basel lernte er die Ärztin und Konvertitin Adrienne von Speyr (1902–1967) kennen, mit der er die Johannesgemeinschaft gründete. Dies führte zu Missverständnissen und zum schmerzlichen Bruch mit dem Jesuitenorden (1950). Von Balthasar wurde Privatgelehrter und entwarf ein eigenständiges theologisch-spirituelles Werk, das – erst spät – weltweit grosse Anerkennung erhält und zu dem unzählige Doktoratsthesen erstellt werden.

Sein Ansatz ist – im Vergleich zu Karl Barth – eine katholische dialektische Theologie. Im Zentrum steht Gottes Offenbarung und Menschwerdung. Seine Schriften haben der Theologie des Zweiten Vatikanums den Weg bereitet. Die «Offenbarung Gottes» hat er in einer Trilogie dargestellt: Herrlichkeit, Theodramatik und Theologik.

  • Von Balthasar wurde Mitglied der Internationalen Theologischen Kommission, 1984 bekam er den Preis Paul VI.
  • Und Johannes Paul II.
  • Ehrte ihn mit der Kardinalswürde, deren Verleihung am 28.
  • Juni 1988 er sich durch den Tod am 26.
  • Juni 1988 entzog.
  • Georges Marie Cottier (1922–2017) Der Dominikanerpater Georges Cottier aus Carouge GE setzte sich eingehend mit dem Atheismus auseinander, insbesondere mit Karl Marx und mit dem deutschen Idealismus in der Person Friedrich Hegels, und zwar aus thomistischer Sicht.

Er trat in die Fussstapfen von Jacques Maritain (1882–1973) und des bereits erwähnten Theologen Charles Kardinal Journet. Tief eingegraben hat sich in das Bewusstsein der Kriegsgeneration die Katastrophe von «Auschwitz», die für das nationalsozialistische Programm der Auslöschung des Judentums steht.

  1. Seine Dissertation «L’athéisme du jeune Marx, ses origines hégéliennes» (1959–1969) war die Frucht seiner geistigen Arbeit.
  2. Cottier hatte das Privileg, das Zweite Vatikanische Konzil von nahe zu beobachten; er gab mit J.
  3. Maritain eine Reflexion über «Dynamik des Glaubens und des Unglaubens» (1963) heraus und stellte die Frage der Glaubwürdigkeit der Kirche im Buch «Die Evangelische Armut und das Antlitz der Kirche».

Cottier verfasste ein Interview mit Roger Garaudy über «Christen und Marxisten» (1967). Als päpstlicher Haustheologe stand er Paul VI. und Johannes Paul II. nahe. Er gab im Vatikan mehrmals gewichtige Voten ab und erteilte öfter Exerzitien. Seine Befürwortung von «Humanae vitae» (Verbot künstlicher Empfängnismittel) irritiert auch 54 Jahre danach.2003 wurde sein Wirken mit der Verleihung des Kardinalats belohnt.

Gilberto Agustoni (1922–2017) Gilberto entstammt einer Tessiner Zolldirektorenfamilie und wuchs mit vier Brüdern in Schaffhausen auf. Er studierte Philosophie und Theologie in Rom und Fribourg (Dr. theol.), wurde unmittelbar nach dem Konzil Priester (wie auch zwei seiner Brüder) und setzte sich für die Katholische Aktion im Tessin ein.

Mit 28 Jahren siedelte er nach Rom um und trat für über 60 Jahre in den Dienst des Vatikans, zunächst als Sekretar von Kardinal Ottaviani, dann engagierte er sich in der Umsetzung und Realisierung der Liturgiereform. Johannes Paul II. ernannte ihn 1994 zum Kardinal.

Heinrich Schwery (1932–2021) Heinrich stammt aus einer Grossfamilie in Saint Léonard. Schwerpunkt der Tätigkeit des Priesters Heinrich Schwery war die als Lehrer und Rektor der kantonalen Mittelschule von Sitten (1961–1977), nachdem er Mathematik und Physik an der Universität Fribourg studiert hatte.

Mit 25 wurde er zum Diözesanpriester, mit 45 zum Bischof von Sitten geweiht. Diese Aufgabe nahm er 18 Jahre lang wahr, bis er aus gesundheitlichen Gründen das Amt niederlegen musste.1991 wurde er von Johannes Paul II. ins Kardinalskollegium aufgenommen.

Er nahm teil am Konklave von 2005, an dem Papst Benedikt XVI. gewählt wurde. Sein Wahlspruch war «Gottes Geist ist Freude und Hoffnung». In seinem Bistum war er längere Zeit befasst mit dem Problem des Traditionalisten Marcel Lefebvre sowie mit dem nahe gelegenen Priesterseminar. In diesen Problemen versuchte er eine vermittelnde Position einzunehmen.

Kurt Koch (1950) In Emmenbrücke 1950 geboren, Kantonsschule Luzern, Theologiestudium in Luzern und München mit Promotion über Wolfhart Pannenberg (1987). Vor und nach der Priesterweihe wirkte er als Seelsorger in Sursee und Bern, bald auch als Dozent am Katechetischen Institut Luzern.

Habilitation über «Ethik des Lebens».1995 wählte ihn das Basler Domkapitel zum Diözesanbischof, eine Aufgabe, die er 15 Jahre lang engagiert wahrnahm.2010 bekam er von Papst Benedikt XVI. den Ruf zur Nachfolge von Walter Kardinal Kasper als Vorsitzender des Päpstlichen Rats für die Einheit der Christen.

Damit verbunden war die Erwählung zum Kardinal im selben Jahr. Die entsprechenden Pflichten konnte er im Konklave 2013 nach dem überraschenden Rücktritt Benedikts XVI. wahrnehmen, nämlich die Mitwirkung an der Wahl in der Sixtinischen Kapelle von Papst Franziskus.

Kurt Kardinal Koch arbeitet in sieben Kongregationen mit: in den Kongregationen für die religiösen Beziehungen zum Judentum, für die orientalischen Kirchen, für das Bildungswesen, für die Bischöfe und für die Glaubenslehre, dazu im Päpstlichen Rat für den interreligiösen Dialog. Er begleitet den Papst bei diversen Begegnungen, wie die mit Patriarch Kyrill in Havanna (2016).

Er hat unter anderem das Grosse Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland erhalten und über 60 Bücher verfasst. Beim nächsten Konklave könnte er in die engere Wahl kommen. : Die Schweiz und ihre Kardinäle

Wo ist Kardinal Woelki jetzt?

Kardinal Rainer Maria Woelki wird als Erzbischof nach Köln zurückkehren – obwohl er zuletzt einige Termine abgesagt hatte. Das geht der »Rheinischen Post« zufolge aus einem Brief hervor, den der Delegat des Erzbistums, Markus Hofmann, an alle Mitarbeiter verschickt hat.

  • Darin heißt es der Zeitung zufolge, dass »am Aschermittwoch Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki nach seiner geistlichen Auszeit wieder die Leitung des Erzbistums Köln übernehmen« werde.
  • Die Zuständigkeit seines Vertreters Rolf Steinhäuser ende »mit Ablauf des 1.
  • März 2022«.
  • Steinhäuser sieht das Erzbistum Köln weiter in der Krise.

»Das spektakuläre Wunder ist ausgeblieben«, sagte er in einem Grußwort zu seinem Abschied. »Wenn man den Umfragen folgt, scheinen viele Gräben noch tiefer und unüberbrückbarer als zuvor. Die Probleme sind nicht gelöst.« Weihbischof Steinhäuser hatte das größte deutsche Bistum in Woelkis Abwesenheit geführt und in dieser Zeit sehr viel Lob bekommen.